Aktionswoche der bayerischen Feuerwehren

"Komm, hilf mit! Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit" 

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Landkreis - "Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit. Komm, hilf mit!" mit diesem Aufruf werben die bayerischen Feuerwehren in dieser Woche für den aktiven Feuerwehrdienst.

Die Aktion wurde von der kleinsten bis zur größten Feuerwehr in Bayern ausgerollt. Auch die Feuerwehren des Landkreises Altötting, welche mit 2400 Mitgliedern die größte Hilfsorganisation des Landkreises bildet, beteiligen sich an dieser Kampagne des Landesfeuerwehrverbands unter der Schirmherrschaft von Innenminister Joachim Herrmann.

Durch den Klimawandel sind unsere Einsatzkräfte im Katastrophenschutz unverzichtbar. Mit der Kampagne des LFV will man zum einen auf das breite Aufgabengebiet der Feuerwehr aufmerksam machen, aber auch neue Mitglieder gewinnen. Nur wenn auch die Feuerwehrzukunft gesichert ist, kann die Technik zum Schutz aller Bürgerinnen und Bürger sichergestellt werden. Technisch ist man in Sachen Katastrophenschutz im Landkreis gut aufgestellt.

Feuerwehren sind für den Ernstfall gewappnet

Bei der Regierung von Oberbayern hat der Landkreis Altötting Katastrophenschutzkontingente angemeldet, die auch andere Landkreise, Bundesländer und europäische Mitgliedsstaaten im Ernstfall abrufen können. Ein Standardhilfeleistungskontingent, zum Beispiel zur Brandbekämpfung mit zwei Löschzügen wurde gemeldet.

Aber auch für Hochwasser, Ölwehr, ABC-Abwehr ist man gerüstet. So ist etwa in Mehring und Haiming je eine Sandsackabfüllmaschine stationiert, die sehr schnell transportiert werden können und je nach Bedarf eingesetzt werden können. Wie Robert Eder von der FF Mehring erklärt, können mit einer solchen Maschine und gutem Personal etwa 2000 Säcke in der Stunde abgefüllt werden.

Die Fotos zur Feuerwehr-Kampagne

Auch ein Katastrophenschutzboot, das in Neuötting stationiert ist, steht für den Einsatz bereit. Um die Ausbildung der Bootsführer kümmern sich die Neuöttinger Feuerwehrmänner Josef Schallmoser, Dominik Gastel und Markus Schachinger. Derzeit gibt es allein in der Neuöttinger Wehr 19 ausgebildete Bootsführer, die das 220 PS starke Gefährt im Ernstfall bedienen dürfen. Das Boot ist für eine Zuladung von 1500 kg ausgelegt.

Neueste Errungenschaft ist ein Echelot

So kann im Ernstfall vom Wasser aus gelöscht werden, Transporte übernommen werden oder auch eine Ölsperre eingezogen werden. Neueste Errungenschaft ist ein Echolot, das großteils auch auf dem Neuöttinger Boot zum Einsatz kommen soll. Mit dem Echolot können Personen oder Gegenstände unter Wasser mittels Schallimpulsen aufgenommen werden. Im Landkreis sind des Weiteren noch eine Hochleistungspumpe mit einer Leistung von 18m³ pro Minute und ein Dekon-P stationiert.

Der Dekon-P (Dekontaminationslastkraftwagen Personal) wurde 2013 an den Landkreis übergeben und ist seither bei der Altöttinger Wehr untergestellt. Von dort aus war das Fahrzeug auch bei Großschadensereignissen wie in Deggendorf und zuletzt auch in Simbach im Einsatz. Ein weiteres Fahrzeug des Bundes ist in Altötting stationiert: Der ABC-Messbus mit umfangreichen Mess- und Auswertegeräten.

330.000 Euro wurden vom Landkreis in den Katastrophenschutz investiert

Kreisbrandrat Werner Huber ist stolz auf die Feuerwehren im Landkreis Altötting. "Es ist wichtig, dass wir uns als größte Hilfsorganisation des Landkreises rüsten", so Huber und lässt nochmal auf die Ereignisse des Hochwassers in Simbach erinnern. Auch hier war der Katastrophenschutz gefordert. Der Landkreis Altötting war bei diesem Ereignis an vier Tagen mit je 120 Kräften gefordert.

Auch Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer lobte das Thema. "Ich halte es für gut, das Thema in den Mittelpunkt zu stellen, gerade weil wir es so nah erfahren haben", so Hofauer. In den Katastrophenschutz hat der Landkreis in den letzten neun Jahren rund 330.000 Euro investiert. Vom Bund gab es eine Zusage in drei Jahren 57 Millionen Euro zu investieren. Bis Dato wurden hiervon nur rund 40 Millionen Euro ausgegeben. Vom Bund gibt es hier also noch Nachbesserungsbedarf.

Unter der Homepage www.ich-will-zur-feuerwehr.de vom LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V. kann im Übrigen jede/r Feuerwehrinteressierte erfahren, wie einfach es ist sich ehrenamtlich zu engagieren.

Pressemitteilung TimeBreak21

Quelle: innsalzach24.de

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