Zwei mögliche Kraftwerksarten

Kirchweidach: Das plant Geo-Energie Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kirchweidach - Die Firma Geo-Energie Bayern hält am Kraftwerksbau in Kirchweidach fest. Derzeit prüft das Unternehmen zwei mögliche Kraftwerke für den Standort.

Erdwärme wird in Kirchweidach mittlerweile schon seit Jahren als Energiequelle genutzt. Die Gemeinde baut ein Fernwärmenetz auf, an das sich die Haushalte anschließen können. Außerdem wird eine Gewächshausanlage im Ortsteil Edt unter anderem mit Erdwärme beheizt - ein Projekt, das bereits ausgezeichnet wurde.

Darüber hinaus laufen seit Jahren die Planungen für ein Kraftwerk, das die Erdwärme in Kirchweidach in Strom umwandelt. Das Projekt ist allerdings nicht frei von Rückschlägen. So hatte Anfang des Jahres Bernhard Gubo, Geschäftsführer von Geo-Energie Bayern, mitgeteilt, dass das Kraftwerk weit weniger Leistung haben werde, als ursprünglich geplant. Auf Anfrage von innsalzach24.de äußerte sich Gubo nun zum aktuellen Stand des Projekts.

Finanzierungsgespräche laufen "auf Hochtouren"

Demnach sind zwei mögliche Kraftwerksanlagen im Gespräch. Für das kleinere Kraftwerk mit einer Leistung zwischen 600 Kilowatt und einem Megawatt habe man bereits die Finanzierungszusage einer örtlichen Bank, erklärte Gubo. Für eine größere Variante mit rund zwei Megawatt Leistung liefen die Finanzierungsgespräche derzeit "auf Hochtouren". Ob man diese Variante wird bauen können, werde sich aber erst in den nächsten Tagen entscheiden. "Wir müssen jetzt eruieren, welche der beiden Lösungen wir in Kirchweidach realisieren können", so der Geschäftsführer.

Dass die Planungen solange dauern, hat Gubo zufolge mehrere Gründe. Zum einen habe man die Finanzierungsgespräche erst mit dem neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz fortsetzen können. "Diese unleidige Strompreisdiskussion hat uns getroffen", so Gubo. Zum anderen verweist der Geschäftsführer darauf, dass der Langzeitpumptest viel länger als geplant gedauert, und dann obendrein nicht die erwarteten Ergebnisse geliefert habe. Die technischen Planungen habe man deshalb entsprechend anpassen müssen, erklärte Gubo. Ursprünglich war die Firma von 150 Litern pro Sekunde bei einer Temperatur von 130 Grad ausgegangen. Inzwischen weiß man aber, dass nur bis zu 120 Liter bei 124 Grad fließen werden. Für die Planungen macht das einen großen Unterschied. "Das ist ein sehr komplexes Kraftwerk", so Gubo.

Kraftwerksbau in Abstimmung mit der Gemeinde

Nicht nur die Pumpentechnologie musste angepasst werden. Auch Netzanschlussanfragen hat die Firma neu starten müssen. Das ursprünglich geplante große Kraftwerk (mit 6700 Kilowatt Leistung) hätte ans zehn Kilometer entfernte Umspannwerk in Pirach angeschlossen werden müssen. Die kleinere der beiden aktuell diskutieren Alternativen mit bis zum einem Megawatt könnte vor Ort ans Netz angeschlossen werden. Nun müsse man sehen, wo man mit einer zwei Megawatt-Anlage landen werde. "Das sind alles ineinander greifende, technische Planungen, die alle ihre Zeit benötigen", so Gubo.

Wann der Kraftwerksbau beginnen wird, kann der Geschäftsführer noch nicht sagen. "Mit viel Glück" könne man in den nächsten sechs bis neun Monaten mit den Bau beginnen. "Aber das hängt jetzt von zwei Faktoren ab", so Gubo. Zum einen könne man nicht bei Schnee und Eis den Bau beginnen, zum andere finde gerade eine Nutzung der Fernwärme durch die Gemeinde statt. "Hier werden die Baumaßnahmen, die wir planen, in ganz, ganz enger Abstimmung stattfinden müssen." Man werde die Wärmeauskopplung durch die Gemeinde in keiner Weise stören, betonte Gubo.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser