Mühldorfer Polizei warnt

Vorsicht! Fiese Betrugsmasche via Telefon

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Mühldorf/Ampfing - Aufgrund zweier aktueller Vorfälle in Mühldorf und Ampfing wird von Seiten der Polizei wieder einmal auf folgende telefonische Betrugsmasche hingewiesen:

Die Täter rufen zumeist bei älteren Leuten an. Der Anrufer spricht Deutsch ohne ausländischen Akzent und gibt sich als Richter, Staatsanwalt oder auch als Polizist aus. Er sagt den Leuten, dass ein Verfahren eingeleitet wird, weil noch offene Rechnungen gegen sie bestehen. Das Anzeigeverfahren würde im 5-stelligen Bereich liegen, jedoch kann das Anzeigeverfahren durch eine Sofortzahlung, in der Regel um die 5.000 Euro abgewendet werden. Dann erfolgt später ein weiterer Anruf von einer anderen Person. Dort wird dann die Zahlungsart erklärt. Die Opfer sollen das Geld abheben und per Transaktion über Western Union ins Ausland transferieren. In zwei Fällen sollte diese nach Izmir/Türkei, erfolgen. Solange kein Transfer stattfindet, erfolgen auch immer wieder weitere Anrufe durch die Täter, die die Opfer unter Druck setzen sollen. 

Am Display werden dabei auch deutsche Telefonnummern angezeigt. Die Täter telefonieren aber aus dem Ausland (oft aus der Türkei), aus sog. Call-Centern. Auch Anrufe mit Gewinnversprechen von mehreren tausend Euro durch eine angebliche Teilnahme an einem Gewinnspiel durch diese Call-Center-Betrüger sind möglich. Dann sollen die Opfer für die Gewinnübergabe eine Zahlung von mehreren hundert Euro vorab leisten, zumeist über Ukash-Voucher oder Paypal. Hierbei wird durch einen Folgeanruf beim Opfer die Individualnummer dieser Voucher telefonisch abgefragt. Mit dieser Nummer können sich die Täter dann das Geld nahezu weltweit abholen. Eine Rückholung des Geldes ist in allen Fällen nahezu nicht mehr möglich. Eine Täterfeststellung ist zumeist auch nicht möglich. 

In einem aktuellen Fall konnte die Zahlung von 5000 Euro nur durch eine wachsame Postbankangestellte verhindert werden, die den „Opfern“ zur Anzeige bei der Polizei geraten hat. Sollten Sie solche Anrufe erhalten, gehen sie nicht weiter darauf ein, geben sie auf keinen Fall persönliche Daten und eigene Handynummern an. Geben Sie auf keinen Fall Bankdaten an und ignorieren sie weitere Anrufe. Bei Personen, die vom Täterkreis als geeignete Opfer auserkoren wurden, erfolgen oft einige Wochen später erneute Anrufe mit einer ähnlichen Betrugsmasche.

Pressemitteilung Mühldorf am Inn

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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