Gruppe fiel durch Gegrapsche und Pöbeleien auf

Brutales Schlägervideo im Netz: Polizei konstruiert Ablauf

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München - Seit einigen Tagen kursiert ein brutales Video im Netz. Am Montag hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen und vier Personen identifiziert. Der aktuelle Ermittlungsstand:

Nach dem ausführlichen Polizeibericht am Dienstag über das Handyvideo auf Facebook, das eine handgreifliche Auseinandersetzung in der Münchner U-Bahn zeigt, gibt es nun neue Erkenntnisse. Die Münchner Polizei konnte durch Ermittlungen den ganzen Abend detailliert rekonstruieren.

Tatablauf nach Polizeiinformationen:

Am Samstag, 30.01.2016, gegen 18.10 Uhr, fiel eine Gruppe von Personen in der U-Bahnlinie 1, aus Richtung Candidplatz in Richtung Hauptbahnhof fahrend, durch Pöbeleien und aggressives Verhalten auf.

Frau vor Füße gespuckt, Dame an Po gefasst

Eine Person der Gruppierung saß einer älteren Dame und ihrem anwesenden Ehemann in einem U-Bahnwaggon gegenüber. Ohne ersichtlichen Grund spuckte der Mann aus der Gruppe plötzlich der Münchnerin vor die Füße. Als sich die Frau mit Gehstock und mit ihrem Mann einen anderen Sitzplatz suchen wollte, fasste die Person an ihr Gesäß und versuchte ihr noch ein Bein zu stellen. Anschließend setze sich das Ehepaar in ein anderes Abteil und erstattete am nächsten Tag eine Anzeige bei der Polizeiinspektion 32 in Grünwald.

Mir reicht es jetzt endgültig mit gewalttätigen Asylanten/Asylbewerbern! Vor meinen Augen wurde zuerst eine junge Frau in der U-Bahn belästigt, dann wurde randaliert. Alte Männer, die eingreifen wollten, wurden angegriffen!Nach Wochen und Monaten voller schlechter Erfahrungen kann ich mich einfach nicht mehr beherrschen. Ich muss nun endlich mal öffentlich meine Meinung sagen.Gerade eben ist es wieder eskaliert, mitten in München, mitten am Tag. Ich stieg am Sendlinger Tor in die U-Bahn Richtung Hauptbahnhof. Ich setzte mich in einen Viersitzer, gegenüber von einer jungen Dame. Im Vierer hinter ihr saßen zwei Asylanten. Der eine davon, ein junger Mann, vermutlich arabischer Herkunft, belästigte sie anscheinend. Ich merkte es sofort, als ich ihren Gesichtsausdruck sah. Er sagte „Wieso antwortest du mir nicht auf Deutsch?“ und sie erwiderte „Because you asked me in English“. Ich denke er hatte seine Hand an ihrem Rücken. Sie drehte sich weg und schaute in meine Richtung. Seit Anfang an starrte ich den jungen Mann an, um ihm zu signalisieren, dass ich aufpasse.Als die Bahn los fuhr, schlug der Asylant mit voller Wucht gegen die Scheibe. Er war wohl wütend, dass sich die Frau nicht auf ihn eingelassen hatte. Mehrere ältere Herren riefen, dass er aufhören soll.Einer dieser Männer, der im Vierer links neben mir saß, wurde plötzlich von einem dritten Asylanten (mit orangebrauner Jacke) am Kopf angefasst. Er streichelte über seine Glatze, um ihn zu verspotten. Solch ein respektloses Verhalten habe ich erst selten gesehen...Ich war und bin der Meinung, dass der Dritte nicht zu den anderen Beiden gehörte. Sie redeten weder vorher noch nachher miteinander und saßen getrennt. Er fühlte sich wohl nur zugehörig, da der andere Asylant ermahnt wurde – und das passte ihm ganz und gar nicht.Als der ältere Herr an der Glatze angefasst wurde, stand er sofort auf. Der Asylant stellte sich auf die Sitze, ging zu dem Mann und packte ihn am Hals. Alle Leute standen sofort auf, viele gingen dazwischen. Da ich mein Handy in der Hand hatte, filmte ich und stand nur zwei Meter entfernt. Ich war fest entschlossen einzugreifen, falls nötig. Mein Herz raste. Als die Männer dazwischen gingen, lies der Angreifer von dem alten Herrn ab und fiel zurück in seinen Viersitzer. Jetzt standen vier Asylanten vor uns und haben uns wütend angestarrt und zwei weitere Herren gestoßen. Ich sagte, dass sie sich benehmen sollen. Neben und hinter mir standen etwa 10-15 Leute. Die Situation war unter Kontrolle. Die Bahn erreichte den Hauptbahnhof. Ich rief, dass ich die Polizei anrufe. Die anderen riefen, dass sie aussteigen sollen und das taten sie dann auch. Ich rief die Polizei nicht an, da ich mehrfach von Bekannten gesagt bekam, dass die Polizei selbst zu Opfern sagte „Wir können nichts machen!“.Leider sieht man nur einen kleinen Teil der Geschehnisse im Video, aber ich habe einfach das Bedürfnis dies zu teilen.Wir anderen fuhren weiter und unterhielten uns über den Vorfall und die Gesamtsituation. Die Menschen waren sehr beängstigt. Eine ältere Dame sagte, dass man nun nicht einmal mehr tagsüber vor die Tür kann. Sie geht abends gar nicht mehr aus dem Haus. Zwei Herren sagten, dass es so nicht weitergehen kann.Noch vor zwei, drei Jahren, habe ich mich in meiner Heimat Deutschland deutlich sicherer gefühlt. Ihr nicht auch? Das finde ich erschreckend und traurig.Wir geben 1-2 Millionen fremden Menschen Sicherheit, was ich sehr schön und sozial finde. Weniger schön finde ich allerdings, dass wir damit einen großen Teil unserer eigenen Sicherheit verlieren, wie die jüngsten Ereignisse europaweit zeigen.Es tut mir wirklich leid für die wirklich hilfsbedürftigen Menschen, die unter dem Ruf der Masse und unter den Vorurteilen leiden, aber es muss etwas gegen die gewalttätigen und respektlosen Menschen unter ihnen passieren! Viele Asylanten haben keinen Respekt vor Frauen, keinen Respekt vor Männern, nicht einmal vor Alten – geschweige denn vor unseren Gesetzen und der Polizei.Ich bin absolut dafür, Menschen aus Kriegsländern zu helfen. Wir würden auch Hilfe wollen, wenn wir an deren Stelle wären. Wir dürfen aber keine Respektlosigkeit, keine Gewalt und das Ignorieren unserer Gesetze und Sitten dulden! Wir wollen unsere Sicherheit in Europa beibehalten! Jeder Asylant sollte bei der ersten Straftat aus Deutschland ausgewiesen werden; für die Sicherheit der Menschen, die ein friedliches Leben in einem Rechtsstaat wollen. In Deutschland gibt es Gesetze, an die sich JEDER halten muss, egal woher er kommt.Nachtrag:ICH DISTANZIERE MICH AUSDRÜCKLICH VON ALLEN RECHTEN SOWIE LINKEN ÄUßERUNGEN, DIE GGF. DURCH PERSONEN VERKÜNDET WERDEN, DIE DIESES VIDEO TEILEN. ICH WOLLTE LEDIGLICH ÖFFENTLICH ZEIGEN WAS PASSIERT IST.Jetzt auch auf YouTube verfügbar:http://youtu.be/54vilMCux9E----------------------------------------------------------STELLUNGNAHME vom 03.02.2016, 1:13 Uhr:Ich habe bei weitem nicht mit solch einer großen Welle der Veröffentlichung gerechnet, als ich dieses Video veröffentlicht habe. Bei so vielen Aufrufen ist es verständlich, dass sich auch kritische Stimmen äußern. Leider wurden durch die Presse einige Fehlinformationen verbreitet. Ich möchte nun einige Fragen für Sie beantworten, welche mir häufig gestellt wurden:1) Woher weiß ich, dass es sich