Als erste Kommune bundesweit

Landkreis Altötting führt "Refugee Card" ein

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die "Refugee Card"

Neuötting - Der Landkreis Altötting ist Vorreiter in Sachen Flüchtlings-Versorgung. Er hat als erste Kommune bundesweit die "Refugee Card" eingeführt.

Seit kurzer Zeit sind in der alten Dragenopharm-Halle in der Lohgerberstraße in Neuötting rund 250 Flüchtlinge untergebracht. Dabei handelt es sich wie bei der Dreifachturnhalle am Hallenbad um eine Notaufnahmeeinrichtung, in der die Asylbewerber in erster Linie von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des BRK und Mitarbeitern des Landratsamtes unter anderem mit Nahrung, Kleidung und Hygieneartikeln versorgt werden.

Darüber hinaus erhielten die in den Notaufnahmeeinrichtungen untergebrachten Personen bislang ein sogenanntes Taschengeld, um persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens decken zu können. Mit diesem Bargeld konnten die Flüchtlinge beispielsweise Prepaid-Karten für das Handy erwerben oder Dienstleistungen wie Friseurbesuche in Anspruch nehmen.

Vor kurzem hat der Bundesgesetzgeber jedoch das Asylbewerberleistungsgesetz geändert. Im Zuge dieser Novelle soll das Taschengeld nicht mehr wie bisher in Form von Barleistungen ausbezahlt werden, sondern als Sachleistung erbracht werden. 

Aufgrund dieser Gesetzesänderung hat der Landkreis Altötting nun als erste Kommune die sogenannte Refugee Card eingeführt. Auf diese Karte, die jeder Erwachsene erhält, der in der Notaufnahmeeinrichtung untergebracht ist, wird der jeweils zustehende Taschengeldbetrag gebucht. Im Anschluss kann die Person bei zahlreichen Akzeptanzpartnern aus unterschiedlichen Branchen, die sich im Umgriff der Unterkunft befinden, einkaufen und Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Landrat Erwin Schneider: „Mit der Einführung der Refugee Card setzen wir die Vorgaben des Gesetzgebers eindeutig um. Es kam regelmäßig vor, dass Teile des Taschengeldes ins Ausland verschickt wurden. Mit der Einführung der Refugee Card kann dies nun wirksam verhindert werden. Darüber hinaus bauen wir die Wartezeiten an der Kasse, die mit der Auszahlung des Taschengeldes zusammenhingen, für die Bürgerinnen und Bürger ab.“

Pressemitteilung Landratsamt Altötting

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser