"Schwere staatsgefährdende Straftat"

In Syrien gekämpft: Islamist in Bamberg verhaftet

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Bamberg - Der Mann lebte in einer Asylbewerberunterkunft. Davor, so vermuten Ermittler, habe er für eine islamistische Organisation in Syrien gekämpft. Jetzt sitzt er in U-Haft.

Wegen des Vorwurfs einer schweren staatsgefährdenden Straftat ist in Bamberg ein mutmaßlicher islamistischer Kämpfer aus Syrien verhaftet worden. Der Mann war nach Polizeiangaben vom Mittwoch am Vortag festgenommen worden. Nach Erlass eines Haftbefehls sitzt der 24-Jährige in Untersuchungshaft. Er soll an Kampfhandlungen in seinem Herkunftsland teilgenommen haben. „Es besteht ein dringender Tatverdacht“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Ermittler hatten nach eigenen Angaben Anfang April einen Hinweis auf einen Mann erhalten, der sich in einer Asylbewerberunterkunft in der oberfränkischen Stadt aufhalte und Mitglied einer politischen islamistischen Organisation sei. Diese Vereinigung will den Behörden zufolge das Assad-Regime in Syrien stürzen und einen islamischen Staat auf Grundlage der Scharia gründen. Es bestehe der Verdacht, dass sich der Mann an Schusswaffen habe ausbilden lassen und an Kampfhandlungen in Syrien teilgenommen habe.

Auf Fotos mit Kriegswaffen zu sehen

Der 24-Jährige soll auch nach seiner Ausreise aus Syrien mit der Führung der Organisation Kontakt gehalten und die Rückkehr in sein Heimatland geplant haben. Die Polizisten, die am Dienstag die Wohnung des Mannes durchsuchten, fanden dort Bilder, die ihn mit Kriegswaffen zeigen.

Zu Einzelheiten, etwa zu der Frage, von wann diese Bilder stammen, könne er keine Angaben machen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. „Es wird weiter ermittelt, und wir sind ganz am Anfang der Ermittlungen.“

Immer wieder werden mutmaßliche Anhänger islamistischer Gruppen festgenommen. Kürzlich stand einer in München vor Gericht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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