Kripo bekämpft erfolgreich Metalldiebstähle

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Landkreis - Nach Monaten der Kupferdiebstähle von Baustellen im Landkreis konnte die Polizei die Täter endlich fassen. Wie die "Kripo Kupfer" ermittelte:

Weil die Anzahl der Fälle von Kupferdiebstählen spürbar zunahm, hatte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bereits vor mehreren Monaten die „Ermittlungsgruppe Kupfer“ bei der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein ins Leben gerufen. Ziel der Ermittler war es, den immer dreister werdenden Buntmetalldieben das Handwerk zu legen, welche sich auf den Diebstahl von Kupferkabeln auf Baustellen spezialisiert hatten. Die Bilanz der Kripo kann sich sehen lassen.

In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Traunstein und den örtlich zuständigen Polizeiinspektionen wurden eine Vielzahl von Fällen übernommen und erfolgreich zielgerichtete Ermittlungen durchgeführt.

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Vier Diebstähle: Kupferkabel heiß begehrt

Zunächst gelang es Beamten der Altöttinger Polizei eine Gruppierung aus dem Raum Neuötting auffliegen zu lassen und der Ermittlungsgruppe Kupfer zu übergeben. Die drei jungen Männer hatten sich mit entsprechendem Werkzeug eingedeckt und ihr Fahrzeug mit dem Einbau einer Seilwinde, mit der man auch schwere Beute in den Laderaum hatte ziehen können, aufgerüstet. Eines nachts zogen sie los, um an einer Baustelle, einem Firmengelände und einem Lagerplatz Buntmetall zu stehlen. Dort wurden sie auf frischer Tat ertappt. Die bereits verhängten Strafen (eine Geld-, eine Bewährungs- und eine Haftstrafe) veranlassten sie sicherlich, ihre relativ kurze Karriere als Kupferdiebe wieder schnell aufzugeben.

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Über 200 Meter Kupferkabel geklaut

250 Meter Starkstromkabel geklaut

Ein nur kurzes Gastspiel bei den Ermittlungen gaben drei reisende Metallsammler aus Osteuropa. Sie wurden beim Aufladen von Metallteilen, die von einer einheimischen Firma abgelegt worden waren, von aufmerksamen Anwohnern in Traunstein angesprochen. Bei einer kurz darauf folgenden Polizeikontrolle wurde auf ihrem Transporter auch Buntmetall festgestellt. Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass sie dieses Metall ordnungsgemäß erworben hatten.

Auf eine wichtige Spur brachte die Beamten dann ein Hinweis aus der Bevölkerung. Dieser rückte schließlich die Täter einer Vielzahl von Diebstählen in den Fokus der Ermittlungen. Bei Durchsuchungen einer Lagerhalle und mehrerer Wohnungen konnte wichtiges Beweismaterial sichergestellt werden. In der Folge wurden drei Männer aus dem Landkreis Mühldorf festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt, der für zwei der Männer im Alter von 27 beziehungsweise 39 Jahren die sofortige Unterbringung in einer Justizvollzugsanstalt anordnete. Ein 20-jähriger Mittäter, der die Haft durch ein umfangreiches Geständnis abwenden konnte, wurde unter entsprechenden Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

Den Männern werden insgesamt 36 Straftaten angelastet, wobei für den Großteil schon Geständnisse vorliegen. Die Ermittlungen ergaben, dass alleine dieser Bande Kupfer und anderes Diebesgut für circa 115.000 Euro bei ihren Beutezügen in die Hände fiel.

Nach Durchsuchungen bei vier Recycling-Firmen, bei denen sie die Beute zu Geld gemacht hatten, wird erst noch von der Staatsanwaltschaft zu entscheiden sein, ob die Verantwortlichen dieser Firmen sich wegen Hehlerei strafbar gemacht haben.

Die Bande ging teilweise sehr dreist vor. So staunten Bauarbeiter beim Eintreffen am Morgen an zwei Baustellen nicht schlecht, als die gesamte Stromversorgung der Baustelle fehlte, einschließlich der Kabel an den aufgestellten Kränen, obwohl diese am Vorabend noch vorhanden waren.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa

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