Messer in den Hals gestochen: Revision

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Der 48-Jährige (hier im Gespräch mit seinem Verteidiger Harald Baumgärtl) war Anfang November zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt worden. Nun hat der 48-Jährige Revision eingelegt.
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Altötting/Traunstein - Nach einer Messerattacke auf einen Schlafenden ist ein 48-Jähriger zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Nun geht der Mann in Revision.

Die Messerattacke eines 48-jährigen Mühldorfers gegen einen 55-Jährigen aus dem Landkreis Altötting beschäftigt weiter die Justiz. Anfang November war der 48-Jährige am Landgericht Traunstein wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt worden. Wie das Landgericht auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, hat der 48-Jährige fristgerecht Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt.

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Am Landgericht waren gemeinsam mit dem 48-Jährigen zwei weitere Personen angeklagt: eine 40-Jährige, die den 48-Jährigen zu seiner Attacke angestiftet hatte, und ein 36-Jähriger Mitwisser. Die 40-Jährige wurde am Landgericht ebenfalls wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt. Der 36-Jährige kam mir einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten wegen Beihilfe zum versuchten Totschlag und zur gefährlichen Körperverletzung davon. Sowohl die 40-Jährige als auch der 36-Jährige haben das Urteil akzeptiert und auf Rechtsmittel verzichtet.

Handelte der 48-Jährige aus "blinder Verliebtheit"?

Bei der Gerichtsverhandlung in Traunstein stand vor allem das komplexe Beziehungsgeflecht der drei Angeklagten im Fokus. So war die 40-Jährige mit beiden Mitangeklagten (hintereinander) liiert. In den Augen des Gerichts hatte die Frau ihren Einfluss auf die Männer dazu ausgenutzt, um den Anschlag auf das damals 55-jährige Opfer - den Vater eines ihrer Kinder - voranzutreiben. Der Vorsitzende Richter Erich Fuchs nannte die 40-Jährige die "treibende Kraft" des Trios. "Sie hat intrigiert", so der Richter. Dem 48-Jährigen, der letztlich die Attacke auf das Opfer ausgeführt hatte, attestierte der Richter "blinde Verliebtheit".

Sowohl der 48-Jährige als auch die 40-Jährige wurden wegen versuchten Mordes und nicht etwa wegen versuchten Totschlags verurteilt. Bei beiden Angeklagten sah das Gericht das Mordmerkmal der Heimtücke als gegeben. Der 48-Jährige hatte nach Einschätzung des Gerichts gezielt ausgenutzt, dass sein Opfer geschlafen hatte.

Opfer überlebte die Tat nur knapp

Wie während der Verhandlung mehrfach deutlich wurde, hatte der heute 56-Jährige bei der brutalen Messerattacke großes Glück. Obwohl lebensbedrohlich verletzt, hatte es das Opfer noch geschafft, selbst den Notruf zu wählen. In einer Notoperation konnte schließlich sein Leben gerettet werden, der 56-Jährige hatte aber noch lange nach der Attacke mit den physischen und psychischen Folgen zu kämpfen.

Quelle: innsalzach24.de

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