Ditib verurteilt Anschläge von Paris

Waldkraiburger Muslime: "Es ist entsetzlich"

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Dieses Bild stammt von einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Anschläge von Paris in Indien. Hinter den Kerzen, die von indischen Schulkindern aufgestellt wurden, steht auf einem Plakat "Terror hat keine Religion". Auch die Waldkraiburger Muslime sehen ihre Religion von den Terroristen missbraucht 

Waldkraiburg - Die Muslime in Waldkraiburg sind schockiert über die Anschläge von Paris. Zugleich befürchten sie, mit Fanatikern in einen Topf geworfen zu werden.

Yusuf Imrenk, zweiter Vorsitzender der türkisch-islamischen Gemeinde Ditib in Waldkraiburg, hat die Anschläge von Paris im Gespräch mit unserer Redaktion aufs Schärfste verurteilt. "Es ist entsetzlich. Das hat uns ehrlich schockiert", sagte Imrenk, stellvertretend für die Gläubigen seiner Gemeinde. Der Waldkraiburger ist fassungslos, "dass jemand Religion für seine Zwecke ausnutzt".

Zugleich ist Imrenk aber auch in Sorge, dass die Menschen nun generelle Vorbehalte gegenüber Muslimen haben könnten. "Das (die Anschläge, Anm. d. Red.) schadet uns, unserer Religion. Das schadet dem Zusammenleben mit allen Gläubigen", fürchtet Imrenk. "Wir wollen nicht, dass wir mit diesen Leuten in einen Topf geworfen werden." Imrenk richtet deshalb einen Appell an die Politik. Nach den Anschlägen dürfe man nicht gegeneinander hetzen. "Nur mit Toleranz können wir solche Ereignisse verhindern."

Der Islam sei eine liebevolle Religion, betonte Imrenk. In der Bibel, dem Koran und der Tora gehe es um Liebe und nicht um Hass. Die Ditib in Waldkraiburg möchte nun das Gespräch mit Vertretern anderer Religionen suchen - um mit gemeinsamen Aktionen ein Zeichen des Friedens zu setzen.

bla

Quelle: innsalzach24.de

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