70 Migranten in Regionalzug entdeckt

Zeitweise keine Züge über die Grenze bei Mittenwald

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Mittenwald – Da in der Montagnacht 70 Migranten in einem Zug am Bahnhof Mittenwald gefunden worden, stellte die Bundespolizei den Zugverkehr vorübergehend ein.

Von Montagnacht bis Dienstagvormittag (17. November) ist der grenzüberschreitende Personenverkehr der Zugstrecke Innsbruck – Mittenwald eingestellt gewesen. Die Bundespolizei hat diese Streckensperrung veranlasst.

Auslöser war die Feststellung von 70 Migranten, die mit einem Regionalzug von Innsbruck aus in Richtung München unterwegs waren.

Am Montag kontrollierten Beamte von Landes- und Bundespolizei gegen 21.30 Uhr am Bahnhof Mittenwald die Reisenden eines Zuges, der etwa eine Stunde zuvor in Österreich gestartet war. Wie sich herausstellte, befanden sich in den Abteilen

insgesamt 70 Personen, die keine Papiere für die Einreise oder den Aufenthalt in Deutschland hatten.

Eigenen Angaben zufolge stammen die Personen aus Syrien Irak und Afghanistan sowie verschiedenen afrikanischen Ländern.

Die 70 Migranten wurden in Gewahrsam genommen und bis zur Ankunft am Münchner Hauptbahnhof von Bundespolizisten begleitet. Dort konnten sie von der Landespolizei in Empfang genommen und der weiteren Registrierung zugeführt werden. Da angesichts der aktuellen Migrationslage nicht auszuschließen war, dass weitere Züge mit einer hohen Zahl an unerlaubt Eingereisten von Innsbruck aus in Richtung Mittenwald fahren, entschied die Bundespolizei, den Personenverkehr zwischen Scharnitz und Mittenwald vorübergehend einzustellen. Im Verlauf des darauffolgenden Tages zeichnete sich ab, dass nicht mit einem unkontrollierten Zuströmen von Migranten auf dieser Route gerechnet werden musste. Daher konnte der Zugverkehr am Dienstag um 11:00 Uhr wieder freigegeben werden.

Am Montag hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim insgesamt rund 2.200 Migranten festgestellt. Nach den erforderlichen Registrierungsmaßnahmen wurden sie an verschiedene Aufnahmestellen weitergeleitet.

Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser