Hilfe für Haiti auch aus der Region

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Das Team des NAVIS e.V. Bayern am Münchner Flughafen.

München - "Hilfe kennt keine Grenzen!" Das ist das Motto des bayerischen Vereins NAVIS e.V., der sich nun um eine schnelle und unkomplizierte Hilfe im Erdbebengebiet in Haiti bemüht. Auch Personen aus der Region sind dabei!

Der Verein rekrutierte sich aus den Reihen der Flughafenfeuerwehr München und steht für schnelle und unkomplizierte humanitäre Hilfe im In- und Ausland.

Neuestes Einsatzgebiet: die Erdbebenregion in Haiti! Unterstützt wird NAVIS e.V. durch Air-Berlin, welche die Verfrachtung der Hilfsgüter kostenlos übernehmen.

Georg Zeller, Kommandant der freiwilligen Feuerwehr in Winden bei Haag und Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr am Flughafen München tauschen nun zusammen mit sieben Kollegen (drei Ärzte, drei Intensivpfleger/innen, zwei technische Feuerwehrangehörige und Rettungssanitäter aus Deggendorf, Moosburg/Isar und Rosenheim) den ruhespendenden abendlichen Platz vor dem Kamin gegen schlichte Unterkünfte.

Seit Anfang Februar sind bereits zwei Teams von NAVIS e.V. gemeinsam mit dem technischen Hilfswerk (THW) aus den neuen Bundesländern vor Ort im Einsatz, um der notleidenden Bevölkerung auf Haiti mit medizinischer Erstversorgung durch Feldlazarette und modernster Wasseraufbereitung zu helfen.

Die Reise beginnt:

Mit Sack und Pack bereit für 14-Tage-Hilfseinsatz: Die Helfer des Vereins NAVIS e.V.

11. Februar 2010, kurz nach zwölf Uhr auf dem Münchner Flughafen "Franz-Josef-Strauß": Die Rettungsgerätschaften, Medikamente (vorwiegend Antibiotika und Infusionen) und Hilfslieferungen sind bereits im Flugzeug verstaut.

Am Abflug-Gate kommen nochmal alle Helfer zusammen, um sich für vierzehn Tage von ihren Lieben zu verabschieden - und die Hilfsaktion zu starten.

In den Taschen der Helfer befinden sich nicht nur frische Wäsche und gute Vorsätze, sondern vor allem auch neun Tonnen gesponserte Babynahrung der Firma HIPP und kostenlose chirurgische Operationsbestecke um das Feldlazarett, dass mittlerweile als Operationslazerett umfunktioniert wurde, zu stärken.

Ankunft in Haiti:

Nach dem zehnstündigen Flug in die dominikanische Republik, geht es zunächst auf dem Landweg von Punta Cana in Richtung Port-au-Prince, um in der nordöstlich gelegenen Stadt Léogáne die anderen beiden Navis-Teams zu unterstützen.

Die Bilder vom Abflug nach Haiti:

Hilfe für Haiti durch NAVIS e.V. Bayern

Die Situation vor Ort:

Die Startschwierigkeiten haben sich mittlerweile mit Hilfe der UN-Soldaten aus Peru verbessert, da alle Betroffenen gemerkt haben, dass die direkte Hilfe genau richtig koordiniert ist.

An einzelnen Tagen werden bis zu 300 Patienten durch unsere bayerischen Helfer vor Ort vom kleinen Wundpflaster bis zu schweren Verwundungen (Quetschungen und Frakturen) behandelt und von deutschen Kindergartenkindern gespendete Kuscheltiere, an die kleinen Patienten vor Ort als Trostpflaster ausgegeben.

Bayerische Helden:

Eine besondere kontinentübergreifende Hilfe wurde einer 19-jährigen Patientin zu Teil, die mit schwersten Schädelverletzungen behandelt wurde und aufgrund eines Nachtflugverbotes für Hubschrauber nicht verlegt werden konnte. Acht Einsatzkräfte beatmeten das Mädchen zwölf Stunden lang von Hand - da ein Beatmungsgerät fehlte! Am nächsten Tag konnte die in Narkose befindliche Patientin von einem Krankenhausschiff der vereinigten Staaten ausgefolgen werden und wurde gerettet.

Helfen auch Sie:

NAVIS e.V. steht mit seinem Motto "Schnelle Hilfe, ohne Grenzen!" dafür ein, dass jede einzelne Spende dort ankommt, wo sie gebraucht wird - unkompliziert und unbürokratisch!

Geldspenden für die Logistikkosten, Wasseraufbereitungsanlagen, Medikamente und Hilfsgüter, bitte an die folgende Bankverbindung:

NAVIS e.V. (Schnelle Hilfe ohne Grenzen), Kto.Nr.: 414000, BLZ: 743 517 40 bei der Stadt- und Kreissparkasse Moosburg an der Isar.

Weitere Informationen unter: NAVIS e.V.

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