Hochwasser in Niederbayern im News-Ticker

Sechstes Todesopfer der Hochwasser-Katastrophe gefunden

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Simbach am Inn/Pfarrkirchen - In Niederbayern sorgten am Mittwoch heftige Regenfälle für furchtbare Überschwemmungen. Die Aufräumarbeiten haben begonnen, doch es wurden dabei auch fünf Leichen entdeckt. Wir halten Sie in unserem Ticker auf dem Laufenden.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Hochwasser-Katastrophe fordert sechs Todesopfer
  • Opfer sind vier Frauen (28, 56, 78 und 80) sowie ein Mann (75) aus Simbach und Julbach. Sechstes Opfer noch unbekannt
  • Simbach, Tann und Triftern besonders stark betroffen 
  • Mehrere Menschen gelten noch als vermisst
  • Minister waren im Katastrophen-Gebiet unterwegs
  • Schäden in dreistelliger Millionenhöhe
  • BÜRGERTELEFON des Landratsamtes Rottal-Inn: 08561 / 20-725

UPDATE, 22.40 Uhr: Sechstes Todesopfer bestätigt

Die Einsatzzentrale des Landratsamts Rottal-Inn hat am Donnerstagabend ein sechstes Todesopfer bestätigt. Der Leichnam wurde im Ortsbereich von Simbach entdeckt. Nähere Informationen zu dem Opfer liegen noch nicht vor. 

Zuvor sprach Landrat Michael Fahmüller im ARD-Brennpunkt von mehreren Vermissten, deren Schicksal noch unklar sei. 

UPDATE, 21.42 Uhr: Feuerwehr-Zugführer erklärt den Einsatz

Hans Grabmaier, zuständiger Zugführer für die Feuerwehr-Hilfskräfte aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf, äußerte sich gegenüber innsalzach24.de zum Einsatz in Simbach. Bei der Alarmierung am Mittwochabend ging man noch davon aus, dass lediglich Keller ausgepumpt werden müssten - doch es kam alles anders. Die Florianjünger mussten bei der Koordinierung der Evakuierung des Ortes mithelfen. 

UPDATE, 21.30 Uhr: BR-Wetterexperte sieht eine Gefahr noch bis Dienstag 

Es gibt laut dem Wetterexperten des Bayerischen Rundfunks, Michael Sachweh, die Gefahr von neuen Hochwassern - auch in unserer Region. Zwar seien nochmal solche Regenmengen, wie sie in Niederbayern vom Himmel fielen, unwahrscheinlich - jedoch seien die Pegel vieler Flüsse schon sehr stark angestiegen. Deshalb reichen schon kleinere Regenmengen.

Dies gelte auch für das Berchtesgadener Land und den Chiemgau. Weitere Regenfälle könnten so für Überschwemmungen sorgen. 

UPDATE 20.40 Uhr: Töginger Rauhnacht Deifen organisieren Hilfe

Die Rauhnacht Deifen aus Töging am Inn organisieren Hilfe für die Flutopfer. Am Donnerstag wurde bereits unter Unterstützung von örtlichen Bäckereien, Metzgereien und Getränkemärkten für Brotzeiten für die Helfer gesammelt

Über Facebook kann direkt Kontakt aufgenommen werden zu den Rauhnacht Deifen. 

Grundsätzlich gibt es derzeit noch keine offiziellen Hilfsaufrufe von Seiten der Behörden, da zunächst das Ausmaß der Katastrophe erfasst werden muss

UPDATE, 20.25 Uhr: Noch nicht alle Häuser durchsucht

Auch der Landrat von Rottal-Inn, Michael Fahmüller, bestätigte im ARD-Brennpunkt nach der Tagesschau, dass es weiter "mehrere Vermisste" gibt. Unklar ist, ob es sich lediglich um Menschen handelt, die bislang nicht erreichbar waren - oder weitere Todesfälle zu befürchten sind

Laut dem Landrat konnte noch nicht das ganze Gebiet durchsucht werden. Einige Häuser konnten noch nicht kontrolliert werden. 

UPDATE, 19.20 Uhr: Anwohner sollen Trinkwasser abkochen

Das Landratsamt Rottal-Inn forderte die Bevölkerung dazu auf, das Trinkwasser derzeit nur im abgekochten Zustand zu verwenden. 

