Nach Abschiebung von 23-jährigem Afghanen

Demo in München für Mühldorfer JVA-Abschiebehäftlinge

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München/Mühldorf: Nach der Abschiebung des Mannes, der mutmaßlich für den Brand in der JVA Mühldorf verantwortlich ist, haben er und die anderen Hungerstreikenden Unterstützung erhalten. 

Aus Solidarität mit den Flüchtlingen haben sich, wie die tz berichtet, am Donnerstagnachmittag drei Aktivisten an die Türen des Kreisverwaltungsreferates (KVR) in der Münchner Rupperstraße gekettet. 

Wie die Zeitung schreibt, schlossen sich um 14 Uhr zwei Frauen und ein Mann, die während der Aktion venezianische Masken trugen, mit Fahrradschlössern an die Eingangstür der Behörde. Vor ihnen brachten Unterstützer ein Plakat mit der Aufschrift„Solidarity with Hungerstreiking Refugees in Mühldorf“ (Solidarität mit den hungerstreikenden Flüchtlingen in Mühldorf) an. Andere Demonstranten hielten Plakate, auf denen „Refugees Welcome“ und „Grenzenlose Solidarität statt beschränktem Nationalismus“ zu lesen war.

Hungerstreik in der JVA

Am Dienstagabend sorgte ein Brand in der JVA Mühldorf für einen Feuerwehr-Großeinsatz. Der mutmaßliche Brandstifter wurde dabei verletzt. Der 23-jährige Afghane wurde am Mittwoch in sein Heimatland abgeschoben. Er befand sich zuvor seit Sonntag gemeinsam mit weiteren Abschiebehäftlingen im Hungerstreik.

Insgesamt fünf Personen wollen derzeit mit einem Hungerstreik in der JVA gegen ihre Abschiebung protestieren. Wie der Mühldorfer Anzeiger berichtet beklagen sie in einem Schreiben mangelhafte Zustände in der Haftanstalt. 

Beispielsweise die medizinische Versorgung sowie ihre Isolation. Sie werfen der Regierung vor, dass sie unschuldig inhaftiert seien. Sie hätten sich zu dem Streik gegen ihre lebensbedrohliche Abschiebung entschlossen. Andreas Stoiber, Leiter der Justizvollzugsanstalten Landshut, Erding und Mühldorf, weist diese Vorwürfe zurück.

Aktivisten fordern Rückkehr des Mannes aus Afghanistan

In einem Bekennerschreiben forderten die Aktivisten am KVR gestern unter anderem eine Rückkehr des Mannes aus Afghanistan, die generelle Aussetzung aller Abschiebungen und die Schließung des Abschiebegefängnisses in Mühldorf.

Wie KVR und Polizei reagierten und welche rechtlichen Folgen ihr Protest für die Demonstranten hat, lesen sie in der tz.

Aus dem Archiv: Brand in der JVA Mühldorf

Bilder: Brand in der JVA Mühldorf

Aus dem Video-Archiv: Brand in der JVA Mühldorf

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

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