BOB bleibt verhandlungsbereit

Doch kein Streik beim Meridian?

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Holzkirchen/Landkreis - Trotz Streikandrohungen und mangelnder Gesprächsbereitschaft der EVG bleibt die Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH für Verhandlungen offen.

Ziel ist es, eine baldige Einigung zu finden und den Streik abzuwenden. Die Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, die die Marken Meridian und BOB betreibt, hat der Tarifkommission der EVG ein weiteres Angebot im Rahmen der Tarifverhandlungen unterbreitet. Damit wurde das bisherige Angebot umfangreich nachgebessert und die Hauptforderung der EVG erfüllt: Die Übertragung des Vergütungstarifabschlusses des Branchentarifvertrages SPNV auf die Bayerische Oberlandbahn GmbH. 

Konkret bedeutet dies, dass die zwei Anhebungen im BranchenTV SPNV von 3 % bzw. mindestens 70 Euro und 2,1 % bzw. mindestens 50 Euro für eine Laufzeit von 26 Monaten auch bei der Bayerischen Oberlandbahn GmbH erfolgen würden. Zusätzlich bietet die Geschäftsführung an, die Fahrgastfahrten mit der Anreisezeit zur jeweiligen Einsatzstelle zu 100 % statt wie derzeit zu 50 % auf die Arbeitszeit anzurechnen. Über diesen Punkt soll mit der EVG eine adäquate Anpassungsregelung verhandelt werden. 

Aktuell hat die EVG die Gesprächsangebote der Bayerischen Oberlandbahn GmbH hierüber aber nicht angenommen. „Wir sind sehr überrascht, dass die EVG trotz unserer umfangreichen Zugeständnisse nicht einmal zu einem persönlichen Gespräch bereit ist“ bedauert Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH. „Stattdessen wird die Androhung des Streiks aufrecht erhalten. Das vermittelt den Eindruck, dass ein Streik grundsätzlich gewollt ist, unabhängig von unserer Verhandlungsbereitschaft. Es ist mir völlig unklar, wie man ein Verhandlungsergebnis erreichen will, wenn eine Seite nicht verhandeln will. So wird der Konflikt auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen, was wir unbedingt vermeiden wollen. Wir suchen daher weiterhin auf allen Wegen den Kontakt zu den Tarifpartnern.“ 

Und Fabian Amini, Technischer Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH ergänzt: „Sollte die Gewerkschaft ihre Drohung tatsächlich wahr machen, werden wir alles betrieblich Mögliche in die Wege leiten, um unsere Fahrgäste entsprechend der Umstände zu befördern. Auch werden wir Busse anmieten, um die Züge zu ersetzen. Aber gerade im Berufs- und Schülerverkehr sind viele Busse bereits regulär im Einsatz. Darüber hinaus verlängern sich bei einem Schienenersatzverkehr auch die Fahrzeiten und wir haben weniger Platzkapazitäten, was es insgesamt schwierig für uns machen wird.“ 

Die Geschäftsführung hofft daher weiterhin, dass die EVG wieder an den Verhandlungstisch zurückkehrt und eine baldige Einigung stattfindet. Sie steht für die Tarifverhandlungen jederzeit zur Verfügung. Reisende wird das Unternehmen über die Veränderungen im Fahrplan auf www.bayerischeoberlandbahn.de und www.der-meridian.de sofort informieren, wenn Streikauswirkungen bekannt werden. Nicht betroffen sind die Züge der Bayerischen Regiobahn GmbH (BRB). Hier haben noch keine Verhandlungen stattgefunden.

Pressemeldung Bayerische Oberlandbahn

Rubriklistenbild: © re

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