Ärger mit Ersatz-Waggons in Mühldorf

Zu wenig Platz: Wie genervt sind die Pendler wirklich?

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Ist die Situation noch zu ertragen? Die Pendler am Bahnhof in Mühldorf fühlen sich unterschiedlich gut befördert.

Mühldorf - Ist es am Morgen überhaupt möglich, sich in den Zug zu setzen und entspannt bis zur Schule oder Arbeitsstelle zu fahren? Einige Pendler scheint es nicht mehr zu gefallen, wie sie chauffiert werden.

"Ich weiß gar nicht, was Ihr habt, es hat doch jeder Platz", findet Steffi Mayerhofer. Die Bürokauffrau fährt täglich mit der Bahn in die Arbeit und arrangiert sich mit dem Ansturm, der an manchen Tagen herrscht. Die Waggons seien unterschiedlich stark gefüllt, so Mayerhofer. Die junge Frau kann nicht verstehen, warum sich einige Pendler entrüstet zeigen. "Ich habe zwar schon gehört, dass angeblich zu wenige Doppelstocker eingesetzt werden, aber ich finde, bisher haben wir noch alle Platz gehabt", so die Mühdorferin.

Ganz ähnlich sieht es auch ein weiterer Fahrgast, der gerade in den Zug einsteigen will. "Man kann sich auch in solche Sachen reinsteigern", meint Matthias Brummbauer. Zwar fahre er nicht täglich mit dem Zug, weil er die Verbindungen nur nutzt, wenn er zur Berufsschule muss, aber enormen Platzmangel oder wenig Komfort konnte er nicht bemerken.

Warum gibt es Unmut?

Der Dialog mit den Kunden sei der Südostbayernbahn wichtig, heißt es vom Pressesprecher des Unternehmens. Dies habe man auch nach dem Vorfall zwischen Schwindegg und Dorfen vor einigen Wochen gezeigt."Jetzt sind es diese Mehrzweckabteile, die nicht jedem zusagen", heißt es von der Pressestelle.

Zu wenig Platz zum Sitzen? Nicht jedem Fahrgast gefällt das Mehrzweckabteil in den Doppelstockwagen. Diese sind vor allem in den frühen Morgenstunden oft bis auf den letzten Platz gefüllt.

Da die alten Modelle, die aktuell eingesetzt werden, aufgrund größerer Plätze für die Fahrradmitnahme insgesamt weniger Sitzplätze bieten, sind einige Pendler wütend. "Es ist eine Tatsache, dass die verliehenen Wägen nicht direkt neu sind, sondern eben einfach nur anders konzipiert", so der Pressesprecher im Gespräch mit innsalzach24.de.

Bezüglich des geringeren Platzes wird nun immer mal wieder gemeckert: "Die Bayrische Eisenbahn Gesellschaft (BEG) schreibt vor, dass sogenannte Mehrzweckabteile vorhanden sein müssen. Das bedeutet jetzt einfach, dass teilweise weniger Sitze eingebaut sind. Es ist auch wichtig für die gleichberechtigte Nutzung für alle Fahrgäste", so der Pressesprecher. "Kinderwagen, Rollstuhl, Fahrrad - dafür wird Platz gebraucht und soll zur Verfügung stehen, das gefällt manchen Kritikern nicht".

Laut Pressestelle der Deutschen Bahn sei es jedoch nicht so, dass sich nun Unsummen an genervten Bahnkunden an das Unternehmen wenden würden, um ihren Unmut mitzuteilen. "Wir stehen gerne für Dialoge zur Verfügung, bisher haben sich lediglich vier SOB-Kunden bei uns gemeldet".

Immer wieder gibt es Umfragen zum Qualitätsranking der unterschiedlichen Bahnlinien und Anbieter. Auch die Südostbayernbahn ist in dem Ranking mit aufgeführt und liegt beim Qualitätsverlauf im guten Mittelfeld. "Uns sind die Kunden wichtig", betont der Pressesprecher abschließend.

Quelle: innsalzach24.de

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