UPDATE, 18.59 Uhr: Interview mit Simbachs Bürgermeister

Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid sieht als eine seiner Aufgaben in diesen Stunden, Trost zu spenden. 

Ein Problem ist aus seiner Sicht, dass einige ihre Häuser nicht verlassen wollten, als die Evakuierung ausgerufen wurde. Das Hochwasser sei dann überraschend schnell gekommen. 

Bürgermeister und Landespolitiker am Donnerstag in Simbach

UPDATE, 18.45 Uhr: "Noch mehrere Vermisste"

Im Interview mit dem Radiosender Bayern 1 erklärte Polizeisprecher Christian Biedermann, dass noch immer mehrere Menschen in Simbach vermisst werden. Eine konkrete Zahl nannte er nicht. 

Der Einsatz von Polizeitauchern in überfluteten Kellern sei zu gefährlich. So müsse man abwarten, bis das Wasser stückweise wieder zurückgehe durch die Pumpmaßnahmen im Ort. Die Feuerwehr habe eine Liste, gehe jedes Haus ab und prüfe, wer anwesend ist. 

UPDATE, 18.35 Uhr: Stromversorgung wieder hergestellt

Im Hochwassergebiet gibt es größtenteils wieder Strom! Bis in die Abendstunden soll abgesehen von Teilen der Ortschaft Triftern überall wieder Strom zugänglich sein, teilte Bayernwerk mit. 

UPDATE, 17.20 Uhr: Verbraucherzentrale berät Flutopfer

Die Verbraucherzentrale Bayern hat für Opfer des Hochwassers in Niederbayern ein Beratungstelefon eingerichtet. Unter den Nummern 089 / 552 794 130 und 089 / 552 794 172 können sich Betroffene über Versicherungsschutz und eine schnelle Schadensregulierung informieren. Die Beratung ist kostenlos.

UPDATE, 17.15 Uhr: Rettungswege freihalten

Auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd ermahnte via Twitter noch einmal die Bevölkerung, dass im Katastrophengebiet die Rettungsgassen und -wege freizuhalten seien. Und wer nicht betroffen ist oder am Hilfseinsatz beteiligt ist, der möge das Gebiet bitte meiden.

UPDATE, 17.05 Uhr: Wasser in Tann muss abgekocht werden

Wie der Markt Tann soeben auf seiner Homepage bekannt gab, soll aufgrund der Hochwassersituation im Gemeindegebiet vorerst bis einschließlich Sonntag das Leitungswasser abgekocht werden!

UPDATE, 16.55 Uhr: Weitere Plünderer festgenommen

Am Donnerstagmittag wurden in der Innstraße in Simbach drei Jugendliche (16, 16 und 14 Jahre) festgenommen. Gegen 13 Uhr wurden die jungen Männer von der Wasserwacht dabei beobachtet, wie sie versuchten aus einem unversperrten Kiosk in der Innstraße Zigaretten im Wert von rund 300 Euro zu entwenden. Die Männer wurden bis zum Eintreffen der Streifenbesatzung von der Wasserwacht festgehalten. Gegen die Männer wird Anzeige erstattet. Der Kiosk wurde von der Freiwilligen Feuerwehr verschalt.

Fotos aus Simbach am Nachmittag

UPDATE, 16.30 Uhr: Hier starb eine 80-Jährige

Traurige Bilder haben unsere Redaktion soeben aus Julbach erreicht. In diesem Haus starb am Mittwochabend eine 80-jährige Frau in Folge des Hochwassers. Sie wurde tot auf einem Baumstamm gefunden.

Fotos eines zerstörten Hauses aus Julbach

UPDATE, 15.55: Schäden weit höher als angenommen

Am Mittwoch war von Schäden in zweistelliger Millionenhöhe die Rede. Doch das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe dürfte diesen zunächst angenommenen Schadensrahmen weit sprengen. Wie der Bayerische Rundfunk nun berichtet, geht man allein im Landkreis Rottal-Inn inzwischen von einem Sachschaden in dreistelliger Millionenhöhe aus.

Fotos am Donnerstag aus Simbach (1)

Fotos am Donnerstag aus Simbach (2)

UPDATE, 15.35 Uhr: Diese Schulen bleiben auch am Freitag geschlossen

Wegen der anhaltend angespannten Hochwassersituation bleiben im Landkreis Rottal-Inn auch am Freitag einige Schulen geschlossen. Laut Landratsamt in Pfarrkirchen handelt es sich um folgende Schulen: 

  • Grund- und Mittelschule Tann 
  • Grund- und Mittelschule Triftern 
  • Grundschule Simbach/Inn 
  • Mittelschule Simbach/Inn 
  • Grundschule Reut 
  • Grundschule Walburgskirchen 
  • Grundschule Wittibreut 
  • Grundschule und Mittelschule Kirchdorf a. Inn 
  • Grundschule Prienbach 
  • Betty-Greif-Schule in Simbach/Inn 
  • Realschule Simbach/Inn 
  • Gymnasium Simbach 

Simbach am Tag nach der Katastrophe

UPDATE, 15.10 Uhr: So schnell kam das Wasser

Im Internet kursiert ein unfassbares Video, das ein Lkw-Fahrer - vermutlich auf der B12 - aus seinem Gefährt heraus gemacht hat. Das Video dokumentiert, wie schnell das Wasser innerhalb von 90 Sekunden anstieg und Autos weggespült wurden. Leider wurde das Video mittlerweile entfernt. 

UPDATE, 14.50 Uhr: Verkehrsrowdys machen weiter Probleme

Einige Straßen sind nach wie vor gesperrt. Eine weiträumige Umfahrung wird empfohlen. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Verkehrsfunk zu beachten. Nach wie vor machen Verkehrsteilnehmer Probleme, die gesperrte Straßen befahren. Diese bleiben dann oftmals in den gesperrten Bereichen liegen oder verursachen Unfälle.

Von polizeilicher Seite sind derzeit weit über 100 Beamte, inklusive Bereitschaftspolizei im Einsatz. Auch Wasserwerfer wurden bereits zur Säuberung von Straßen angefordert. Zahlreiche weitere Hilfs- und Einsatzkräfte sind im Dauereinsatz. Auch viele freiwillige Helfer haben ihre Hilfe angeboten.

UPDATE, 14.40 Uhr: Bundeskanzlerin spricht Anerkennung aus

Soeben hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals offiziell geäußert: "Wie immer zeigt auch diese Notsituation, wie wir in Deutschland beieinander stehen, von Mensch zu Mensch, unter Nachbarn, unter Freunden, und ich danke allen von Herzen, die in diesen Tagen im Fluteinsatz sind, oft bis an den Rand der Erschöpfung kämpfen, ob sie nun einfach Mitbürger sind, Ehrenamtliche oder Mitarbeiter in den Kommunen."

UPDATE, 14.30 Uhr: THW Rosenheim auch im Einsatz

Seit dem Morgen ist auch die Rosenheimer Ortsgruppe des THW im Hochwasser-Einsatz. Es wurde die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des Ortsverbandes alarmiert. Am Vormittag rückten 14 Helfer mit der DIA15.000 (eine Großpumpe mit einer Pumpleistung von bis 15.000 Liter pro Minute) nach Simbach am Inn aus.

UPDATE, 14.25 Uhr: Pressekonferenz in Simbach

In Simbach hat vor dem Rathaus eine weitere Pressekonferenz begonnen. Landrat Fahmüller zeigte sich erneut geschockt: "Die Dimension ist unbeschreiblich. Ich habe so ein Ausmaß noch nie erlebt!"

Auch Umweltministerin Ulrike Scharf war tief betroffen: "Ich kann mich dem Landrat nur anschließen. So etwas habe ich noch nicht erlebt. (...) Wir sprechen von einem tausendjährigen Ereignis. Das ist etwa so, wenn sie mit einem normalen Auto 500 km/h fahren würden!"

"Es ist unmenschlich, was von allen Helfen geleistet wird. Vielen Dank dafür", ergänzte Fahmüller und dankte damit noch einmal den rund 2.000 Personen, die an den Einsätzen bzw. an den Aufräumarbeiten beteiligt sind.

UPDATE, 14.15 Uhr: Fußballstar Müller zeigt Mitgefühl

FC Bayern-Star Thomas Müller, der sich aktuell mit der deutschen Nationalmannschaft in Ascona (Schweiz) auf die anstehende Europameisterschaft in Frankreich vorbereitet, brachte seine Gefühle in einem Tweet zum Ausdruck.

UPDATE, 14.05 Uhr: Wie kann man den Hochwasser-Opfern helfen?

Unterdessen erreichen unsere Redaktion immer wieder Nachrichten, wie man denn den Betroffenen konkret helfen könne. innsalzach24.de hat deswegen beim Landratsamt Rottal-Inn in. Was schon fest steht und was die Behörden genau planen, können Sie in unserem Extra-Artikel nachlesen.

UPDATE, 14 Uhr: Luftaufnahmen dokumentieren Ausmaß

Die Deutsche Presseagentur (dpa) hat nun neue Luftaufnahmen bereit gestellt, die das ganze Ausmaß der Katastrophe dokumentieren. Teilweise ist auf ganzen Landstrichen nur noch Wasser zu sehen.

Luftbilder aus Simbach bei Hochwasser

UPDATE, 13.55 Uhr: Anspruch auf Freistellung vom Job?

Schlammmassen wälzen sich durch niederbayerische Ortschaften. Und das Unwetter über Deutschland ist noch nicht ausgestanden. Unter welchen Umständen werden Helfer von ihrem Job freigestellt? Dafür gibt es gewisse Voraussetzungen. Welche das sind, können Sie in unserem Artikel nachlesen.

UPDATE, 13.30 Uhr: Doch noch vier Vermisste?

Aktuell wird offenbar doch wieder von vier vermissten Personen ausgegangen. Laut einem Bericht der Passauer Neuen Presse handelt es sich dabei um zwei Männer im Alter von 66 und 75 Jahren sowie ein Ehepaar.

UPDATE, 13.15 Uhr: Reparaturarbeiten werden lange dauern

Im Hochwassergebiet von Niederbayern wird es Tage dauern, ehe die Wasser- und Stromversorgung wieder hergestellt ist. „Wir sind dabei, die Lücken zu schließen und stellen Wasseraufbereitungsanlagen auf“, sagte Johann Prex von der Feuerwehr Rottal-Inn am Donnerstag in Pfarrkirchen. Zudem müssten die vom Heizöl verschmutzten Keller geräumt werden. Vorrangig ist nach Angaben von Prex die Suche nach den Vermissten und die Sicherung der Gebäude, die einsturzgefährdet sind. Bei den mehr als 2000 Einsatzkräften habe es keine Verletzten gegeben.

UPDATE, 12.55 Uhr: Dienststelle Simbach nicht betriebsbereit

Die seit Mittwoch nicht mehr einsatzbereite Polizeiinspektion Simbach am Inn ist nach wie vor auf Grund der Hochwasserschäden nicht betriebsbereit und nicht besetzt. Die polizeiliche Versorgung des gesamten Dienstbereiches ist dennoch sichergestellt. Bei der Feuerwehr in Simbach wurde eine vorübergehende Polizeiwache eingerichtet. Das teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit.

UPDATE, 12.50 Uhr: Fünftes Todesopfer bestätigt

Soeben ist von der Polizei doch ein fünftes Todesopfer der Hochwasser-Katastrophe bestätigt worden. Vermutlich handelt es sich dabei um einen 75-jährigen Mann aus Simbach. Nach wie vor werden zudem mehrere Menschen vermisst!

UPDATE, 12.45 Uhr: Details zur Auszahlung der Soforthilfe

Das Landratsamt Rottal-Inn hat jetzt bekannt gegeben, wie die Auszahlung der Soforthilfe erfolgen soll. Die Behörde hat zu diesem Zweck auch am Samstag und Sonntag geöffnet.

UPDATE, 12.40 Uhr: Private Drohnen sind verboten!

Das Landratsamt Rottal-Inn verweist darauf, dass der Einsatz privater sog. Drohnen für Film- und Fotoaufnahmen über dem Überschwemmungsgebiet eingestellt werden muss. Diese kleinen Fluggeräte können die Arbeit der Rettungspiloten und ihrer Hubschrauber massiv gefährden. "Wir werden im Falle von Drohneneinsätzen, die rechtlich nicht zulässig sind, die nötigen juristischen Schritte unternehmen", betont Landrat Michael Fahmüller.

UPDATE, 12.30 Uhr: Aufräumarbeiten in vollem Gange

Während einerseits noch nach vermissten Personen gesucht wird, sind an den meisten Orten die Aufräumarbeiten bereits in vollem Gange. So sieht es derzeit in und um Simbach aus:

Aufräumarbeiten in und um Simbach

UPDATE, 12.20 Uhr: SOB befördert Helfer kostenlos

Tolle Aktion der Südostbayernbahn: Das Unternehmen hat soeben via Facebook bekannt gegeben, dass ab sofort alle Freiwilligen, die bei der Beseitigung der Hochwasserschäden rund um Simbach helfen wollen, bis einschl. Sonntag die Züge der SOB auf den Strecken Mühldorf - Simbach und Mühldorf - Passau kostenlos nützen können!

UPDATE, 12.05 Uhr: Plünderer stammen aus Salzburg

Bei den Plünderern handelt es zum zwei gebürtige Salzburger. Das hat Polizeisprecher Michael Emmer inzwischen gegenüber salzburg24.at bestätigt. Dem Bericht zufolge waren die beiden alkoholisierten Männer, von denen einer inzwischen in Braunau (Oberösterreich) lebt, auf frischer Tat ertappt worden, als sie aus einem Auto das Radio ausbauen wollten. Sie wurden vorläufig festgenommen.

Dieser Vorfall scheint für die Polizei eine Warnung gewesen zu sein. Es sei bislang zwar noch zu keinen weiteren Delikten gekommen, aber da in Simbach zahlreiche Schaufenster-Scheiben von Geschäften zu Bruch gegangen seien, müsse die Polizei nun Einheiten zur Eigentumssicherung abstellen, so Emmer.

UPDATE, 11.50 Uhr: Todesopfer waren Oma, Mutter und Tochter

Es ist eine echte Tragödie: Bei den drei Frauen, die tot in einem Haus in Simbach gefunden wurden, handelt es sich um Oma (78), Mutter (56) und Tochter (28). Die 80-Jährige, die im Nachbarort Julbach ums Leben kam, hing tot über einem Baumstamm. Es sei nicht auszuschließen, dass es noch mehr Tote geben werde, sagte Michael Emmer vom Polizeipräsidium Niederbayern.

UPDATE, 11.30 Uhr: Soforthilfe wird ab Freitag bezahlt

Regierungspräsident Heinz Grünwald erklärt, dass ab Freitag, 7 Uhr, mit der Auszahlung der 1.500 Euro Soforthilfe begonnen wird. Dazu müsse lediglich ein einseitiges Formblatt ausgefüllt werden. "Wir werden es schaffen, dies beispiellos schnell zu machen", so Grünwald in der Pressekonferenz. Das Geld soll auch am Wochenende ausbezahlt werden.

UPDATE, 11.25 Uhr: "Wohl noch mehr Schulausfälle!"

Staatssekretär Bernd Sibler (CSU) sagte bei der Pressekonferenz, dass die Staatsregierung den Menschen "mit schneller Hilfe eine Perspektive bieten" wolle. Sibler wirkte aber auch ziemlich mitgenommen: "Das Hochwasser hat vergleichbare Ausmaße wie in Passau und in Deggendorf! Es ist entsetzlich und eine absolute Katastrophe!" Sibler rechnet zudem mit weiteren Schulausfällen in den nächsten Tagen, vor allem in der Region Simbach.

Sibler zeigte sich dankbar über die vielen Hilfsangebote von Freiwilligen und Spendenangebote. Er stelle jedoch klar: "Wir werden wohl einige Tage brauchen, um die ehrenamtlichen Hilfsangebote koordinieren zu können!"

UPDATE, 11.15 Uhr: Pressekonferenz in Pfarrkirchen

Landrat Michael Fahmüller dankte auf einer Pressekonferenz allen Helfern und appellierte nochmals an die Bevölkerung, nicht unbedingt nötige Fahrten in das Gebiet zu vermeiden. Die Lage habe sich leicht entspannt, es gibt aber nach wie vor "mehrere Vermisste". Fahmüller: "Wir wissen aktuell nicht, wie viele Haushalte genau betroffen sind. Das Ausmaß ist aber mindestens so schlimm wie beim Hochwasser 2013 in Passau und Deggendorf. Das Überschwemmungsgebiet ist mindestens zweimal so groß wie der Chiemsee!"

