Faschingsgemeinschaft Haag nimmt Stellung zu Diskussion

Bewusste Entscheidung: Nach Schweigeminute Fasching gefeiert

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Sogar aus Ebersberg kamen Faschingsfans. Dort war der Faschingszug ausgefallen, schnell wurde die Fahrt nach Haag beschlossen.

Haag - In sozialen Netzwerken ging man teils unsanft mit der Entscheidung der Faschingsgemeinschaft Haag um, den Faschingszug an Faschingsdienstag rollen zu lassen. Wenige Stunden vorher passierte in Bad Aibling das Zugunglück. Der Vorsitzende der FaGeHa nimmt nun Stellung.

Mal mehr, mal weniger Verständnis dafür, dass der Faschingszug in Haag stattgefunden hat, obwohl in der weiteren Umgebung Faschingsevents gestrichen wurden, erntete die Faschingsgemeinschaft Haag.

Der erste Vorsitzende, Herbert Zeilinger, hat sich mit seinen Vereinskollegen darüber beraten und dann bewusst dafür entschieden, die Veranstaltung stattfinden zu lassen. "Der Tragik des Zugunfalls in Bad Aibling waren wir uns bewusst", so Zeilinger gegenüber wasserburg24.de. Deshalb habe man auch eine Schweigeminute vor dem Start des Faschingszuges gehalten, betont Zeilinger.

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Die viele Vorarbeit des Vereins und der Mitwirkenden und die Tatsache, dass für das Event an Faschingsdienstag in Haag alle Sicherheitskräfte vor Ort sein konnten, habe dann den Ausschlag gegeben, den Faschingszug nicht abzusagen.

"In den Ortschaften, in denen abgesagt worden war, beispielsweise auch in den Landkreisen Rosenheim und Ebersberg, gab es aus aktuellem Anlass teils zu wenige Einsatzkräfte, die den Veranstaltungen zur Seite stehen konnten", hieß es von einem Mitorganisator. Auch deshalb seien Faschingsevents am Faschingsdienstag in der Region ausgefallen, weil viele Sanitäter, Feuerwehrler und Polizisten nach Bad Aibling unterwegs waren, um dort zu helfen, heißt es von Faschingsfans aus Haag.

"Wenn sich bei uns ein Sicherheitsproblem ergeben hätte, weil die eingeplanten BRKler und Feuerwehrler nicht zur Verfügung gestanden hätten, hätten wir auch absagen müssen", betont Herbert Zeilinger abschließend.

Kurz nach dem Event war es zu öffentlichen Diskussionen gekommen, weil Haag eine der wenigen Kommunen war, die nach dem tragischen Zugunfall in Bad Aibling den Faschingszug nicht abgesagt hatte. Es gab Posts in sozialen Netzwerken, die von Pietätlosigkeit sprachen.

Quelle: innsalzach24.de

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