Nach Hunderauferei in Jettenbach

"Mein Hund hat zusammengeflickt werden müssen!"

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Jettenbach - Ein verletzter Hund, ein kaputter Zaun und ein gebissener Mann - das war die Bilanz einer Hunderauferei am Montagabend, 30. Mai. Nun äußerte sich das Bissopfer zu den Vorfällen und zeigte sich dabei sehr erbost über die Darstellungen der Besitzerin des anderen Hundes.

Die Hunderauferei vom 30. Mai in der Waldrandsiedlung in Jettenbach ging für Mensch und Tier nicht so glimpflich aus. Wie die Polizei in einer Pressemeldung festhielt, sei der Hund einer Anwohnerin durch einen morschen Zaun entwischt und habe den Hund eines passierenden Spaziergängers attackiert. Als dessen Besitzer die Hunde voneinander trennen wollte, griff ihn laut Polizei der fremde Hund an.

Der polizeilichen Darstellung des Sachverhalts widersprach am Montag die Besitzerin des "Attacken-Hunds" im Gespräch mit innsalzach24.de. Sie wies sämtliche Schuld ihres Vierbeiners zurück und beschrieb den Hund des Spaziergängers als auslösende Partei. Auch gegen den gebissenen Mann erhob die Frau schwere Vorwürfe: er würde seinen Hund nicht an der Leine führen und stattdessen vor seinem Auto hertreiben. Ihr Vorwurf gipfelte darin, dass sie behauptete, der Mann sei von seinem eigenen Hund gebissen worden.

So beschreibt das Bissopfer den Vorfall:

Nun schilderte das 58-jährige Bissopfer gegenüber der Redaktion von innsalzach24.de seine Sicht der Dinge. Er sei verwundert über die Darstellungen der Frau, da seiner Meinung nach der Polizeibericht die Dinge bereits wahrheitsgemäß wiedergegeben habe. Er räumte zwar auch ein, dass sich der Vorfall so schnell und hektisch abspielte, dass er die Dinge keinesfalls mehr in absoluter Vollständigkeit wiedergeben könne. Allerdings könne er sich noch sehr gut daran erinnern, dass er durch den fremden Hund gebissen worden sei.

Auch könne er definitiv sagen, dass der fremde Hund den Zaun durchbrochen haben soll, um seinen Hund anzugreifen. Bei dem Versuch seinen Hund in den Kofferraum zu heben, um die aggressiven Vierbeiner voneinander zu trennen, hätte der andere Hund nicht nachgelassen und sei ebenfalls in den Kofferraum gesprungen. Daraufhin hätte er sich dazu gezwungen gesehen, den fremden Hund aus dem Kofferraum zu verscheuchen, so der 58-Jährige. Dabei sei er gebissen worden.

Hundebesitzerin hätte eingreifen können

Auch die circa 45-minütige Tierarztbehandlung seines Hundes würde die körperliche Unterlegenheit seines Schützlings und die Aggressivität des Angreifers demonstrieren. Sein Hund habe "zusammengeflickt werden müssen", so das Bissopfer. Die Situation hätte seiner Ansicht nach auch viel früher entschärft werden können, wenn die andere Hundebesitzerin ihren Hund hätte bändigen können.

Der 58-Jährige sieht sich auch dadurch bestätigt, dass Bekannte und Familie seinen Hund als harmlos einstufen würden. Hörbar frustriert war er darüber, dass die Besitzerin des anderen Hundes bei seinem Besuch zwei Tage nach dem Geschehnis angeblich keinerlei Mitgefühl gezeigt habe. "Du bist doch selbst schuld",  soll sie zu ihm gesagt haben.

Die Polizei ist derweil dabei, den Sachverhalt aufzuklären. Bei der Gemeinde Jettenbach lagen indes noch keine Erkenntnisse zu der Rauferei vor. Ein Sprecher fügte im Gespräch mit innsalzach24.de aber an, dass es in Jettenbach generell eine Hundehalteverordnung gebe, wonach größere Hunde an der Leine geführt werden müssten. Laut dem Bissopfer würde sein Hund jedoch nicht unter die Kategorie "größere Hunde" fallen, was er auch durch den örtlichen Tierarzt bestätigen haben lasse.

Martin Wiegand

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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