Ab dem 12. Januar in Traunstein

Internationale Bande: Mühldorfer Uhrenräuber vor Gericht

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Mühldorf/Traunstein - Am 12. Januar beginnt vor dem Landgericht Traunstein der Prozess gegen zwei Mitglieder einer internationale Bande von auf Juweliergeschäfte spezialisierten Uhrenräubern, die auch für den um Uhrenraub von Mühldorf im Februar verantwortlich sein soll.

Eine insgesamt fünfköpfige Bande von Uhrenräubern, die nicht nur in Deutschland sondern auch Finnland un d Dänemark ihr Unwesen trieb. steht ab dem 12. Januar in Traunstein vor Gericht, wie der Mühldorfer Anzeiger berichtet. Neben den zwei angeklagten Litauern, im Alter von 33 und 21 Jahren sollen der Bande, laut dem Anzeiger, noch drei namentlich bekannte und weitere noch nicht identifizierte Mitglieder angehören.

Ausgeklügeltes Vorgehen 

Wie der Anzeiger schreibt, hatte die Bande immer ein festes Schema. Ihr Ziel waren Juweliere, bei denen sie es vor allem auf Uhren abgesehen hatten. Dabei wurde enorm strukturiert vorgegangen. Nachdem das Ziel mit Hilfe von Helfern vor Ort ausgespäht war, wurde ein Fluchtfahrzeug geklaut und mit neuen Kennzeichen versehen. Dann führten drei Bandenmitglieder den Überfall durch, andere sicherten ab. 

Das Fluchtfahrzeug wurde in einer gewissen Entfernung zurückgelassen, die Beute wanderte über Osteuropa nach Russland. Vom Erlös bekam jedes Bandenmitglied einen Anteil ab.

Auf diese Weise wurde auch das Juweliergeschäft Knappe am fünften März überfallen. Die Tat ist der erste Punkt der Anklageschrift.

Mühldorf erster Fall

Nachdem sie ihr Fluchtfahrzeug beschafft hatten, betraten drei Bandenmitglieder am Nachmittag, des 5. März, einem Donnerstag, das Juweliergeschäft am Katharinenplatz in Mühldorf.Mit einer mitgebrachten Axt zertrümmert sie Glasvitrinen und entnahmen daraus etliche hochwertige Armbanduhren. Zu dieser Zeit waren zwei Angestellte und ein Kunde im Geschäft, die mit einer Schusswaffe bedroht wurden. Dabei gaben die Täter auch einen Schuss ab. Verletzt wurden dabei glücklicherweise niemand. 

Unser Video aus dem März zeigt den Tatort:

Nachdem die maskierten Männer zu Fuß aus dem Laden flüchteten, verfolgte sie ein Zeuge, der das Geschehen von außerhalb durch die Schaufensterscheibe beobachtet hatte. Auch dabei kam es zu zwei Schüssen in Richtung des Verfolgers, der unverletzt blieb. Die Räuber stiegen dann am Parkplatz „Am Stadtwall“ in ihren Fluchtwagen und flüchteten von dort über die Straße „Am Stadtwall“ in östlicher Richtung.

Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung nach den Flüchtigen ein, an der sich alle Polizeidienststellen der Region und auch ein Polizeihubschrauber beteiligten. 

In Regensburg geschnappt

Ähnlich gingen die Täter auch Mitte Januar 2015 im westfälischen Bad Oeynhausen vor, Ziel war wieder ein Juwelier.  In diesem Fall erbeuteten die Täter Uhren im Wert von knapp 237 000 Euro. Ende Juni 2015 wurde die Bande dann in Regensburg bei der Vorbereitung eines weiteren Raubzuges während einer Polizeikontrolle geschnappt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

hs

Quelle: innsalzach24.de

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