Marihuanafelder im Jagdrevier

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Sonnenblumenfeld, dazwischen Cannabispflanzen.

Erding - Vergangenen Dienstag wurde bei einem 15-jährigen Hauptschüler wegen des Verdachts auf illegalen Drogenbesitzes das Zimmer in der elterlichen Wohnung in Erding durchsucht.

Dabei wurde eine Plastiktüte mit selbst angebautem Marihuana sichergestellt. Der Junge gab an, das das Marihuana zusammen mit einem Freund von einem Feld im westlichen Landkreis Erding gepflückt zu haben. Eine Überprüfung durch die Kripo Erding ergab, dass es sich um insgesamt fünf Felder mit rund 600 Cannabispflanzen handelte.

Die weiteren Ermittlungen führten zum örtlichen Jagdpächter, einem 48-jährigen Kaufmann. Dieser räumte ein, auf die Felder eine Samenmischung für Raps, Senf, Mais, Hafer und Sonnenblumen ausgebracht zu haben. Die Pflanzen sollten der Winteräßung des Wildbestandes dienen. Dass sich darunter auch Cannabissamen befand, sei ihm nicht bewußt gewesen.

Die Pflanzen hatten bereits eine Größe von etwa 100 bis 250 cm erreicht. Die Felder wurden fachgerecht gesäubert und die Pflanzen sichergestellt. Die Ermittlungen richten sich nun gegen den Jagdpächter wegen unerlaubten Anbau von Cannabis.

Nach Hinweis der Erdinger Kripo kommt es zu derartigen illegalen Anpflanzungen immer wieder. Das dazu verwendete Samengut hingegen ist meist zur Tierfütterung (z.B. Vogelfutter) bestimmt. Wird es zweckentfremdet verwendet, kommt es zu illegalen Cannabisanpflanzungen. Die Kripo Erding weist deshalb eindringlich darauf hin, Samenmischung vor deren Ausbringung entsprechend zu prüfen. Andernfalls ist mit ernsthaften strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.

Polizeipräsidium Oberbayern Nord

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