Tat am Montagabend bei Würzburg

Axt-Angriff im Zug: Täter ein 17-jähriger Afghane

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Schwerverletzte bei Attacke in Zug bei Würzburg

Würzburg - Laut Medienberichten hat es zwischen Würzburg-Heidingsfeld und Ochsenfurt am Montagabend einen Amoklauf gegeben. 

Die wichtigsten Informationen im Überblick: 

  • Täter griff mit Axt und Messer Zuginsassen bei Würzburg-Heidingsfeld an
  • Drei Menschen wurden schwer, möglicherweise sogar lebensgefährlich verletzt
  • Angreifer wurde von SEK-Kräften auf der Flucht erschossen
  • Laut Innenminister Herrmann soll es sich um einen 17-jährigen Flüchtling aus Afghanistan handeln
  • Zum Motiv der Tat liegen derzeit keine gesicherten Erkenntnisse vor
  • Die Tat erinnert an den Messerangriff am Grafinger Bahnhof im Mai

Fotos vom Einsatzort:

Der Einsatzort in Würzburg am Montagabend

UPDATE 0.45 Uhr: Wohl kein zweiter Täter

Gerüchte, wonach es noch einen zweiten Angreifer gibt, bestätigten sich nicht. Die Polizei suchte noch bis in die Nacht auch mit einem Polizeihubschrauber intensiv die Umgebung ab.

Der Afghane war seit März in Deutschland. Zunächst war er in einem Kolpingheim in Ochsenfurt untergebracht, zuletzt seit zwei Wochen in einer Pflegefamilie. 

Laut Innenminister Joachim Herrmann soll nun das Umfeld des Täters näher untersucht werden, um das Motiv zu ergründen. Dies sagte er im ARD-nachtmagazin. 

UPDATE 23.55 Uhr: Täter ist ein 17-jähriger Afghane

Laut der BR-Rundschau soll es sich bei dem Täter um einen 17-jährigen Afghanen handeln. Das bestätigte auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann im Interview. Er kam als unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling ins Land und lebte zuletzt in einer Pflegefamilie. Zuvor war er in Ochsenfurt untergebracht, so Herrmann. 

Zum Motiv liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Somit kann auch derzeit nicht bestätigt werden, dass es sich um einen islamistisch motivierten Terroranschlag handelt. Angeblich soll er jedoch bei der Tat „Allahu Akbar” (Gott ist groß) gerufen haben.

Die Tat soll sich gegen 21 Uhr abgespielt haben. Der Zug war von Treuchtlingen nach Würzburg unterwegs. Zufällig in der Nähe befindliche SEK-Kräfte konnten den Täter auf der Flucht stellen und erschießen. Zuvor ging der Täter mit seinem Messer auf die Beamten los, erklärte Herrmann. 

Vor dem Angriff wurde die Notbremse des Zuges gezogen. Der Regionalzug stoppte bei Würzburg-Heidingsfeld. Bei der Attacke wurden drei Menschen schwer und eine Person leicht verletzt. Weitere 14 Zuginsassen stehen unter Schock. 

UPDATE - 23.40: Keine Informationen zum Motiv und Nationalität des Täters

Hier nimmt ein Polizeisprecher vor Ort Stellung zum bisherigen Stand der Ermittlungen: 

UPDATE - 23.25 Uhr: Angreifer definitiv erschossen

Nach Medienberichten von Focus und Radio Gong erhielt nun auch der BR die Bestätigung vom Sprecher des bayerischen Innenministeriums, dass der Angreifer tot ist. Er wurde von der Polizei auf der Flucht erschossen.

Unter den 21 Verletzten sollen sich 14 Personen befinden, die unter Schock stehen, berichten Journalisten über Twitter.

UPDATE - 23.15 Uhr: Zug machte Nothalt auf der Strecke

Laut n.tv kam es auf der Zugstrecke bei Würzburg-Heidingsfeld zu einer Notbremsung des Regionalzuges. Dort kam es offenbar auch zur Attacke des Täters. 

Drei Zuginsassen sollen lebensgefährlich verletzt worden sein. Weitere wurden leichter verletzt. 

Der Angriff erinnert an die schreckliche Messer-Attacke am Grafinger Bahnhof im Mai, bei der ein Mann tödlich verletzt wurde.

Erstmeldung

Ein Mann hat mit einer Axt und einem Messer in einem Regionalzug mehrere Menschen attackiert. Der BR berichtet von mindestens 21 Verletzten. Einige sollen laut Focus in Lebensgefahr schweben.

Der Täter wurde offenbar auf der Flucht erschossen. Das bestätigte die Polizei gegenüber Focus und "Radio Gong". 

Auf ersten Fotos auf Twitter sieht man ein Großaufgebot von Rettungskräften: 

Die Bahnstrecke Würzburg-Ochsenfurt ist momentan gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. 

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mg

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