Was sich jetzt schon sagen lässt:

Grobe Prognosen: Wann kommt der Schnee?

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Landkreis - Wenige Monate vor dem Winter steigt das Interesse an der kalten Jahreszeit. Wann kommt der erste Schnee und wie streng wird der Winter dieses Jahr?

Bei diesen Fragen stoßen die klassischen Wettervorhersagen an ihre Grenzen. Zu verlässlichen Vorhersagen sind Meterologen in der Regel nur über einen Zeitraum von etwa einer Woche in der Lage. Bei der Frage nach einer weißen Weihnacht müssen sich die Experten auf Klimatrends und Statistiken verlassen.

Wie wird nun der Winter 2015/2016?

Sicher ist hier leider noch nichts. Wie der Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net schreibt, zeichnet einer der renommiertesten Wetterdienste, die US-Amerikanische NOAA, in seinem Trend für den europäischen Winter 2015/2016 das Bild einer über durchschnittlich warmen Zeit von Dezember bis Februar. Gleichzeitig erwarten die Meteorologen jenseits des Atlantik stärkere Niederschläge in Westeuropa und damit auch in Deutschland.

Anders sehen es die Experten auf dem alten Kontinent. Einige britische Wissenschaftler kamen Anfang September zu dem Schluss, dass uns dieses Jahr ein besonders eisiger Winter ins Haus steht. Sie stützen ihre These auf das südamerikanische Wetterphänomen "El Nino" welches bereits 2010 zu besonders strengen Wintermonaten in Großbritannien und Europa führte.

Wann kommt jetzt der Schnee?

Zunächst gilt die Faustregel: um so höher man wohnt, desto früher kann man mit der weißen Pracht rechnen. Während in Hochlagen der Alpen schon im Spätsommer der erste Schnee vom Himmel rieselt, dauert es in mittleren Lagen meist bis Ende November oder etwa Anfang Dezember. Auch kann man sich an den Schneefällen der letzten Jahre orientieren. Der deutsche Wetterdienst hat hierzu eine Karte veröffentlicht die sich der Werte aus 30 Jahren Wetterbeobachtung bedient. Hier kann jeder nachsehen, wann seine Region im Mittel unter einer Schneedecke verschwindet.

Die Vorhersage für die nächsten Tage

Aktuell bringen mindestens bis zur Wochenmitte atlantische Tiefausläufer wolkenreiche, feuchte, aber auch einigermaßen milde Luft nach Deutschland. Danach deutet die Mehrheit der Wettermodelle eine neue, kräftige Hochdruckentwicklung über Nordeuropa an. Deutschland würde an der Südflanke der Hochdruckzone in eine östliche Strömung gelangen. Inwieweit kühlere Kontinentalluft aus Osteuropa "angezapft" und bis nach Deutschland geführt werden kann, bleibt abzuwarten. Die Statistik steht in jedem Fall noch auf der Seite der Wärmeliebhaber...


Lukas Nadler/Pressemitteilungen Deutscher Wetterdienst und vom

 Meteorologen Dominik Jung

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