Nach versuchter Massenvergewaltigung in Miesbach:

"Dieser Zeuge wäre für uns immens wichtig!"

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Miesbach - Die versuchte Massenvergewaltigung vor zwei Wochen hatte für großes Aufsehen gesorgt! Die Polizei sucht weiter fieberhaft nach den Tätern - und nach einem Zeugen:

Die versuchte Massenvergewaltigung in Miesbach hat hohe Wellen geschlagen. Wie berichtet, war am 28. Juli eine 17-Jährige am helllichten Tag von sechs Männern sexuell belästigt worden. Nur durch ihre Gegenwehr und dem Eingreifen eines beherzten Passanten konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Täter flüchteten damals unerkannt. Zurück blieb ein geschocktes Opfer. Nach dem Vorfall gab es zudem viele wütende Kommentare in Internetforen. Die Polizei sucht seither fieberhaft nach den Tätern.

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Auf Nachfrage von rosenheim24.de äußerte sich Polizei-Pressesprecher Stefan Sonntag jetzt zum aktuellen Ermittlungsstand. In Bezug auf die Täter scheint es noch keine neuen Erkenntnisse zu geben. "Das Problem ist, dass wir nach wie vor nur die Täterbeschreibungen des Opfers haben", so Sonntag. Das Mädchen hatte in ihrem Schockzustand direkt nach der Tat die Männer nur sehr vage beschreiben können.

Daher hofft die Polizei weiterhin auf Zeugen, insbesondere auf den Mann, der vor Ort der (Täter-)Gruppe etwas zugerufen hatte. "Der Zeuge wäre für uns immens wichtig! Er könnte die sechs Männer vielleicht genauer beschreiben", so der Beamte vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Bislang hätten sich nämlich jedoch weder der Passant noch etwaige weitere Zeugen gemeldet.

"Geschichte ist absolut glaubhaft!"

Während sich in Holzkirchen ein vermeintlich ähnlich gelagerter Fall im Nachhinein rasch als Lüge des Opfers herausgestellt hatte, besteht für Sonntag an den Schilderungen der Frau im Miesbacher Fall kein Zweifel: "Es ist nicht wie in Holzkirchen. Die Einlassungen der Frau sind schlüssig, die Geschichte ist absolut glaubhaft!"

Nach der Tat kam es in der Öffentlichkeit zu vielen Spekulationen, wonach die Täter Asylbewerber gewesen wären. An diesen Mutmaßungen wollte sich Sonntag nicht beteiligen: "Wir können nicht bestätigen, dass es sich um ausländische Männer handelt. Wenn es Neuigkeiten über die Täter gibt, dann werden wir sie auch veröffentlichen."  

Auf die Frage, ob es denn in diesem Jahr mehr Sexualdelikte als sonst gäbe, sagte der Polizei-Pressesprecher, dass sich keine signifikante Häufung derartiger Fälle feststellen lasse. In jedem Fall ermittelt die Kripo im geschilderten Fall weiterhin mit Hochdruck.

anh

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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