Kündigungsschutzklage gegen ESD zurückgezogen

Rainer B.: "Es geht nicht mehr um die Betriebsratswahlen"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
"Es geht nicht mehr um die Betriebsratswahlen" (Rainer B.)

Mühldorf – Nach seinem Rausschmiss bei der ESD Sicherheitsdienst GmbH reichte der gekündigte Rainer B. Kündigungsschutzklage ein. Die Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Rosenheim wurde eingestellt. Das sagen die Parteien dazu:

In dem Verfahren am Arbeitsgericht Rosenheim hat es keine Einigung mit dem Kläger gegeben“, schreibt ESD-Geschäftsführer Maximilian Kammermeier auf Nachfrage von innsalzach24.de. Der Kläger habe seine Klage zurückgezogen. Eine Begründung liege der ESD Sicherheitsdienst GmbH nicht vor. „Das Arbeitsgericht Rosenheim hat das Verfahren daraufhin eingestellt.

Von Profilierung und dem Schaden des anderen

Auf Nachfrage von innsalzach24.de antwortete der Kläger schriftlich: „Ich habe meine Kündigungsschutzklage zurückgezogen (…), da es augenscheinlich inzwischen der Gewerkschaft ver.di nicht mehr primär um die Gründung des Betriebsrats geht, sondern inzwischen persönliche Profilierung und das Schaden der jeweiligen Gegenseite im Vordergrund steht.“ Eine Aussage, die vor allem eine Frage aufwirft: die nach dem Geld, das möglicherweise zwischen ESD und B. geflossen ist.

Weder wurde mir Geld noch ein sonstiger Vorteil hierfür durch die ESD Sicherheitsdienst GmbH oder ein (...) Vorteil durch irgend jemanden geboten oder versprochen. Derartige Aussagen weise ich auf das Schärfste zurück“, schreibt B. dazu. Bleibt also noch die Frage nach der Unterlassungsklage der ESD Sicherheitsdienst GmbH gegen ver.di. Geschäftsführer Kammermeier antwortet dazu:

Von gegenseitigen Behauptungen

Die ESD Sicherheitsdienst GmbH hat beim Landgericht Traunstein eine Unterlassungsklage gegen die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di eingereicht. Diese Klage wird aufrechterhalten, da sich an dem zugrundeliegenden Sachverhalt nichts geändert hat.

Mit dieser Klage wehre sich die ESD auch juristisch gegen die Behauptung der Gewerkschaft durch Einschüchterungsversuche und Kündigungen gezielt Einfluss auf die derzeitigen Betriebsratswahlen auszuüben, so Kammermeier weiter. „Mehrfach hatte die ESD den Vorwürfen öffentlich widersprochen. Stellungnahmen in der Presse und gegenüber ver.di direkt führten zu keiner Reaktion.“ Die Geschäftsführung habe daher Strafanzeige gegen die Gewerkschaft ver.di wegen Verleumdung gestellt. „Die Unternehmensleitung der ESD empfindet dieses Verhalten als rufschädigend und persönlich diskreditierend.

Telefonisch teilte Florian Pollok von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft in einer ersten Stellungnahme mit, dass man von Seiten ver.di´s auf juristischem Wege weiter gegen die ESD Sicherheitsdienst GmbH vorgehen werde. Er verwies auf das noch laufende Verfahren.

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser