Mindestens 19 Menschen verletzt

Mehrere Millionen Euro Schaden bei Bränden

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München - Zwei Brandanschläge in Schwaben, brennende Christbäume in München und Feuer in niederbayerischen Hallen - an den Weihnachtstagen entstehen im Freistaat Schäden in Millionenhöhe, mindestens 19 Menschen werden verletzt.

Mehrere Millionen Euro Schaden und mindestens 19 verletzte Menschen: Die Feuerwehren im Freistaat mussten an den Weihnachtstagen und am Sonntag zu mehreren Großeinsätzen ausrücken. Im schwäbischen Wallerstein (Landkreis Donau-Ries) gab es bei Brandanschlägen auf zwei Gebäude in der Nacht auf den 24. Dezember zwölf Verletzte, darunter sieben Jugendliche. Gleich dreimal entstanden in der Landeshauptstadt größere Brände, in Niederbayern brannten ein Lagergebäude und ein Sägewerk. Glimpflich ging hingegen ein Kurzschluss in einer Diskothek in Schweinfurt aus: In der Nacht zum Heiligabend mussten dort rund 450 Besucher ins Freie gebracht werden, weil sich starker Rauch ausbreitete. Verletzt wurde niemand.

Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Wallerstein hatten am Mittwochabend wegen eines Brandes im Keller eines der Gebäude die Feuerwehr alarmiert. Zeitgleich bemerkte ein Bewohner im angrenzenden Nebengebäude brennende Wäsche auf einer Waschmaschine. Für beide Feuer war wohl ein 22 Jahre alter Mann verantwortlich, den die Polizei noch am Tatort festnahm. Er hatte sich während der Löscharbeiten stark alkoholisiert vor dem Gebäude aufgehalten.

In der Münchner Innenstadt brannte am frühen Abend des ersten Weihnachtsfeiertages ein Dachstuhl und verursachte einen Millionenschaden. Drei Menschen erlitten nach Angaben der Feuerwehr eine Rauchgasvergiftung. Alle übrigen Bewohner des Altbaus blieben unverletzt, durften aber bis zum Sonntag nicht zurück in ihre Wohnungen. Die Brandursache war zunächst unklar.

Zwei weitere Brände in der Landeshauptstadt wurden hingegen durch Weihnachtsschmuck ausgelöst. Im Stadtteil Forstenried erlitt ein 62 Jahre alter Mann am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages Verbrennungen im Gesicht, als er gemeinsam mit seiner Ehefrau vergeblich versuchte, den Christbaum zu löschen. Dieser habe binnen Sekunden Feuer gefangen, nachdem er sich an einer zu nahe stehenden Kerze entzündet hatte, teilte die Feuerwehr mit. Es entstand ein Schaden von etwa 100 000 Euro, zudem erlitt die 60 Jahre alte Ehefrau eine Rauchgasvergiftung.

Bereits am Heiligabend hatte ein Adventsgesteck den Christbaum und einige Möbel einer Familie in einem Mehrfamilienhaus in der Münchner Innenstadt in Brand gesetzt. Die Feuerwehr schätzt den entstandenen Schaden auf mindestens 75 000 Euro. Eine 49-Jährige erlitt schwere Verletzungen an Gesicht und Händen, ihre 16 Jahre alte Tochter zog sich eine Rauchvergiftung zu.

Im oberbayerischen Gaimersheim (Landkreis Eichstätt) blieb ein 76-Jähriger hingegen unverletzt, nachdem sich am Heiligabend die Batterien einer Photovoltaikanlage auf seinem Einfamilienhaus entzündet und einen Schaden von etwa 100 000 Euro verursacht hatten, wie die Polizei mitteilte. Die Brandursache war zunächst ebenso unklar wie bei zwei Bränden in Niederbayern.

In Hengersberg (Landkreis Deggendorf) verursachte am frühen Samstagmorgen ein Brand in einem Sägewerk etwa eine Million Euro Schaden. In Kumhausen (Landkreis Landshut) verbrannten am Sonntagmorgen mehrere in einem Gebäude gelagerte Antiquitäten. Der Schaden liege bei etwa 180 000 Euro, teilte die Polizei mit.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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