Tests laufen ein halbes Jahr

Probebetrieb des Digitalfunk ist gestartet

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Landkreis - Am Montag ist der Startschuss gefallen. Jetzt können Hilfsorganisationen den Digitalfunk nutzen, wenn auch nur probeweise. Wie lange genau der testweise Betrieb läuft:

Am Montag startet in den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn und Traunstein der sogenannte erweiterte Probebetrieb im Digitalfunk. Das hierfür notwendige Funknetz wurde zwischenzeitlich "online" geschalten. Nun können alle Hilfsorganisationen das neue digitale Sprechfunknetz für sechs Monate intensiv testen und die notwendigen Vorbereitungen zur Umstellung in die Wege leiten.

Der Traunsteiner Landrat und Verbandsvorsitzende des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Traunstein Siegfried Walch startete in der Integrierten Leitstelle Traunstein symbolisch den erweiterten Probebetrieb.

Schulungen und Tests stehen an

Während des Probebetriebes werden zahlreiche Schulungsmaßnahmen für die späteren Nutzer sowie viele Tests im Digitalfunknetz stattfinden. Gleichzeitig werden alle Hilfsorganisationen die Einsatzfahrzeuge für den späteren Echtbetrieb Zug um Zug umrüsten. Auch die Integrierte Leitstelle (ILS) in Traunstein wird dazu in den nächsten Monaten auf die neue Technik ertüchtigt.

Der Digitalfunk ist für eine Kommunikation unter den Rettungsorganisationen von entscheidender Bedeutung um im Ernstfall sicher und zuverlässig helfen zu können. Hier sind die im Moment vorhandenen analogen Funknetze bereits seit langem an die Grenze der Belastbarkeit gestoßen.

Bauliche Erweiterung nötig 

Um für die technischen Anforderungen gerüstet zu sein wird derzeit das Gebäude des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Traunstein baulich erweitert. Neben der ILS wird der Zweckverband künftig die sogenannte Taktisch-Technische Betriebsstelle Digitalfunk unterhalten, die als verwaltende und technisch unterstützende Einheit den über 200 Feuerwehren im Zuständigkeitsbereich zur Verfügung steht. Für die Nutzer wird hiermit eine bestmögliche Betreuung gewährleistet.

Eine der letzten Regionen, die umstellt

Das Gebiet der Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf a. Inn und Traunstein ist einer der letzten Bereiche in Bayern, welcher auf Digitalfunk umgestellt wird. Die bayerischen Hilfsorganisationen funken zum größten Teil bereits digital mit sehr guten Erfahrungen. Auch der Belastungstest im Rahmen des Gipfels von Elmau verlief sehr positiv. Auf die dort gewonnen Erkenntnisse kann im ILS-Bereich Traunstein zurückgegriffen werden.

Die regionale Projektgruppe, die von der Projektgruppe DigiNet des Bayerischen Innenministeriums schon seit gut eineinhalb Jahren betreut wird, hat für die Organisationen eine sehr große Vorarbeit zur Erreichung des Projektziels geleistet.

Landrat und Verbandsvorsitzender Siegfried Walch sprach allen beteiligten Personen seinen Dank aus. Mit der Einführung des Digitalfunks kann die Arbeit der Hilfsorganisationen weiter optimiert und damit die Sicherheit der Bürger wieder ein Stück verbessert werden.

Pressemitteilung Zweckverband für Rettungsdienst- und Feuerwehalarmierung Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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