Die aktuelle Lage auf der A8

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Grabenstätt - Das ist nicht der Chiemsee. Diese Menschen stehen am Ufer der A8 bei Grabenstätt. Die Sperrung wird bis mindestens Donnerstag andauern.

Die Auffahrt auf die A8 in Richtung München ist teilweise unterspült. Mindestens bis Mittwoch bleibt die Hauptverkehrsader an dieser Stelle gesperrt. Die beschädigte Auffahrt wird dann auch nicht länger nicht befahrbar sein. Gesperrt wurde schon am Samstagmittag. 

Schuld an den Fluten ist übrigens nicht der hohe Chiemsee, sondern der Rotgraben (Verlängerung der Weißen Ache, die aus Bergen kommend durch das bergener Moos fließt). Zwischen Eisenbahnbrücke und Staatsstraßenbrücke ist ein Damm gebrochen. Auch an der Tiroler Ache werde ein Dammbruch vermutet, so Bürgermeister Schützinger. 

Auf der Autobahn hat sich ein zirka 150 Meter breiter Wasserfall entwickelt. Der „Wasserfall Autobahn“ zieht derzeit zahlreiche Schaulustige an. 

Wasser fließt noch Richtung Chiemsee, der einen höheren Wasserstand als bei den Jahrhunderthochwassern 1999 und 2002 hat. Vermutlich ist der Pegel ähnlich hoch oder sogar höher als 1954. Aber der Rückstau macht sich bereits bemerkbar. Grabenstätt liegt nun wie vor über 100 Jahren, bevor man Anfang des 20. Jahrhunderts den Seespiegel absenkte, quasi wieder am See...

Während sich an der Autobahnanschlussstelle Grabenstätt die Wassermassen vor den Augen zahlreicher Schaulustiger gen Chiemsee wälzen, hatte man in Grabenstätt selbst Glück im Unglück, denn der Pegel des Mühlbachs ist bereits wieder deutlich gesunken.

Ebenfalls keine Gefahr bestehe für die Schule und die neue Turnhalle, so Bürgermeister Georg Schützinger, „am Birkenhain“ kämpfe man hingegen gegen das Wasser an. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen beidseits der Grabenstätter Umgehungsstraße sind komplett überschwemmt, auch die Zufahrt zum Gasthof „zur Hirschauer Bucht“ ist unpassierbar. Sie steht bis zu 70 Zentimeter unter Wasser. 

Ein Sonderlob sprach Schützinger den Einsatzkräften aus, einige Feuerwehrler hätten 48 Stunden durchgearbeitet. Besonders angetan ist das Gemeindeoberhaupt auch von den vielen freiwilligen Helfern, die mit den Bauhofmitarbeitern „tausende Sandsäcke gefüllt haben“. Letztendlich habe man die Säcke am Mühlbach zum Glück nicht gebraucht. Die Autobahn bei Grabenstätt werde noch bis mindestens Mittwoch gesperrt bleiben, so Schützinger.

(Markus Müller)


Pressemitteilung der Polizei zur Lage an der A8

Hochwasserbedingt musste am Sonntag die vielbefahrene Autobahn A 8 Höhe Grabenstätt in beiden Richtungen total gesperrt werden. Vorsichtigen Schätzungen zu Folge, ist mit einer Freigabe der Autobahn nicht vor Donnerstag zu rechnen. Die Umleitungsstrecken sind überlastet. Autofahrer werden gebeten großräumig zu umfahren.

Über die Fahrbahnen fließendes Wasser macht die Autobahn auf Höhe der Anschlussstelle Grabenstätt immer noch unpassierbar. Der Verkehr in Richtung Salzburg wird an der Anschlussstelle Bernau ausgeleitet und über Umleitungsstrecken an der Sperrung vorbeigeführt. Richtung München befindet sich die Ausleitung für Lkw an der Landesgrenze bei der Anschlussstelle Piding und für Pkw an der Anschlussstelle Siegsdorf.

Die Umleitungsstrecken sind sehr stark belastet und es kommt immer wieder zu Stauungen. Eine Begutachtung der Situation vor Ort durch die Autobahnmeisterei Siegsdorf hat ergeben, dass die Sperrung wohl noch bis Donnerstag aufrecht erhalten werden muss. Ursächlich hierfür sind neben der noch bestehenden Überflutung auch befürchtete umfangreiche Beschädigungen am Straßenkörper. Geplant ist, dass unmittelbar nach Abfluss des Wassers Schäden begutachtet und die nötigen Reparaturmaßnahmen unverzüglich veranlasst werden.


Hochwasser auf Autobahn A8 bei Grabenstätt

Quelle: chiemgau24.de

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