23-Jähriger nach Brand in der JVA Mühldorf vorläufig festgenommen

Tatverdächtiger leugnet Brandlegung - Kripo ermittelt

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Mühldorf - Ein Brand in der JVA Mühldorf hat am Dienstagabend für einen Feuerwehr-Großeinsatz gesorgt. Eine Person wurde dabei verletzt und wegen vermeintlicher Brandstiftung vorläufig festgenommen *NEU: Video*

UPDATE, Mittwoch, 6.20 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Um 18.26 Uhr leitete die Integrierte Leitstelle (ILS) am Dienstagabend die Meldung über einen Brand in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Mühldorf an die Polizeieinsatzzentrale weiter. Neben den Feuerwehren aus Mühldorf, Altmühldorf, Töging und Mößling fuhren auch der THW-Fachberater, mehrere Rettungsfahrzeuge und etliche Streifenwagenbesatzungen der Polizei an den Einsatzort in der Rheinstraße.

Die Helfer der Feuerwehr stellten vor Ort schnell fest, dass das Feuer in einer der Haftzellen ausgebrochen war. Kurz darauf waren die Flammen gelöscht und der betroffene und verrauchte Gebäudebereich konnte gelüftet werden. Total beschädigt wurden durch das Feuer zwei Stockbetten in der Zelle und der Wandputz durch die große Hitzeentwicklung. Darüber hinaus wurde das betroffene Geschoß durch Rußniederschlag zunächst unbewohnbar gemacht. Der entstandene Sachschaden dürfte im fünfstelligen Bereich liegen.

Tatverdächtiger leugnet Brandlegung

Justizvollzugsanstalt Mühldorf am Inn

Einrichtung für Abschiebungshaft

Seit dem 25. November 2013 ist sie in Amtshilfe für die innere Verwaltung des Freistaates Bayern die zentrale Einrichtung für die Abschiebungshaft für Frauen und Männer. Es werden erwachsene weibliche und männliche Abschiebungsgefangene aufgenommen, Untersuchungs- oder Strafgefangene nicht.

Von den insgesamt 30 Insassen der JVA konnten kurz nach Ausbruch des Feuers 29 in Sicherheit gebracht werden, sie blieben unverletzt und wurden in einem anderen Trakt innerhalb der JVA untergebracht. Ein 23 Jahre alter Mann erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus, konnte dieses aber nach kurzer Zeit bereits wieder verlassen. Wie die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, steht dieser 23-jährige afghanische Häftling dringend in Verdacht, das Feuer mutwillig in der Zelle gelegt zu haben. Gegen ihn ermitteln jetzt Staatsanwaltschaft und Kripo, der Tatverdächtige leugnet bislang aber die Brandlegung.

Für Mittwoch war bereits seit längerem die Abschiebung des 23-jährigen Afghanen geplant. Die tangierten Behörden werden bis dahin prüfen, ob dem etwas entgegensteht.

UPDATE, 22.15 Uhr: Verdacht auf Brandstiftung

Zahlreiche Feuerwehren sowie Polizei und Rettungsdienst waren am Dienstagabend bei der Justizvollzugsanstalt in Mühldorf im Einsatz. Grund war ein Brand in einer Zelle im Zellentrakt. In der JVA sind ausschließlich Abschiebe-Häftlinge untergebracht, wie Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, gegenüber innsalzach24.de erklärt.

In der betroffenen Zelle befand sich ein 23-jähriger afghanischer Staatsangehöriger. Dieser wurde von der Feuerwehr aus der Zelle geholt und mit Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung vom BRK untersucht. Dem jungen Mann gehe es soweit gut, wie Sonntag bestätigt.

Verdacht auf Brandstiftung

Gegen den 23-Jährigen wird nun von der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft ermittelt, weil der Verdacht nahe liegt, dass der Afghane mutwillig das Feuer gelegt hat. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Er soll noch in dieser Nacht vernommen werden. Am morgigen Mittwoch sollte der Mann eigentlich abgeschoben werden. Nun wird geprüft, ob und wenn ja um welche Straftat es sich handelt - beispielsweise Sachbeschädigung oder Brandstiftung. Dann soll laut Sonntag entschieden werden, ob etwas gegen eine Abschiebung am Mittwoch spricht.

Die übrigen rund 30 Personen, die in der JVA untergebracht sind, blieben unverletzt und wurden aus dem Zellentrakt in einen anderen Teil des Gebäudes gebracht. Dort werden sie auch die Nacht verbringen. Laut Sonntag habe zu keiner Zeit eine Fluchtgefahr der Häftlinge bestanden.