Zudem erläuterte Fahmüller, dass die 1.500 Euro Soforthilfe für die betroffenen Haushalte in den nächsten Tagen völlig unbürokratisch ausbezahlt würden. Der Katastrophenfall bleibt laut Fahmüller aber "sicher noch einige Tage bestehen". Zudem bestätigte Fahmüller Berichte, wonach in Simbach Plünderer festgenommen wurden. "Wir haben die Bundespolizei zur Sicherung der Ortschaften abgestellt! Das hat sich bewährt. Die Kräfte haben in Simbach zwei Plünderer festgenommen", so der Landrat.

UPDATE, 11.05 Uhr: Canyon-Retter aus Chiemgau retten 19 Personen

Auch die Einsatzkräfte der Bergwacht im Bayerischen Roten Kreuz und der BRK-Wasserwacht sind seit Mittwochnachmittag mit ihrer gemeinsamen Canyon-Rettungsgruppe Chiemgau (CRG) in den Hochwassergebieten in Niederbayern im Einsatz, wo bis Mittwochabend rund um Simbach am Inn insgesamt 19 vom Wasser eingeschlossene Menschen und ein Hund durch Hubschrauber-Einsätze gerettet wurden.

UPDATE, 10.50 Uhr: Landrat und vier Minister auf Rundflug

Wie die Passauer Neue Presse berichtet, haben Landrat Fahmüller und die vier Minister Herrmann, Söder, Brunner und Scharf ihren knapp einstündigen Rundflug per Hubschrauber über den südlichen Landkreis Rottal-Inn inzwischen beendet. Söder sprach hinterher von einem "Regentsunami". 

Für 11 Uhr ist unterdessen eine Pressekonferenz angesetzt worden. Wer dort genau sprechen wird, ist aktuell noch nicht bekannt.

UPDATE, 10.40 Uhr: Noch 8.000 Haushalte ohne Strom

Laut dem Energieversorger Bayernwerke AG gibt es im Landkreis Rottal-Inn erste Erfolgsmeldungen in Sachen Stromversorgung. Erste Haushalte konnten wieder ans Netz angeschlossen werden. Zahlreiche Service-Kräfte sind vor Ort, um die Probleme schnellstmöglich zu beheben. Insgesamt sind derzeit noch rund 8.000 Haushalte ohne Strom!

UPDATE, 10.05 Uhr: "Unvorstellbares Ausmaß!"

Die Frage, ob nun noch zwei oder doch noch vier Menschen vermisst werden, ist offenbar immer noch nicht ganz geklärt. Verschiedene Medien berichten, dass es nach wie vor vier sind. Die Polizei sprach hingegen in einer Pressemeldung davon, dass nur noch zwei Personen vermisst werden. Ein Polizeisprecher sagte zudem, dass bei zwei anderen Personen die Hoffnung bestehe, dass sie nur im Moment telefonisch nicht erreichbar sind.

Landrat Michael Fahmüller (CSU) zeigte sich unterdessen geschockt. Er sagte, jetzt sehe man "immer mehr, wie grauenvoll und unvorstellbar schlimm das Ausmaß ist, wenn man durch die Ortschaften geht." Fahmüller zeigte sich tief betroffen "welche Existenzen da in kürzester Zeit vernichtet wurden."

UPDATE, 9.50 Uhr: Staatsregierung will genau analysieren

Joachim Herrmann

Die bayerische Staatsregierung will die nötigen Konsequenzen aus dem Blitzhochwasser in Niederbayern mit mindestens vier Toten prüfen. Das Geschehen in den betroffenen Orten sei mit normalen Hochwassersituationen nicht zu vergleichen, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. "Trotzdem werden wir das Geschehen sorgfältig analysieren."

Es gehe darum, Warnungen für solche Gebiete weiter zu präzisieren. In den nächsten Wochen werde es darum gehen, was für die Zukunft besser gemacht werden könne.

UPDATE, 9.30 Uhr: Experte: "Lage bleibt hochgefährlich!"

"Die Lage bleibt hochgefährlich - mindestens bis Donnerstagabend, aber wahrscheinlich auch noch bis zum Wochenende", das sagte der Tornado-Experte Andreas Friedrich in einem Interview mit der Münchner tz. Seinen Aussagen zufolge wäre z.B. in Simbach am Mittwoch bereits 80 Prozent der Niederschlagsmenge gefallen, die normalerweise im ganzen Monat Juni fällt. Hinzu käme, dass die Böden nach den Gewittern am Wochenende bereits gesättigt gewesen wären.

UPDATE, 9.20 Uhr: Überschwemmungen auch in NRW

"Land unter in Düsseldorf": Über 420 Einsätze und einen Dammbruch mussten die Einsatzkräfte dort in der Nacht auf Donnerstag bearbeiten. In der historischen Altstadt von Xanten steht das Wasser meterhoch, auch in der Eifel hat der Starkregen für massive Probleme gesorgt.

UPDATE, 9.10 Uhr: Fast 700 Notrufe am Mittwoch

Wie das Polizeipräsidium weiter bekannt gab, musste die Einsatzzentrale in Straubing am Mittwoch ab 11 Uhr 680 Notrufe abarbeiten und die entsprechenden Einsätze koordinieren.

Zudem wurde gerade bekannt, dass neben Innenminister Herrmann und Umweltministerin Scharf auch Finanzminister Markus Söder und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner nach Niederbayern reisen werden. Herrmann hat Finanzhilfen des Freistaates für die Betroffenen angekündigt. "Wir werden so gut es geht helfen", sagte Herrmann dem Bayerischen Rundfunk.

UPDATE, 9.05 Uhr: Plünderer und Verkehrsrowdys machen Ärger

Sauer ist die Polizei dagegen auf einige "Herrschaften", die sich in Simbach am Inn als Plünderer "hervorgetan" haben und Gegenstände aus Autos entwendet hatten. Sie wurden vorläufig festgenommen. Außerdem ermahnt die Polizei die Verkehrsteilnehmer, die Straßensperrungen zwingend zu beachten. Autofahrer hatten gesperrte und überflutete Straßen befahren und dabei ist es auch schon zu Unfällen gekommen.

UPDATE, 9 Uhr: Tote sind vier Frauen

Jetzt hat die Polizei nähere Informationen zu den Todesopfern veröffentlicht. In einem Haus in Simbach wurden von Tauchern die Leichen von drei Frauen im Alter von 78, 56 und 28 Jahren gefunden. In Julbach starb nach Polizeiangaben eine 80-jährige Frau.

Außerdem gab das Polizeipräsidium Niederbayern bekannt, dass nur noch zwei Menschen vermisst werden. Die Suche nach diesen Personen wird im Laufe des Vormittags fortgesetzt.

UPDATE, 8.35 Uhr: Hier fällt heute die Schule aus

Nun steht auch fest, an welchen Schulen heute kein Unterricht stattfindet:

UPDATE, 8.20 Uhr

Die Marktgemeinden Tann und Triftern räumen auf: Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks pumpten mit Spezialpumpen Häuser und Straßen leer. Der Stab an Hilfskräften wurde dazu aufgestockt. In der Stadt Griesbach war es am frühen Morgen bereits gelungen, eine Notstromversorgung einzurichten. Mehrere Schulen sollten am Donnerstag geschlossen bleiben, die Prüfungen zum Abitur wurden vielerorts ausgesetzt.

UPDATE, 8.05 Uhr:

Derzeit erschüttert das schwere Hochwasser in Niederbayern mit aktuell vier Toten Bayern. Aber auch unsere Region musste in der Vergangenheit viel einstecken.

UPDATE, 7.50 Uhr: Weitere Vermisste

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, suchen Taucher derzeit noch nach vier vermissten Personen. Dies habe der Landrat Michael Fahmüller mitgeteilt.

UPDATE, 7.25 Uhr:

Auch die Pendler müssen mit erheblichen Problemen rechnen. Die Bundesstraßen B12 und B20 sowie die Autobahn A94 sind von den heftigen Regenfällen des gestrigen Tages betroffen. Teile der Strecken sind gesperrt und kaum passierbar.

UPDATE, 7.20 Uhr:

In Nordrhein-Westfalen ist Situation bedrohlicher. Im Kreis Wesel ist der Katastrophenfall ausgerufen worden. Die Issel erreichte in der Nacht zum Donnerstag in Hamminkeln einen Pegelstand von zwei Metern. Damit ist der Fluss 1,5 Meter höher als normal, ein Damm droht zu brechen. Würde das passieren, wäre ein Gewerbegebiet betroffen, sagte ein Sprecher des Krisenstabs. Derzeit versuchen Helfer, mit Sandsäcken den Damm zu stabilisieren.

