Nach Vergabe-Skandalen

Wieder mehr Organspender und gespendete Organe in Bayern

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Ein Mediziner trägt einen Behälter zum Transport von Organen. In Bayern gibt es wieder mehr Spender.

Frankfurt/Main/München - Nach einem Einbruch infolge von Vergabeskandalen ist die Zahl der Organspender in Bayern zuletzt wieder gestiegen.

Von Januar bis Oktober spendeten 119 Menschen im Freistaat ein Organ, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag bei ihrem Jahreskongress in Frankfurt mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es 101, ein weiteres Jahr davor 102. In den ersten zehn Monaten 2010 bis 2012 waren es allerdings jeweils mehr als 135 gewesen, in der Spitze sogar 166.

Mit den spürbar steigenden Zahlen bei den Organspendern liegt der Freistaat über dem Bundestrend: Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Zahl der Organspender bis zum Oktober um 3,2 Prozent nur leicht an. 736 statt 713 Menschen gaben in diesem Jahr bislang nach ihrem Tod Organe an Kranke weiter.

Dabei wurden deutschlandweit 2455 Organe entnommen (Vorjahr: 2501). In Bayern stieg diese Zahl von 346 auf 407. Die im Freistaat entnommenen Organe können auch Patienten in anderen Bundesländern und im Ausland eingepflanzt werden.

Mehr als 10 000 Kranke warten in Deutschland auf ein neues Organ. Die DSO mit Sitz in Frankfurt koordiniert alle postmortalen Spenden. Unregelmäßigkeiten bei der Auswahl der Empfänger hatten das Vertrauen der Bürger in die Organspende erschüttert.

dpa

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