Fünf Personen im Hungerstreik

Weiter bestätigte der Pressesprecher, dass sich seit Sonntag fünf der inhaftierten Personen im Hungerstreik befinden. Zu diesen Personen zählt auch der 23-jährige Afghane.

Die Feuerwehr hatte den Brand schnell gelöscht. Der Sachschaden ist gering.

Bilder: Brand in der JVA Mühldorf

UPDATE, 20.25 Uhr:

Am Dienstagabend gegen 18.30 Uhr ist in der JVA Mühldorf an der Rheinstraße ein Brand ausgebrochen. Die JVA Mühldorf ist derzeit eine Einrichtung für Abschiebungshaft.

In einer 4-Mann-Zelle war Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Wie aus Kreisen der Einsatzkräfte bekannt wurde, war in der Brandzelle ein Mann untergebracht, der seit vergangenen Sonntag mit vier weiteren Insassen in den Hungerstreik getreten war. Dieser Mann wurde bei dem Brand leicht verletzt. Derzeit sind in der JVA rund 30 Personen untergebracht, die auf ihre Abschiebung warten. Der leicht verletzte Mann, der in der Brandzelle untergebracht war, hätte morgen abgeschoben werden sollen.

Zahlreiche Kräfte der Feuerwehren aus Mühldorf, Altmühldorf, Mößling, Töging, sowie einige Kräfte des BRK und etliche Polizeistreifen waren im Einsatz. Der Kriminaldauerdienst der Polizei hat die Ermittlungen übernommen.

UPDATE, 19.35 Uhr: Das sagt die Polizei

Um 18.26 Uhr wurde der Einsatzzentrale im Polizeipräsidium von der Integrierten Leitstelle (ILS) der Brand in der Mühldorfer Justizvollzugsanstalt (Einrichtung für Abschiebungshaft, Rheinstraße, Mühldorf) mitgeteilt. Zahlreiche Feuerwehren aus der Region, Rettungsfahrzeuge und etliche Streifenwagenbesatzungen der Polizei fuhren unverzüglich an den Einsatzort.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr am Dienstagabend in Mühldorf.

In einem Komplex der JVA war ein Brand ausgebrochen, die Feuerwehr konnte den Brandherd lokalisieren und inzwischen löschen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand konnten rund 30 Insassen in Sicherheit gebracht werden, sie werden bewacht. Eine Person wurde wohl verletzt, wie schwer ist noch nicht bekannt.

Zur Brandursache kann noch keine Aussage getroffen werden, die Kriminalpolizei hat dazu vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.

UPDATE, 19.20 Uhr: Feuer gelöscht

Am Dienstagabend kam es in der JVA Mühldorf zu einer starken Rauchentwicklung. Grund hierfür war ein Brand, der in einem Vier-Bett-Zimmer ausgebrochen war. Das Zimmer war voll belegt. Einer der Männer aus dem Zimmer ist wohl leicht verletzt worden.

Entgegen erster Meldungen sind alle 30 Personen, die in der JVA untergebracht sind, aufgetaucht. Es ist keine Person abgängig. Die Vollzugsanstalt beherbergt immer noch Flüchtlinge, die kurz vor der Abschiebung stehen.

Wie der BR berichtet, seien fünf Personen der Unterkunft am Sonntag in einen Hungerstreik getreten.

Die Feuerwehr hat das Feuer mittlerweile gelöscht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Erstmeldung:

Ein Großaufgebot an Feuerwehr, Polizei, THW und Rettungsdienst ist derzeit an der JVA in der Mühldorfer Rheinstraße im Einsatz. Wie die Polizei Mühldorf auf Nachfrage von innsalzach24.de bestätigte, kommt es dort zu einer starken Rauchentwicklung.

Ob Personen verletzt sind, ist noch nicht bekannt. Auch zur Ursache können noch keine Angaben gemacht werden. In dem Gebäude sind derzeit Flüchtlinge untergebracht, die vor der Abschiebung stehen. Wie ein Polizist vor Ort erklärte, sind offenbar zwei Personen abgängig.

Unter anderem sind die Feuerwehren aus Mühldorf, Töging und Mößling vor Ort. Die Rettungskräfte stehen teilweise in der Elbestraße. Der Verkehr wird hier möglicherweise behindert.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

anh/tb21/Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: innsalzach24.de

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