Flüchtlingssituation in Freilassing

Darum werden diese Spenden gebraucht

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Die Flüchtlinge kennen kein Sprudelwasser und Leitungswasser abfüllen würde aus hygenischen Gründen zu aufwendig.

Landkreis Berchtesgadener Land - Wären Transitzonen eine Lösung für den nicht endenden Flüchtlingsstrom an den deutschen Grenzen? Und warum brauchen die Flüchtlinge genau diese Lebensmittel?

Update, 12 Uhr:

Die Organisation 'Freilassing hilft' bittet täglich um Lebensmittel und Sachspenden. Dabei wird genau beschrieben, was benötigt wird. Stilles Wasser 0,5 l und Kindersäfte 0,2l, Bananen und Äpfel, sowie Milchbrötchen und mini-Schokocroissants sind es derzeit. Warum genau diese Lebensmittel, stellt sich die Frage in der Bevölkerung. "Ganz einfach", erklärt ein Sprecher der Caritas. "Aus hygenischen Gründen." Äpfel und Bananen sind gesund und füllend, außerdem haltbar, günstig und es ist offensichtlich, wenn sie verdorben sind. So ist die Lagerung einfacher. "Für Wurst und Käse fehlt uns schlichtweg die Kühlung."

Stilles Wasser wird den Flüchtlingen angeboten, da diese kein Sprudelwasser kennen. Leitungswasser müsste vorher abgefüllt werden, da sind die gekauften Flaschen teilweise sogar billiger und vor allem hygenischer, da die leeren Flaschen ja wieder ausgekocht werden müssten. Die Liste kommt also nicht zustande, weil die Flüchtlinge Ansprüche erheben, sondern aus rein hygenischen Gründen.

Sachspenden für die Unterkunft in der Sägewerkstraße

Nach wie vor werden für die Flüchtlinge noch geschlossene Herrenschuhe in allen Größen benötigt. Außerdem Winter- und Sweatshirt-Jacken in den Größen S, M und L. Die Annahme ist täglich von 9 bis 17 Uhr am Infopunkt der Caritas in der Sägewerkstraße Freilassing.

Wer lieber Geld spenden will, kann das unter:

Verein Europäischer Zwillings- und Mehrlingsfamilien e. V. Spendenkonto:

VR RB Oberbayern Südost

IBAN: DE 787 109 000 000 002 310 45

BIC: GENODEF1BGL

Verwendungszweck: “FreilassingHilft”

Wichtig ist es, den Verwendungszweck anzugeben, damit die Spenden für “FreilassingHilft” verwendet werden können. Für eine Spendenquittung bitte eine Mail an: das-kontakt@freilassing.de.

Natürlich können auch immer noch freiwillige Helfer gebraucht werden:

Alle Helfer können sich in Schichten eintragen lassen - dazu bitte am Infopunkt der Caritas vorbeikommen oder unter der +49 152 59657894 anrufen (beide täglich von 9 bis 17 zu erreichen). In der Sägewerkstraße kann von 9 bis 13 Uhr und von 13 Uhr bis 17 Uhr gearbeitet werden; am Bahnhof von 8 bis 12, von 12 bis 16 und dann nochmals bis 20 Uhr.

Vorbericht:

Grabner trifft sich mit Seehofer

"Grundsätzlich ist das Thema Transitzonen überlegenswert", äußerte Grabner sich gegenüber BGLand24. Allerdings müsse man erst abwarten, wie diese Zonen aussehen sollen. Wie groß sollten sie werden und wo sollen sie entstehen? Deshalb trifft sich der Landrat am Mittwochabend mit Ministerpräsident Horst Seehofer, dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und Bayerns Sozialministerin Emilia Müller, um darüber zu diskutieren, wie eine konkrete Lösung aussehen könnte.

Landrat Georg Grabner will erst wissen, wie genau die Transitzonen aussehen sollen, um dann zu entscheiden, ob das im Berchtesgadener Land möglich ist.

"Mir würde derzeit keine Liegenschaft im Landkreis einfallen, die für 10.000 Leute ausgerichtet ist", machte Grabner seine Zweifel deutlich. Für ihn müsse klar festgelegt werden, wie grenznah diese Transitzonen sein müssen und wie viele Menschen dort kurzfristig Platz finden können.

Kurzfristig war am Dienstag auch der Aufnahmestopp von Flüchtlingen an der Grenze zu Salzburg. Wie Bayernwelle Südost berichtet, sei die Notunterkunft in Freilassing überfüllt gewesen. Deshalb habe man eine zweite Industriehalle hergerichtet, erklärte das Landratsamt am Dienstagnachmittag. Dort wurden insgesamt in der Nacht über 1.600 Menschen untergebracht. 1.000 Flüchtlinge warten auf Salzburger Seite auf ihre Einreise.

cz

Quelle: BGland24.de

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