UPDATE, 7.15 Uhr

In einigen Gemeinden im Landkreis Rottal-Inn beginnt der Kampf gegen die Wassermassen, indem die Häuser und Straßen leergepumpt werden sollen.

„Das Wasser zieht sich zurück. Die Lage hier hat sich beruhigt, wenn man das nach den Ereignissen so sagen darf“, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstagmorgen. Eine Einsatzbesprechung solle klären, wie es im Hochwassergebiet weiter geht. „Wir hoffen auf Verstärkung, um die Schäden zu beseitigen“, so der Sprecher.

UPDATE, 7 Uhr:

In Niederbayern sorgten am Mittwoch heftige Regenfälle für Überschwemmungen. Das Unwetter forderte vier Todesopfer. Diese Videos zeigen das ganze Ausmaß der Katastrophe

UPDATE, 6.30 Uhr:

Nach Informationen des BR haben am Donnerstag einige Schulen in den betroffenen Gebieten zu. Nur allzu verständlich, da die Wassermassen viele Straßen unterspült oder überflutet haben.

UPDATE, 6.25 Uhr:

Die Polizei dementierte Berichte der Passauer Neuen Presse, dass die vermisste Person in der Gemeinde Zeilarn bereits geborgen wurde. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks waren die Nacht hindurch mit der Rettung von Personen beschäftigt. Am frühen Morgen wurden die Kräfte aufgestockt, um in den Märkten Triftern und Tann mit dem Abpumpen der Wassermassen zu beginnen. In der Nacht hatte es nach Auskunft des Landratsamtes Rottal-Inn nicht mehr geregnet. Der Deutsche Wetterdienst erwartet jedoch für Donnerstag erneut unwetterartige Mengen an Niederschlag, besonders im Landkreis Passau.

UPDATE, 6 Uhr:

Am Vormittag wollten Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (beide CSU) in das Hochwassergebiet im Landkreis Rottal-Inn fahren, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.

UPDATE, 5.45 Uhr:

Nach Informationen der PNP wurde im Gemeindegebiet von Zeilarn eine weitere Leiche gefunden. Das bestätigte sich letztlich zum Glück nicht. Konkrete Hinweise auf weitere Vermisste gebe es derzeit nicht, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Straubing am frühen Donnerstagmorgen. Und weiter: "Das Wasser zieht sich zurück. Die Lage hier hat sich beruhigt, wenn man das nach den Ereignissen so sagen darf."

Vorbericht:

In mehreren Gemeinden in Niederbayern gab es am Mittwoch schwere Überschwemmungen in Folge der heftigen Regenfälle. Besonders betroffen war der Landkreis Rottal-Inn mit den Gemeinden Simbach am Inn, Triftern bei Pfarrkirchen und Tann. Auch in Passau wurde der Katastrophenalarm ausgerufen. Das Hochwasser forderte bislang vier Todesopfer: Drei Leichen wurden bei den Aufräumarbeiten in Simbach am Inn von Tauchern gefunden. Eine Leiche wurde bei Julbach entdeckt. Ein zunächst vermutetes fünftes Todesopfer bei Zeilarn bestätigte sich zum Glück nicht. In einer Schule waren rund 300 Kinder von den Wassermassen umschlossen. Sie wurden noch am Abend gerettet. Hunderte Einsatzkräfte sind im Einsatz.

Hier können Sie alle Ereignisse des gestrigen Tages in unserem Ticker nachlesen

Bilder unserer Leser:

Neue Fotos unserer User von den Überschwemmungen

Bilder der zerstörten Straße zum Schulzentrum bei Simbach

Weitere Fotos unserer User von den Überschwemmungen

Weitere Bilder von den Überschwemmungen:

Hochwasser-Schäden in Simbach

Überschwemmungen in Simbach (3)

Überschwemmungen in Simbach (2)

Ausmaß der Verwüstung in Simbach

Feuerwehrler aus Landkreis Altötting im Einsatz

Dammbruch am Türkenbach

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Martin Weidner

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Martina Hunger

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