Erneut Vorfall auf Strecke Mühldorf-München

"Nach kürzester Zeit zog beißender Rauch in die Waggons"

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Mühldorf/Markt Schwaben - Am Montagmorgen machte eine Rauchentwicklung an einer der beiden Lokomotiven den Nothalt eines Zugs auf der Strecke Mühldorf-München notwendig. Im Januar gab es bereits einen ähnlichen Vorfall auf der selben Strecke.

"Nach kürzester Zeit zog beißender Rauch in die Waggons und wir mussten die Notentriegelung der Türen öffnen damit es durchzieht", berichtete ein Leser innsalzach24.de.

"Nach kürzester Zeit zog beißender Rauch in die Waggons und wir mussten die Notentriegelung der Türen öffnen damit es durchzieht", berichtete ein Leser innsalzach24.de. Kurz nach Markt Schwaben habe der Zug deswegen einen Nothalt machen müssen. "Zum Glück hatten wir noch eine zweite Lok sodass wir nach 20 Minuten unsere Fahrt fortsetzen konnten", berichtete er. Der Vorfall dürfte bei manchen Reisenden unangenehme Erinnerungen an einen Vorfall im Januar hervorgerufen haben. Damals versetzte in die Wagons eindringender Rauch zahlreicher Pendler auf der Strecke Mühldorf-München in Höhe Dorfen in Panik. Tatsächlich gibt es einige Parallelen.

Einige Parallelen

Im Januar gab es einen ähnlichen Vorfall auf der selben Strecke

"Das ist schon ein ungewöhnlicher Zufall", das musste Bernd Honerkamp, Pressesprecher der Deutschen Bahn für Bayern zugeben. Es sei die selbe Strecke, der selbe Typ Lok und wahrscheinlich auch der selbe Defekt wie schon im Januar gewesen, räumte er ein. Dies sei aber kein Grund zur Beunruhigung. Der fragliche Lokomotiv-Typus, eine Diesellokomotive der Baureihe 218 sei eigentlich als besonders verlässlich bekannt. "Diese Art von Defekten kann allerdings nunmal bei Verbrennungsmotoren vorkommen", erläuterte Honerkamp, "Das ist aber kein spezielles Problem dieser Baureihe!" 

Wie schon im Januar habe sich wahrscheinlich Öl im Turbolader erhitzt undsei verdampft. Dies müsse aber noch abschließend bei einer Untersuchung geklärt werden. Die Rauchentwicklung sei dem Lokomotivführer durch Zugbegleiter mitgeteilt worden. "Anders kann er es in diesem Fall auch nicht erfahren", erläuertete der Pressesprecher, "Da gibt es leider keine entsprechenden Anzeigen." Daraufhin sei sofort eine Notbremsung eingeleitet und die Klimaanlage ausgeschaltet worden, damit sich der Rauch nicht in den Waggons ausbreitete. Die Fahrt habe dann nach einer gründlichen Entlüftung mit Hilfe der zweiten Lokomotive fortgesetzt werden können. "Diese ist eigentlich dabei, weil dieser etwas ältere Typ Lokomotive bei Steigungen Probleme haben kann. Das war aber auf dem Streckenabschnitt ab Markt Schwaben kein Thema." 

Abgesehen von der Zufälligkeit der Defekte konnte Honerkamp noch weiter beruhigen. Denn nicht nur werde statt dieses Lokomotivtyps zunehmend die modernere Baureihe 245 auf dieser Strecke eingesetzt. Vor allem sei bei dem geplanten Ausbau der Zugstrecke München-Mühldorf-Freilassing eine vollständige Elektrifizierung vorgesehen. "So eine Art Defekt kann bei Elektroloks gar nicht vorkommen."

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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