Bayerns Innenminister zur Flüchtlingskrise

Herrmann: "Müssen wissen, wer innerhalb Grenzen unterwegs ist"

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Fordert einen Überblick über die Ein- und Ausreise innerhalb der EU: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

München - Joachim Herrmann wünscht sich einen besseren Überblick über die Reisetätigkeiten innerhalb der EU. Deshalb fordert Bayerns Innenminister eine Reiseregister.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die Forderung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) begrüßt, ein Reiseregister bei der Ein- oder Ausreise in den EU-Schengenraum einzuführen. Man müsse "dringend einen Überblick haben, welche Drittstaatenangehörigen über EU-Außengrenzen einreisen oder die EU wieder verlassen", sagte Herrmann einer Mitteilung von Samstag zufolge. Demnach sei es international "absolut üblich", Zeitpunkt und Ort von Aus- und Einreise zu erfassen. "Auch Europa muss wissen, wer innerhalb seiner Grenzen unterwegs ist."

Im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris sagte Herrmann, dass man erlebt habe, dass Terroristen bei ihrer Reise durch Europa mehrfach kontrolliert worden seien, ohne dass die in den einzelnen Staaten erfassten Daten einen Hinweis darauf gegeben hätten, dass Personen mit verschiedenen Identitäten unterwegs gewesen seien. Ein mit dem Schengener Informationssystem und der Flüchtlingsdatei Eurodac verknüpftes VISA-Informationssystem könne wirksam gegen illegale Zuwanderung eingesetzt werden, so der Minister.

Eine "vernünftige" Dokumentation der Ein- und Ausreise an den Schengengrenzen wäre "eine große Erleichterung für die einzelnen EU-Mitgliedstaaten bei der Registrierung" und ein "Gewinn für die innere Sicherheit seiner Mitgliedstaaten", sagte Hermann.

dpa

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