Tödliche Messerattacke auf Miro B.

Angeklagte sei mit Alkohol "unberechenbar" gewesen

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Die 34-Jährige ist angeklagt, Miro B. nach einem Streit getötet zu haben.

Traunstein - Eine 34-jährige Frau soll Miro B. im Oktober 2014 brutal abgestochen und getötet haben. Jetzt muss sie sich vor Gericht dafür verantworten. Was in der Verhandlung bisher geschah:

Update 12 Uhr:

Auch die Nachbarn von Miro B. konnten wenig zur Wahrheitsfindung beitragen: Keiner hatte am Tatabend etwas gehört oder gesehen, was das Tatgeschehen näher beleuchten würde. Ein Bekannter der Angeklagte gab an, sie wenige Tage danach getroffen zu haben. "Sie hatte eine Verletzung im Gesicht. Als ich sie darauf ansprach, erklärte sie, dass sie sich mit B. gestritten und er sie geschlagen habe."

Doch der Zeuge selbst habe zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst, dass Miro B. bereits tot war. "Sie hat dann zu ihren damaligen Freund noch gesagt, dass er auch ins Gefängnis kommt, wenn sie hinter Gitter muss." Für ihn habe das damals aber keinen Sinn gemacht.

Opfer und Angeklagte kamen bei den letzten Zeugenaussagen nicht gut weg: Zuerst berichtete eine Nachbarin des Getöteten, dass er sie sexuell bedrängt habe und zudringlich geworden sei. Ein ehemaliger Bekannter der Beschuldigten erzählte anschließend, wie er vor einigen Jahren von der 34-Jährigen mit einem Messer angegriffen wurde. Bereits damals hatte er bei der Polizei angegeben, dass sie "unberechenbar" sei, wenn sie getrunken habe.

Update 10.40 Uhr:

Die Zeugen am Montagmorgen konnten bislang noch nicht mehr Licht ins Dunkel bringen: Ein Zeuge Jehovas, der am Tatabend in der Wohnung des Opfers war, gab an, dass er von der Angeklagten angespuckt und beschimpft wurde. Danach sei er gegangen. Einheitlich berichten die Zeugen davon, dass die 34-Jährige stark alkoholisiert gewesen sei. Ein Mitarbeiter des "titus" rief sogar einen Krankenwagen, nachdem die Beschuldigte sich vor den Laden gelegt habe.

Unser Vorbericht:

Im Oktober vergangenen Jahres wurde Miro B. tot in seiner Rosenheimer Wohnung gefunden. Todesursache: Ein Messerstich in den Oberkörper. Seit vergangenem Montag muss sich nun eine 34-jährige Frau aus dem Bekanntenkreis des Opfers vor Gericht wegen Totschlags verantworten. Sie soll Miro B. kaltblütig abgestochen haben, während ihr Freund daneben auf dem Bett saß.

Die Angeklagte schwieg am ersten Verhandlungstag zu den Anschuldigungen.

Lesen Sie dazu:

- Ermittlungen laufen auf Hochtouren

- Neue Erkenntnisse im Fall Miro B.

- 33-Jährige verhaftet

- Die Tatverdächtige schweigt

Dafür packte aber ihr damaliger Freund aus: " Sie hat sich mit einem Fuß auf die Couch gekniet und mit dem Messer ausgeholt. Und dann ist es passiert", so der heute 39-Jährige. Das Opfer sei danach noch einmal aufgestanden, "hat kurz geröchelt und ist dann tot umgefallen".

Der Prozess gegen die 34-Jährige wird an diesem Montag fortgesetzt. Chiemgau24.de ist vor Ort und berichtet in Ausschnitten vom Prozess.

Quelle: chiemgau24.de

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