Einer der Streikenden hatte Feuer am Dienstag verursacht

JVA-Leiter weist Vorwürfe von Häftlingen im Hungerstreik zurück

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Mühldorf - Der für den Brand in der JVA verantwortliche Afghane gehörte zu einer Gruppe, die aus Protest gegen ihre Abschiebung einen Hungerstreik begonnen hatte. Sie haben eine Reihe von Vorwürfen gegen die Gefängnisleitung.

Am Dienstagabend sorgte ein Brand in der JVA Mühldorf für einen Feuerwehr-Großeinsatz. Der mutmaßliche Brandstifter wurde dabei verletzt. Der 23-jährige Afghane wurde am Mittwoch in sein Heimatland abgeschoben. Er befand sich zuvor seit Sonntag gemeinsam mit weiteren Abschiebehäftlingen im Hungerstreik.

Justizvollzugsanstalt Mühldorf am Inn

Einrichtung für Abschiebungshaft

Seit dem 25. November 2013 ist sie in Amtshilfe für die innere Verwaltung des Freistaates Bayern die zentrale Einrichtung für die Abschiebungshaft für Frauen und Männer. Es werden erwachsene weibliche und männliche Abschiebungsgefangene aufgenommen, Untersuchungs- oder Strafgefangene nicht.

Insgesamt fünf Personen wollen mit der Aktion gegen ihre Abschiebung protestieren. Wie der Mühldorfer Anzeiger berichtet beklagen sie in einem Schreiben mangelhafte Zustände in der Haftanstalt. Beispielsweise die medizinische Versorgung sowie ihre Isolation. Sie werfen der Regierung vor, dass sie unschuldig inhaftiert seien. Sie hätten sich zu dem Streik gegen ihre lebensbedrohliche Abschiebung entschlossen.

Wie die Zeitung schreibt, weist Andreas Stoiber, Leiter der Justizvollzugsanstalten Landshut, Erding und Mühldorf, diese Vorwürfe zurück. „Die Häftlinge werden von Landshut aus mit Essen versorgt, das auch unsere Beamten bekommen. Auch die medizinische Betreuung ist aus unserer Sicht optimal.", erklärte er. Außerdem würden Abschiebehäftlinge nur nach einem richterlichen Beschluss übernommen.

Bilder: Brand in der JVA Mühldorf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

hs

Quelle: innsalzach24.de

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