Zwei Menschen bei CO-Austritt verletzt

Frau (24) bewusstlos - Gesundheitliche Probleme?

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In der Steinherrstraße wurden zwei bewusstlose Personen aufgefunden.

Marktl - In einer Asylbewerber-Unterkunft in der Steinherrstraße wurde am Sonntagabend eine 24-Jährige bewusstlos aufgefunden. Waren gesundheitliche Probleme der Auslöser?

Polizeimeldung, 14.45 Uhr:

Am Sonntag, 26. April, gegen 21.45 Uhr, setzte ein 30-jähriger Familienvater aus einem Mehrfamilienhaus in Marktl einen Notruf ab, da er seine 24-jährige Ehefrau in bewusstlosem Zustand in der Küche fand.

Kurz zuvor hatte der 30-Jährige mit seiner Frau und den beiden Kindern (fünf und drei Jahre alt) einen Spaziergang gemacht. Der eingetroffene Rettungsdienst äußerte einen Verdacht auf Rauchgasvergiftung, woraufhin mehrere Feuerwehren verständigt wurden.

Die 24-Jährige wurde vom Notarzt erst versorgt und dann mit dem Rettungswagen ins Kreisklinikum Traunstein verbracht. Auf dem Weg dorthin kam sie wieder zu Bewusstsein. Die anderen Familienmitglieder, der Vater und die beiden Kinder, wurden zur ärztlichen Überwachung vorsorglich ins Kreisklinikum Altötting verbracht.

Vorsorglich wurde auch einer zweiten siebenköpfigen Familie, die im Erdgeschoß wohnt, durch die Gemeinde Marktl für die Nacht eine Ersatzunterkunft zur Verfügung gestellt.

Nach weiteren Untersuchungen und Ermittlungen der Kriminalpolizeistation Mühldorf und der Polizeiinspektion Altötting konnten keinerlei technische Defekte im oder am Haus festgestellt werden. Auch fanden sich keine Spuren von einer evtl. Rauchgasvergiftung bei der betroffenen Familie.

Die plötzliche Bewusstlosigkeit der 24-Jährigen dürfte vermutlich im gesundheitlichen Bereich gelegen haben.

Pressemeldung Polizeiinspektion Altötting

UPDATE, 9.25 Uhr:

Der Marktler Bürgermeister Hubert Gschwendtner war am Sonntagabend selbst vor Ort. "Die Situation war recht bedrückend und dramatisch auf den ersten Blick, recht erschütternd. Es hat im ersten Augenblick nicht gut ausgeschaut", sagte Gschwendtner am Montagmorgen gegenüber innsalzach24.de. Vor allem der Gesundheitszustand der Mutter, die mit dem Hubschrauber hatte abtransportiert werden müssen, bereitete dem Bürgermeister Sorgen. Nach Informationen der Polizei befindet sich die junge Frau aber genau wie ihr dreijähriger Sohn inzwischen auf dem Weg der Besserung. "Es ist doch nicht so schlimm, wie wir vermutet haben. Gott sei Dank", sagte Gschwendtner.

Weil das Haus evakuiert werden musste, brauchten die anderen Asylbewerber – mehrere afghanische Ehepaare, eines davon mit drei Kindern – dringend ein Quartier für die Nacht. Weil es da schon nach 23 Uhr war, hat Gschwendtner in Marktl aber auf die Schnelle niemanden mehr erreicht. "Dann habe ich sie auf Niedergottsau gebracht. Die Feuerwehr hat mich dabei unterstützt", so der Bürgermeister. Gschwendtner war auch jetzt schon wieder auf dem Sprung nach Niedergottsau (Gemeinde Haiming). Einer der Asylbewerber muss für Erledigungen zum Landratsamt gebracht werden. Gschwendtner hofft, dass die afghanischen Familien noch heute im Laufe des Tages in die Marktler Unterkunft zurückkehren können.

Die Ursache des CO-Austritts ist nach letzten Informationen der Polizei noch immer unklar.

UPDATE, 7.20 Uhr:

Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Anfrage von innsalzach24.de am Morgen mitteilte, ist die Ursache des CO-Austrittes immer noch unklar. "Die Feuerwehr hat bei ihrem Einsatz einen erhöhten CO-Wert gemessen! Daraufhin sind alle Feuerstellen im Haus überprüft worden, die aber alle in Ordnung waren", sagte Pressesprecher Jürgen Thalmeier.

Ein Fremdverschulden kann noch nicht völlig ausgeschlossen werden, jedoch lägen nach jetzigem Ermittlungsstand dafür "keinerlei Anhaltspunkte" vor, so Thalmeier weiter. Die beiden verletzten Personen, eine Mutter und ihr Sohn, befinden sich bereits auf dem Weg der Besserung.

UPDATE, Montag, 7 Uhr:

Am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr wurde der Rettungsdienst du zwei bewusstlosen Personen in die Marktler Steinherrstraße gerufen. Vor Ort lag der Verdacht eines CO-Austritts nahe, so dass die Rettungsdienstbesatzung die Feuerwehr nachalarmierte. Durch vier Atemschutztrupps der Feuerwehren aus Marktl, Stammham und Perach wurde das komplette Wohnhaus, in dem derzeit elf Asylbewerber, darunter auch mehrere Kinder, untergebracht sind, abgesucht.

Eine Ursache für einen möglichen Gas-Austritt konnte zunächst nicht gefunden werden Die Heizmöglichkeiten im Gebäude waren kalt, auch eine andere mögliche Ursache konnte nicht festgestellt werden. Von der Feuerwehr Neuötting wurde ein CO-Messgerät angefordert, mit dem ein geringer, jedoch noch nicht gefährlicher Wert von etwa 25ppm gemessen werden konnte.

Feuerwehreinsatz in Marktl

Der Marktler Bürgermeister kümmerte sich noch vor Ort um die Unterkunft der Asylbewerber. Diese verbrachten die Nacht schließlich in einer Pension in Haiming.

Die Erstmeldung:

Gegen 21.30 Uhr wurde der Rettungsdienst alarmiert, weil in einem Wohnhaus in der Steinherrstraße zwei bewusstlose Personen aufgefunden wurden. In dem Haus sind Asylbewerber untergebracht.

Der Rettungsdienst hat die Feuerwehr nachalarmiert, da die Ursache in einem Gasaustritt zu suchen sein könnte. Die genaue Ursache steht bislang nicht fest. Die Feuerwehr Neuötting wurde mit einem Gas-Messgerät nachbeordert.

Timebreak21/bp/mw/bla

Quelle: innsalzach24.de

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