Nach Rauswurf von Mühldorfer Nikolaus

Hass gegen Bürgermeisterin: Staatsanwaltschaft eingeschaltet

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Mühldorf am Inn - Die Kontroverse um die Entlassung des bisherigen Nikolaus-Darstellers Peter Mück ist eskaliert. Während eine Online-Petition zu Mails und Anrufen bei Bürgermeisterin Marianne Zollner aufruft, richtet sich auch Hass gegen Mück, der widerum von der "Identitären Bewegung" zu einer Gallionsfigur gemacht wurde. 

„Ich bin Opfer einer Hetzkampagne“, kommentierte Bürgermeisterin Marianne Zollner gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger den Shitstorm um ihre Person. Anrufe und E-Mails "aus ganz Deutschland" gingen seit Donnerstag, zeitweise "im Minutentakt" ein. Zudem verfassten zahlreiche Facebook-Nutzer unter einer Stellungnahme, die sie am Samstag in dem sozialen Netzwerk postete, zahllose Hasskommentare, unter denen sich sogar Morddrohungen fanden. Zudem würde, so Zollner, die Öffentlichkeit irregeführt, da teilweise der Eindruck erweckt würde, dass sie für Kinderehe und damit für Kindesmissbrauch ist. Inzwischen seien Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden. 

Der Hintergrund ist die Kontroverse um den Mühldorfer Nikolaus-Darsteller Peter Mück. Zollner hatte ihm gekündigt, nachdem bekanntgeworden war, dass dieser einen Facebook-Beitrag der "Identitäteren Bewegung" geliked und geteilt hatte. Mück distanzierte sich daraufhin in einer Stellungnahme von der Gruppe. Es sei ihm lediglich um den Inhalt des Posts gegangen. Ein Angebot Zollners, wieder als Nikolaus aufzutreten, lehnte er jedoch ab.

Auch er sei nun, wie die Zeitung schreibt, das Ziel von Hass im Internet, schreibt der Anzeiger. Der Grund sei, dass Mück in Youtube-Videos von der Identitäteren Bewegung zu einer "Gallionsfigur" gemacht worden sei. Gleichzeitig laufe auch eine Online-Petition zur Absetzung des Mühldorfer Gemeindeoberhaupts, die auch Aufforderungen enthält, sich telefonisch und per E-Mail an Zollner zu wenden. Mück distanzierte sich gegenüber der Zeitung ausdrücklich von beidem. 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

Quelle: innsalzach24.de

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