Hausärzte schließen ihre Praxen

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Landkreis - Geplant sind die Streiks am Donnerstag und am Freitag. Der Protest richte sich aber nicht gegen die Patienten und Patientinnen, so der Vorsitzende des Bayrischen Hausärzteverbands.

„Unser Protest richtet sich eindeutig nicht gegen unsere Patientinnen und Patienten! Auch wenn einige Kassen und Politiker nichts unversucht lassen, dies anders darzustellen!“, so der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, Dr. Wolfgang Hoppenthaller anlässlich der Praxisschließungen am Donnerstag und Freitag in Bayern. „Ich bin mir sicher und zahlreiche Gespräche in den vergangenen Wochen haben mich darin bestärkt: Der ganz überwiegende Teil der Patientinnen und Patienten unterstützt den Protest der bayerischen Hausärztinnen und Hausärzte und hat Verständnis für unsere Aktionen.

Im Gegensatz zu den Kassen und den Politikern der FDP haben die Menschen verstanden: Wir Hausärztinnen und Hausärzte sind für unsere Patientinnen und Patienten da - abends, am Wochenende, zuhause - und bieten dabei eine qualitativ hochwertige hausärztliche Versorgung. Wir besitzen keine wirtschaftliche Planungssicherheit mehr und finden keine Praxisnachfolger. Und wir wehren uns gegen den Einzug von Kapitalgesellschaften und die Förderung einer Konzernmedizin.“

„Die Sicherung der hausärztlichen Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung in einem Flächenstaat wie Bayern ist ohne Hausärztinnen und Hausärzte schier undenkbar.“, so Hoppenthaller weiter. „Fragen Sie doch die Patienten, welchen hohen Stellenwert ihr Hausarzt für sie hat.

Glauben die Kassen und die Politiker der FDP denn wirklich, Sie könnten uns durch MVZs oder Flying Docters ersetzen? Wir Hausärztinnen und Hausärzte kämpfen am Donnerstag und Freitag für den uneingeschränkten Erhalt unserer mit Hilfe der CSU erstrittenen Tarifautonomie und für die Verpflichtung der Krankenkassen, mit uns Hausarztverträge abschließen zu müssen. Wir kämpfen für das Überleben der hausärztlichen Strukturen in Bayern und protestieren gegen das Wegbrechen der hausärztlichen Versorgung. Wir Hausärztinnen und Hausärzte in Bayern brauchen endlich Planungssicherheit für unsere Mitarbeiterinnen und für die junge Ärztinnen und Ärzte, die den Beruf des Hausarztes ergreifen wollen. Wir fordern dies und protestieren damit auch im Namen und zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten!“

Pressemeldung Bayerischer Hausärzteverband e.V.

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