Totale Mondfinsternis

In der Nacht auf Montag wurde der Mond blutrot 

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Landkreis - In der Nacht von Sonntag auf Montag gab es ein Himmelsspektakel der besonderen Art. Nach vier Jahren gab es erstmals wieder eine totale Mondfinsternis. **User-Bilder**

UPDATE - mit User-Bildern:

Für Interessierte:

- Vortragsreihe Licht +

- Sternwarte Rosenheim

In der Nacht von Sonntag auf Montag gab es ein Himmelsspektakel der besonderen Art.  Ab 3.07 Uhr begann der Kernschatten der Erde kontinuierlich die Mondscheibe abzudecken, der Mond stand zu diesem Zeitpunkt im Südwesten. Zwischen 4.11 und 5.24 Uhr war der Mond dann total verfinstert, der Höhepunkt der Verdunkelung war um 4.47 Uhr. Um 6.27 Uhr konnte man keinen Erdschatten mehr am Mond erkennen.

Fotos von der totalen Mondfinsternis

Der Vorbericht:

In der Nacht von Sonntag auf Montag findet nach vier Jahren wieder eine totale Mondfinsternis statt. Die nächste absolute Finsternis findet erst wieder im Jahr 2029 statt. Andere völlige Finsternisse in den Jahren 2019, 2025 und 2028 liegen teilweise in der Dämmerung, und sind daher nicht so gut zu beobachten. 

Alle Frühaufsteher und Astronomie-Fans können die gesamte Verdunkelung des Mondes von 3.07 Uhr bis 6.27 Uhr beobachten. Die Besonderheit der Mondfinsternis ist, dass der Vollmond komplett in den Erdschatten eintaucht und sich dadurch "rötlich-braun" färbt. Daher nennt man das Ereignis "Blutmond". Die Färbung entsteht durch Licht, das durch Brechung und Streuung in der Erdatmosphäre in den Erdschatten gelangt.  

Wenn das Wetter mitspielt, kann man nach über sieben Jahren endlich wieder eine totale Mondfinsternis vollständig über Mitteleuropa erleben. Sonne, Erde und Mond stehen an diesem Tag im Raum genau auf einer Linie aufgereiht, sodass der Schattenwurf der Erde auf der von der Sonne abgewandten Seite den Mond trifft. Aus diesem Grund ist auch nicht jeder Vollmond eine totale Mondfinsternis.Die Laufbahn des Mondes ist gewöhnlich um fünf Grad gegen die Bahn der Erde um die Sonne geneigt. Nur selten kommt es dazu, dass die drei Himmelskörper in einer Reihe stehen. 

Ablauf der Mondfinsternis 

Zeitlicher Ablauf der Mondfinsternis:

2.10 Uhr: Mond tritt in den Halbschatten

3.07 Uhr: Lauf durch den Kernschatten

4.47 Uhr: Höhepunkt der Finsternis

6.27 Uhr: Austritt aus dem Kernschatten

Der Vollmond zieht in der Nacht vom 27. auf den 28. September durch den Kernschatten der Erde und wird dabei verfinstert. Zu Beginn um 2.10 Uhr tritt der Mond kaum merkbar in den Halbschatten der Erde ein.  Ab 3.07 Uhr startet der Lauf durch den Kernschatten, sichtbar dadurch, dass der Mond vom oberen linken Rand her dunkler wird. Um 4.47 Uhr wird die Mitte der Finsternis verzeichnet, dabei ist die gesamte Mondscheibe verfinstert. Nach der totalen Dunkelheit beginnt es zu dämmern. Zu beobachten ist nur noch der Austritt aus dem Kernschatten gegen 6.27 Uhr.

Das Spektakel kann man am besten an einer dunklen Stelle außerhalb der Ortschaft mit bloßem Auge oder eventuell mit Unterstützung eines kleinem Fernglases mitverfolgen. Besonders die Bewohner im Landkreis Rosenheim haben mit dem Bergpanorama im Süden einen außergewöhnlichen Anblick. 

Obwohl einige Gerüchte kursieren, dass uns durch den Blutmond ein Weltuntergang bevorstehe, kann dies mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Es kann zwar durch das Zusammenfallen von Vollmond und Erde zu Springfluten und Spannungen in der Erdkruste kommen, jedoch erwarten uns keine schlimmeren Folgen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtete, hat sogar die US-Weltraumorganisation Nasa die Weltuntergangsgerüchte dementiert. 

Falls Sie zu den Frühaufstehern und Astronomie-Fans gehören, die sich diesen einmaligen Vorgang festhalten möchten, dann würden wir und sehr über ein paar Bilder des Blutmondes freuen! Schicken Sie uns einfach Ihr schönstes Foto an: redaktion@ovb24.de.

ls/sh

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