Gefahren vermeiden: Tipps für sicheres Baden

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Landkreis - Im vergangenen Jahr hat es zahlreiche Badeunfälle mit tödlichem Ausgang gegeben. Die DLRG gibt nun Tipps, wie Gefahren vermieden werden können.

2013 ertranken in Deutschland 446 Menschen, 686 konnten gerettet werden. Viele Badeunfälle ließen sich durch mehr Gefahrenbewusstsein bei Erwachsenen, Eltern und Kindern vermeiden. Besonders gefährlich sind Flüsse, gefolgt von offenen Gewässern wie Badeseen, aber auch kleinste Gartenteiche können für Kinder zur tragischen Falle werden.

Gerade wenn keine Badeaufsicht vor Ort ist, sollte jeder vor dem Vergnügen im nassen Element Gefahrenquellen ins Auge fassen. Die DLRG rät: Um Gefahren zu vermeiden, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • nicht alleine Schwimmen gehen
  • niemals alkoholisiert Schwimmen gehen
  • nicht bei Dunkelheit schwimmen
  • nicht in unbekannte Gewässer springen
  • die eigenen Kräfte nicht überschätzen
  • die Kälte des Wassers und die Strömung beachten
  • niemals im Bereich von Wehren schwimmen
  • Gefahr durch Boots- und Schiffsverkehr beachten (z.B. am Chiemsee)
  • bei Bootsfahrten etc. passende Schwimmwesten tragen
  • örtliche Badeverbote beachten
  • mit den Baderegeln vertraut machen (www.baderegeln.info)
  • nicht im Bereich von Hafenanlagen, Schleusen und Brücken schwimmen
  • in Flüssen Buhnenköpfe (= künstliche Wälle) wegen der Sogbildung meiden
  • über die speziellen Gefahren vor Ort informieren

Ralf Waidmann, Technischer Leiter Ausbildung im DLRG-Kreisverband Mühldorf rät Bürgern, sich bei der DLRG zum Rettungsschwimmer ausbilden lassen: „Die Kurse vermitteln das Bewusstsein für Gefahren, die Fertigkeiten zum Helfen und stehen auch Nichtmitgliedern offen.“

Das Baden in Seen und Badeweihern ist in Bayern in der Regel ohne Bedenken möglich. Vorsicht geboten ist an Stellen mit Zuflüssen oder unnatürlich großen Wasservogelansammlungen. Badeverbote sollten im eigenen Interesse unbedingt beachtet werden. Insbesondere nach dem Hochwasser sind einige Gewässer aufgrund von Verunreinigungen noch gesperrt.

Bayerische Flüsse sind vor allem aufgrund von Abschwemmungen aus der Landwirtschaft häufig verunreinigt, so dass hier das Baden auf eigene Gefahr stattfindet - auch im Inn. Die Isar im Bereich von München ist hier übrigens eine Ausnahme.

Tim Horenkamp, Technischer Leiter Einsatz im DLRG-Kreisverband Mühldorf weiß: „Beim Baden im Inn besteht aufgrund der starken Strömung, der Strudel, Steine und des unebenen Untergrunds Lebensgefahr. Auch das Schwimmen im Kanal sowie das Befahren des Innkanals ist aufgrund der akuten Lebensgefahr verboten.“

Doch was tun bei einem Notfall? Helfen kann jeder!

1.Um Hilfe rufen, um andere auf die Notfallsituation aufmerksam zu machen

2.Notruf absetzen: Telefon 112, auch vom Handy kostenfrei. Wichtig: Wo ist es passiert, was ist passiert, wie viele Personen sind beteiligt, wer ruft an, warten auf Rückfragen

3.Einleiten von eigenen Hilfsmaßnahmen unter Beachtung des Eigenschutzes: Rettungsring zuwerfen, Rettungsstange reichen, schwimmende Gegenstände mit ausreichendem Auftrieb zuwerfen und die in Not geratene Person beruhigen.

4.Die eigenen Fähigkeiten im Schwimmen dürfen keinesfalls überschätzt werden, somit sollte eine schwimmerische Rettungsmaßnahme wohl überlegt sein. Im Zweifel lieber auf die alarmierten Wasserrettungskräfte warten.

5.Die Situation weiter beobachten: bei herrschender Strömung anhand von Landmarkierungen merken, wohin und von wo aus die in Not geratene Person treibt. Falls die hilflose Person untergeht, möglichst genau anhand von Landmarkierungen den Untergangsort merken und den eintreffenden Rettungskräften bzw. der Polizei die Beobachtungen schildern.

6.Erste Hilfe leisten: Nachdem ein Patient an Land gebracht wurde, sollten Erste Hilfe-Maßnahmen eingeleitet werden. Ihre Erste-Hilfe-Kurs können Sie bei der DLGR auffrischen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.muehldorf.dlrg.de.

Pressemeldung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © Picture Alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser