Nächster Fall des Bergener Reichskriegsfahnen-Hissers

Nach dem "Judensch..." nun das "Kanackenland"

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Das neueste Werk eines 78-jährigen Bergeners.

Bergen - Es ist das dritte Schild mit unappetitlichem Text innerhalb kurzer Zeit: Von einer Anzeige wegen Volksverhetzung ließ sich der Bergener anscheinend nicht abhalten. 

Die Reichskriegsfahne wurde dem Bergener heuer im Mai bereits heruntergerissen.

Schon seit Jahren hat er seine Reichskriegsfahne weit sichtbar im Garten flattern, doch nun legt ein 78-jähriger Bergener ein ums andere Mal mit Schildern am Gartenzaun nach: "Der Judensch... treibt sein Unwesen", hieß es auf einer Tafel im Juli. Auf einem weiteren Schild sprach er von einem "Judenschmierer". Nun die nächste Provokation: "Deutschland ist abgebrannt, es lebe das Kanackenland", dichtet der Bergener neuerdings am Gartenzaun.

Nur ein weiterer Fall um die Provokationen des 78-Jährigen: Im Mai wurde ihm seine Reichskriegsfahne vom Masten geholt und in großen Lettern "Nazischwein" an den Holzzaun geschrieben. Darauf bezogen sich vermutlich die Schilder mit dem "Judenschmierer" - doch das könnte Konsequenzen haben. Ein Urlauber erstattete deswegen Anzeige bei der Polizei. 

Ein Schild aus dem Frühjahr 2016.

Wie die Beamten nun mitteilen wurde dieser Anfangsverdacht wegen Volksverhetzung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Von der Staatsanwaltschaft wurde dieser Anfangsverdacht inzwischen bestätigt. "Ein schwieriger Mann", so Bürgermeister Schneider gegenüber der "Jüdischen Allgemeinen", die den Fall ebenfalls aufgriff: "Er weiß genau, was er juristisch darf und genau so weit geht er." Doch der Bergener könnte sich vielleicht doch verschätzt haben.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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