Bilanz der Autobahnpolizei Holzkirchen

Unfälle im Sekundentakt und Pfefferspray auf der A8

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Holzkirchen - Auf der Autobahn A8 kam es am Freitag zu zahlreichen Unfällen und am Morgen des Samstags zu einer kuriosen Auseinandersetzung auf dem Standstreifen:

Freitagabend: Unfälle im Sekundentakt

Am 21. August gegen 18.05 Uhr befuhr ein 47-jähriger türkischer Staatsangehöriger, der in Österreich lebt, die BAB A8 in Fahrtrichtung Salzburg auf dem linken Fahrstreifen. Er hatte gerade die Anschlussstelle Weyarn passiert, als er seinen VW-Pritschen-Wagen verkehrsbedingt abbremsen musste. Dieses Bremsmanöver bemerkte ein hinter ihm fahrender 27-jähriger Citroen-Fahrer aus Bad Aibling zu spät und fuhr auf den Pritschenwagen auf. Diesen Verkehrsunfall wiederum sah eine 35-jährige Ebersbergerin zu spät und stieß mit ihrem Kia leicht in den verunfallten Citroen. Dieses Geschehen kam für einen nachfolgenden 24-jährigen Hyundai-Fahrer aus Bad Aibling so plötzlich, dass er in den Kia der Ebersbergerin donnerte.

Der linke Fahrstreifen war gut eine Stunde blockiert, bis alle Fahrzeuge abgeschleppt waren. Insgesamt ist ein Sachschaden in Höhe von rund 20.000 Euro zu beklagen. Die beteiligten Personen blieben unverletzt.

Unmittelbar nach diesem Verkehrsunfall krachten wieder zwei Fahrzeuge zusammen. Ein 48-jähriger in München lebender Pole, bemerkte den Unfall vor ihm und stoppte seinen Opel rechtzeitig. Davon war der hinter ihm fahrende in Bad Aibling lebende Österreicher so überrascht, dass er nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte und mit seinem Passat auf den Opel fuhr. Auch diese beiden Verkehrsteilnehmer blieben unverletzt. Der Gesamtschaden bei diesem Auffahrunfall wird auf rund 6000 Euro geschätzt.

Diesen Unfall beobachtete ein nachfolgender 48-jähriger Bad Feilnbacher mit seinem Skoda. Um nicht in die Unfallstelle zu fahren, leitete er eine Vollbremsung ein. Dabei schlitterte er in die Mittelleitplanke. Hier entstand ein Schaden in Höhe von insgesamt 4000 Euro.

Fast zeitgleich ereignete sich direkt an der Anschlussstelle Weyarn der nächste Auffahrunfall. Diesmal auf dem mittleren Fahrstreifen. Den sich aufstauenden Verkehr wegen der vorgenannten Unfälle nahm ein 24-jähriger Nürnberger mit seinem Mercedes rechtzeitig wahr und bremste ab. Einem 33-jährigen Audi-Fahrer aus Nürnberg gelang dies nicht. Er stieß auf den Mercedes. Hier ist ein Schaden in Höhe von rund 4000 Euro zu beklagen.

Sonderbares Treffen auf der Autobahn mit Anzeige und Gegenanzeige

Bei manchen Einsätzen können die Beamten einfach nur den Kopf schütteln.

Am 22. August um 4 Uhr kam es zwischen zwei Autofahrern auf der A8 bei der Anschlussstelle Holzkirchen in Fahrtrichtung Salzburg zu einer Nötigungsgeschichte. Beide Autofahrer waren auf dem Weg in den Urlaub. Die Schilderungen der beiden Kontrahenten gehen dabei weit auseinander.

Jedenfalls fuhr ein 34-jähriger arbeitsloser Kraftfahrer aus Eichstätt mit seinem Nissan auf dem linken Fahrstreifen auf den Mercedes eines 48-jährigen österreichischen Berufskraftfahrers aus München auf. Dieser soll nach Angaben des Eichstätters stur auf dem linken Fahrstreifen geblieben sein, obwohl er nach rechts hätte wechseln können. Der Eichstätter gab an, mehrfach seinen Überholwunsch mit einem Lichtsignal angezeigt zu haben.

Daraufhin hätte der Österreicher eine Vollbremsung hingelegt. Im weiteren Verlauf habe er dann rechts überholt. Anschließend stoppten beide Streithähne auf dem Standstreifen. Dort kam es dann offensichtlich zu einer Drohung mit Pfeffersprayeinsatz. Laut Angaben des Eichstätters wäre der Österreicher mit erhobenem Zeigefinger und lautstarkem "Gebell" auf ihn losgegangen. Er habe aus Notwehr ein Pfefferspray zur Tierabwehr eingesetzt und sei vor Angst geflohen.

Der Österreicher schildert den Sachverhalt ganz anders. Demnach hätte er den Fahrstreifen nicht freimachen können. Nachdem er rechts überholt worden sei, habe der Eichstätter eine Vollbremsung hingelegt. Auf dem Seitenstreifen sei der Eichstätter ohne Vorwarnung mit dem Spray auf ihn losgegangen und dann abgehauen.

Der Eichstätter konnte von Beamten der Schleierfahndung gestoppt und zur Verkehrspolizei Rosenheim gebracht werden. Dort folgte dessen Vernehmung.

Autobahnpolizeistation Holzkirchen

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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