Gewaltdelikte und Widerstände gegen Münchner Bundespolizisten

Bundespolizei erlebt gewalttätiges Wochenende - schuld ist Alkohol

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München - Kein Wochenende vergeht, ohne dass es in Münchner Bahnhöfen zu alkoholbedingten Körperverletzungsdelikten und Widerständen kommt. Besonders in den Nacht- und frühen Morgenstunden, wenn die "Feiernden" oder Fußballanhänger auf dem Nachhauseweg sind. 

Am Sonntagmorgen versuchte ein 18-jähriger Nigerianer gegen 01:06 Uhr vor einem Schnellimbiss am Ostbahnhof - nach vorangegangener verbaler Streitigkeit, einem Bahnsicherheitsmitarbeiter unvermittelt mit angewinkeltem Ellenbogen in den Rücken zu springen. Eine unbekannte Person konnte noch rechtzeitig eingreifen und den Westafrikaner stoppen.

Fast zur gleichen Zeit bepöbelte ein 16-jähriger Nigerianer (0,66 Promille Atemalkohol) am Haupteingang mehrere Reisende. Als eine Streife versuchte den Nigerianer von einer größeren Personengruppe fernzuhalten bzw. zu trennen, leistete der Nigerianer den Beamten Widerstand. Er schlug mit den Armen nach den Beamten und baute sich aggressiv durch wiederholt aggressives Aufbäumen mit dem Körper vor den Bundespolizisten auf. Zudem schlug er gezielt mit dem Ellenbogen in Richtung eines Beamten, traf diesen jedoch nicht.

Gegen 01:35 Uhr war ein 23-jähriger gebürtiger Togolse am Ostbahnhof in eine verbale Auseinandersetzung verwickelt, die drohte zu einer körperlichen zu eskalieren. Der mit 1,88 Promille im Atem Alkoholisierte kam mehreren Platzverweisen nicht nach. Als er nach Androhung körperlicher Gewalt aus dem Bahnhof geschoben werden sollte, versuchte er nach einem Beamten zu schlagen und im weiteren Verlauf, als er sich heftig gegen die Festnahme heftig wehrte, auch zu spucken.

Bereits am Samstag (9. April) war zu Gewaltdelikten und auch Widerstandshandlungen gekommen.

Kurz nach Mitternacht randalierte ein 24-jähriger Pole an einem Imbiss am Südausgang des Münchner Hauptbahnhofes. Gegen einen Platzverweis wehrte er sich, wurde daraufhin zur Wache verbracht. Dort spuckte er einen Beamten an und versuchte nach einem anderen zu treten.

Kurz nach 6 Uhr wurde ein 20-jähriger Thailänder von Mitarbeitern des zivilen Prüfdienstes in einer stadtauswärts fahrenden S2 nach seinem Fahrschein kontrolliert. Dabei bemerkte der Mann, der in Dachau wohnt, dass er seine Geldbörse und sein Handy verloren hatte. Nach erstem Ermittlungsstand händigte der Kontrollierte darauf einen Brief aus, der seine aktuellen Personalien enthielt. Da der Brief vertraulich ist, forderte der Thailänder den Bahnmitarbeiter auf, ihm das Schreiben sofort zurückzugeben. Als der Prüfdienstmitarbeiter dies verweigerte, kam es zwischen dem mit 1,22 Promille alkoholisierten Thailänder zu einem Gerangel. Die drei Prüfschaffner drängten den Mann aus Dachau am Haltepunkt zur Türe hinaus. Am Bahnsteig soll ein Bahnmitarbeiter den Thailänder an eine Werbetafel gedrückt, der Thailänder ihm in den Bauch getreten haben. Die drei Kontrollschaffner überwältigten den Thailänder.

Bereits am Freitagmittag schlug ein 18-jähriger Slovake nach verbaler Streitigkeit gegen 12:30 Uhr einem 19-jährigen aus Ramersdorf ins Gesicht.

Nach der Zweitligabegegnung des TSV 1860 gegen die SpVgg Greuther Fürth gerieten am Münchner Hauptbahnhof gegen 21:35 Uhr zwei Männer beider Clubs am Gleis 24 in Streit. Hierbei kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren unbekannten Personen, bei der eine 21-Jährige aus der Fürther Südstaat mit einem Faustschlag unterhalb des linken Auges verletzt wurde. Nach ersten Ermittlungen ging der Streit von einem 35-jährigem Löwenfan aus Bad Tölz aus, der sein Gegenüber, einen 24-jährigen Franken, mit einem Faustschlag am Hinterkopf verletzt haben soll. Beim Beschuldigten wurde eine Atemalkoholkonzentration von 1,87 Promille im Blut festgestellt; bei den beiden Fürthern von 2,29 bzw. 0,61 und bei vier Zeugen von 0,52 bis 1.57 Promille.

Pressemitteilung Bundespolizei München

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