Railjet und Güterzug blockierten Personenverkehr

Meridian-Team sauer: Schüler kamen zu spät zum Unterricht

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Holzkirchen - Gleich zweimal hatten die Schüler der Kolbermoorer Schulen Pech. Erst behinderte ein Railjet die Weiterfahrt des Zuges und dann war noch der Bahnhof Kolbermoor blockiert: 

Schüler, die am 26. April im Zug nach Kolbermoor und Bad Aibling anreisten, versäumten die erste Unterrichtsstunde. Erst behinderte ein Railjet die Ausfahrt des Meridian aus Rosenheim für fast 30 Minuten, dann blockierte ein Güterzug den Bahnhof in Kolbermoor. Fahrgäste mussten am nächsten Halt auf einen Bus des Meridian umsteigen und nach Kolbermoor zurück fahren. 

Das Meridianteam informierte die Schulen und drängt auf Qualitätssteigerungen bei DB Netz. Schulen in und um Kolbermoor mussten heute morgen auf ihre Schüler warten. Die Schüler, wie alle Fahrgäste des Meridianzugs 79510 ab Rosenheim um 7:35 Uhr, mussten zunächst 25 Minuten am Bahnhof in Rosenheim auf die Abfahrt warten. Einem Railjet der ÖBB, der verspätet unterwegs war, wurde Vorrang eingeräumt. 

Das war nicht das einzige Hindernis 

Lesen Sie auch:

Meridian: Nächste Bauphase soll Entspannung für Gäste bringen

Doch damit nicht genug: In Kolbermoor blockierte dann ein Güterzug den Bahnhof, vom Lokführer des Güterzugs zunächst keine Spur. Aus dem zu dieser Uhrzeit wie üblich voll besetzten Meridianzug konnte deshalb niemand aussteigen. Alle Fahrgäste mussten im Zug bis Bad Aibling Kurpark weiterfahren und dort in einen vom Meridian bereit gestellten Bus umsteigen, der sie zurück nach Kolbermoor fuhr. Fahrgäste, die in Kolbermoor zusteigen wollten, mussten auf die vom Meridianteam bestellten Busse verwiesen werden. 

Mit teils bis zu 60 Minuten Verspätung erschienen die Schüler in ihren Klassen. „Wir haben so schnell wir konnten die Schulen informiert, denn es ist natürlich wichtig, dass man dort weiß wo ihre Schüler sind.“, so Dr. Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH. „Wir stehen jetzt für unsere Fahrgäste in sehr intensiven Gesprächen mit der DB Netz AG, die die Zugfahrten regelt, denn es kann nicht sein, dass unsere Fahrgäste und wir benachteiligt werden.“ so Rosenbusch weiter. „Für die kommenden Tage, an denen Abiturprüfungen sind, werden wir eindringlich auf Vorrang des Personennahverkehrs bei DB Netz drängen und den Schienenersatzverkehr weiter intensiv im Fokus haben.“

Pressemitteilung Bayerische Oberlandbahn GmbH

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser