Forderung des Cannabis-Verbandes 

Bekommt Forstinning die erste legale Hanf-Plantage Bayerns? 

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Wie auf diesem dpa-Archivbild könnte die Plantage im Landkreis Ebersberg dann aussehen. 

Forstinning (Landkreis Ebersberg) - Der "Cannabis-Verband Bayern" will vor den Toren der Landeshauptstadt auf einer Fläche von 600 Quadratmetern Medizinalhanf anbauen lassen.

Die Plantage für medizinisches Cannabis soll für die rund 100 Cannabis-Patienten mit behördlicher Ausnahmegenehmigung im Freistaat da sein. So soll verhindert werden, dass die Patienten dazu gezwungen sind, Hanf selbst anzubauen oder "aus dubiosen Quellen auf dem Schwarzmarkt" zu besorgen, so der Verbandsvorsitzende Vaclav Wenzel Cerveny.

Das Problem: Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, dürfen zwar bis zu fünf Gramm Cannabis am Tag in der Apotheke erwerben. Bei einem Preis von 15 Euro pro Gramm ergibt das jedoch monatlich 2325 Euro - und die Krankenkassen zahlen keinen einzigen Cent dazu! Den Kreislauf das Schmerzen, Kosten und Illegalität soll das Cannabis-Therapie-Center durchbrechen.

Eckdaten für das geplante "Cannabis Therapie Center Bayern":

  • Investitionskosten von etwa 1,7 Millionen Euro 
  • Finanzierung über Crowdfunding und Spenden
  • Neben dem Anbau der Pflanzen soll auch geforscht werden
  • Als Monatsmenge sind sechs Kilogramm getrockene Cannabisblüten geplant
  • Der Anbau soll in einem rund 600 Quadratmeter großen und abgesicherten Obergeschoss des Gebäudes stattfinden

Nun hat Cerveny einen Eilantrag nach §3 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) für den Bau bei der Bayerischen Staatskanzlei eingereicht. Die Politik ist also am Zug... 

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