Vor Abschiebegefängnis in Mühldorf

Hungerstreik beendet - aber erneut Kundgebung

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Mühldorf - Rund um das Abschiebegefängnis in Mühldorf kehrt keine Ruhe ein. Die Häftlinge haben ihren Hungerstreik beendet, aber am Abend gab es vor der JVA erneut eine Solidaritätskundgebung.

Am Dienstag erhielten die Häftlinge im Mühldorfer Abschiebegefängnis Unterstützung aus der Politik. Die Landessprecherin der LINKEN in Bayern, Eva Bulling-Schröter (MdB), drückte in einem Schreiben ihre Solidarität mit den Menschen aus, die in Mühldorf inhaftiert sind, um sie von dort in ihr Heimatland zurückzubringen.

Eva Bulling-Schröter (MdB), Landessprecherin der LINKEN. Bayern, erklärt sich heute solidarisch mit den Geflüchteten im...

Posted by DIE LINKE. Bayern on Dienstag, 1. März 2016

Die Abschiebehäftlinge haben ihren Hungerstreik übrigens inzwischen beendet. Dies bestätigte Gefängnisleiter Hans-Jürgen Luginger gegenüber dem Mühldofer Anzeiger. Seit dem 21. Februar waren fünf Abschiebehäftlinge in den Hungerstreik getreten, um gegen die Abschiebung und für bessere Haftbedingungen zu protestieren. Einer davon wurde bereits nach Afghanistan abgeschoben. Dieser soll den Brand in der Justizvollzuganstalt gelegt haben.

Am Abend demonstrierten bei einer erneuten Solidaritätskundgebung rund 20 Personen, Mitglieder der Organisation "solidariity. with refugees", gegen die "tödliche Asylpolitik der Bundesrepublik". Sie forderten die sofortige Freilassung aller in der JVA Mühldorf Inhaftierten und das grundsätzliche Bleiberecht für alle anderen in Deutschland ankommenden Geflüchteten und skandierten. Bei der Kundgebung wurde aus einem offenen Brief des inhaftierten Zaki Karimis Freunde an den Petitionsausschuss des Bayerischen Landtages verlesen, die sich für sein Bleiberecht einsetzen. 

je/mw

Quelle: innsalzach24.de

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