Unglück im Kulmbacher Freibad

Freibad-Drama: Gründe für die Todessprünge

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Kulmbach - Im Fall der tödlich verunglückten Männer in einem Freibad hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion angeordnet. Die Ergebnisse liegen nun vor:

In der Nacht auf den 26. Juli verstarben im Kulmbacher Freibad zwei junge Männer auf tragische Art und Weise: Sie waren Nachts in das Schwimmbad eingebrochen und sind vom 10 Meter Turm in das leere Schwimmbecken gesprungen. Die beiden Männer, 20 und 24 Jahre alt, verstarben, trotz aller Versuche des Rettungsdienstes, noch an der Unfallstelle an den Folgen ihrer Verletzungen. Seit dem die Kriminalpolizei Bayreuth noch am selben Tag die Ermittlungen aufgenommen hatte, stellte sich die Frage, ob die jungen Männer alkoholisiert oder anderweitig beeinflusst waren.

Nun konnte die Kriminalpolizei den vorhergegangenen Abend weitestgehend rekonstruieren und auch die Ergebnisse der Obduktion liegen vor.

Zuvor mit Freunden gefeiert

Wie infranken.de berichtet, waren die beiden jungen Männer früher an diesem Abend mit mehreren Freunden in der Kulmbacher Innenstadt unterwegs. Gegen Mitternacht sollen sich jedoch die zwei Verunglückten vom Rest der Gruppe abgespalten haben, um dann in das Freibad einzusteigen.

Am Freibad angelangt, überwanden die Beiden den Zaun und stiegen von hinten auf die Sprungturmanlage auf. Ein anderer Aufstieg auf die Anlage wäre auf Grund der fehlenden Treppen, welche wegen der Schließung des Bads abgebaut wurden, nicht möglich gewesen. Von der höchsten Plattform aus sprangen die beiden dann tragischerweise in das leere Becken.

Unter Einfluss von Alkohol, Ecstasy und Cannabis

Wie die rechtsmedizinische Untersuchung nun ergab und wie schon lange vermutet, war keiner der beiden Männer nüchtern. Beide waren alkoholisiert, der jüngere der Beiden hatte gar einen Blutalkoholwert von weit über einer Promille. Zudem standen die Männer unter dem erheblichen Einfluss von Cannabis und Ecstasy, so infranken.de. Dies war höchst wahrscheinlich auch der Grund für den Sprung in das leere Schwimmbecken. Denn wie die Polizei bei einem Test bei gleichen Lichtverhältnissen feststellte, wäre das fehlende Wasser im Schwimmbecken ohne Schwierigkeiten zu erkennen gewesen.

rl

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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