bei den Männern um Asylanten gehandelt hat?Selbstverständlich haben weder ich, noch die anderen Personen (Opfer und Zeugen), die Täter nach ihren Ausweisen gefragt. Auf Grund Ihrer schlechten Deutschkenntnisse gingen wir aber davon aus, dass es sich um Asylsuchende handelte. Möglich ist natürlich auch, dass es lediglich aggressive Urlauber aus Afghanistan waren, oder Menschen, die in zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben. Dies schloss ich allerdings, wie bereits genannt, auf Grund der m. E. schlechten Deutschkenntnisse aus. Idealerweise hätte ich "Menschen mit Migrationshintergrund" schreiben sollen. Bitte haben Sie Nachsicht, dass dies hinsichtlich meines hohen Adrenalinspiegels direkt nach dem Vorfall nicht beachtet wurde.2) Weshalb habe ich nicht sofort die Polizei gerufen? Im Netz sind einige Falschmeldungen diesbezüglich kursiert. Hier nun die Wahrheit für Sie: Kurz nach Ende des Videos rief ich "Ich rufe jetzt die Polizei!". In diesem Moment ist die Bahn im Hauptbahnhof eingefahren. Andere Personen riefen dann "Steigt endlich aus!“ oder „Verschwindet!", woraufhin die Täter ausstiegen. Dabei wurden Personen, die am Ausgang standen weggestoßen. Mit ausgestiegen ist zudem der Herr mit Brille, der im Video angegriffen wurde. Einer der anderen Zeugen sagte, er werde die Polizei ebenfalls anrufen. Er stieg mit den Tätern am Hauptbahnhof aus. Da ich weiter fuhr und im U-Bahn-Tunnel keinen Empfang hatte, rief ich nicht an. Hauptgrund war allerdings, dass ich nicht beschreiben konnte wohin sie gingen, und weil ich mich darauf verlassen habe, dass der andere Zeuge die Polizei kontaktieren wird, der äußerte dies zu tun. Er stieg mit den Tätern aus und konnte somit genau deren Lage beschreiben.3) Falschmeldung der Polizei München sowie der MedienDie Polizei München schrieb auf Ihrer Facebook-Seite „Weder meldete er den Vorfall der Polizei, noch erstattete er eine Anzeige.“ Dies ist eine Falschmeldung, die meinen Ruf schädigen könnte, weshalb ich hierzu Stellung nehmen möchte. Obwohl ein anderer Zeuge die Polizei rufen wollte, und auch weil ich erwartete, eines der Opfer, insbesondere das Hauptopfer, würde die Polizei verständigen, entschied ich mich am Sonntagvormittag, den 31.01.2016 (Tag nach dem Vorfall), selbst anzurufen. Der Fall beschäftigte mich sehr und ich wollte sichergehen, dass Anzeige erstattet wurde – und ich wollte natürlich das Originalvideo übergeben. Ich rief die Telefonzentrale der Polizei München (089 / 29100) um 11:43 Uhr an und wurde mit der Polizei Neuhausen verbunden. Dem Herrn, der sich mit „Polizei Neuhausen, Grüß Gott!“ meldete, beschrieb ich die Tat sowie die Hintergründe (siehe insbesondere Punkt 2) und bot die Übergabe des Videomaterials an. (Für Kritiker: Hierfür habe ich Beweise.) Ihm war der Vorfall noch nicht bekannt. Er empfahl mir, die Polizei am Hauptbahnhof München aufzusuchen, weil die Tat dort ablief. Dies wollte ich am Montag tun. Im Laufe des Montags erhielt ich allerdings eine E-Mail der Kriminalpolizei, die mich bat sie umgehend zu kontaktieren. Dies tat ich zunächst telefonisch. Am Montagabend übergab ich das Videomaterial an den Beamten und schilderte die Tat ausführlich. Außerdem erklärte ich die gesamten Hintergründe. Deshalb kann ich nicht verstehen, weshalb diese Fehlinformation verbreitet wurde, dass ich die Polizei nicht kontaktiert habe. Ich habe die Polizei München kontaktiert, bevor ich kontaktiert wurde. Für die Verbreitung dieser Falschmeldung ist eindeutig die Polizei München verantwortlich, die massenhaft von der Presse zitiert wurde. Ich bitte der Fairness wegen höflich um Richtigstellung.4) Enttäuscht über Verzögerung und Fehlinformationen der deutschen MedienSie kennen vermutlich alle den Begriff „Lügenpresse“. Ich habe ihn lange hinterfragt, aber inzwischen verstehe ich ihn. Sehr enttäuschend finde ich die Leistung der deutschen Presse, die mit der Veröffentlichung deutlich länger gebraucht hat, als Medien in Großbritannien, Russland und sogar Australien. Besonders miserabel finde ich die Recherche der Süddeutschen Zeitung, die beispielsweise schreibt „Ein Video zeige, wie eine Gruppe Migranten in der Münchner U-Bahn zwei ältere Männer attackiert, nachdem diese versucht hätten, eine junge Frau vor Zudringlichkeiten der jungen Flüchtlinge zu schützen. So schreibt es das britische Boulevardblatt Daily Mail in seiner Online-Ausgabe.“ (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchner-u-bahn-polizei-identifiziert-drei-schlaeger-nach-veroeffentlichung-von-pruegelvideo-1.2846298). Ich frage mich, weshalb die Süddeutsche einen falsch übersetzten Artikel aus Großbritannien als Quelle verwendet, wenn doch die Originalquelle (mein Bericht auf Facebook) öffentlich zugänglich ist. All diese Informationen entsprechen der Wahrheit und können mit Sicherheit von den anderen Zeugen oder den Opfern bestätigt werden. Bitte entschuldigen Sie, dass ich auf Grund der vielen Anfragen nicht jede einzelne Nachricht beantworten konnte. Ich denke, dass ich die wichtigsten Fragen hiermit beantwortet habe.Bitte haben Sie Verständnis, dass ich keine weiteren Fragen zu diesem Thema beantworten werde. Ich bitte dies zu respektieren und keine weiteren Nachfragen an mich zu richten. Die Aktivität auf diesem Facebook-Account wird eingestellt werden.TR

Posted by Tom Roth on Samstag, 30. Januar 2016

Couragiertes Eingreifen entschärft Situation 

Im Anschluss versuchte die gleiche Person aus der Gruppe zu einer weiteren im Waggon sitzenden Frau Kontakt aufzunehmen. Er sprach sie an und griff ihr ins Haar. Nachdem die junge Frau ihm zu verstehen gab, dass sie keinen Kontakt wünscht, schlug er gegen eine Seitenscheibe des U-Bahnwaggons. Durch den Schlag aufgeschreckt ermahnten mehrere Fahrgäste die Gruppierung sich zu mäßigen. Darüber war eine weitere Person aus der Gruppe erbost, sprang über eine Sitzbank und ging auf einen Fahrgast los. Er griff nach dem Mann und versuchte ihn zu schlagen bzw. zu würgen. Nur aufgrund couragierten Eingreifens weiterer Fahrgäste konnte die angespannte Situation entschärft werden.

Als die U-Bahn zwischenzeitlich am Hauptbahnhof eingetroffen war, stieg die Gruppe von der U1 in die U5 in Richtung Neuperlach um. Teile der in der U1 stattgefundenen Auseinandersetzung wurde von einem Zeugen mit seiner Handykamera gefilmt. Dieser stellte das Video in die sozialen Medien ein Am Folgetag meldete sich der Zeuge eigeninitiativ bei der Münchner Polizei und wurde zum Sachverhalt befragt.

"Schreien und Pöbeleien" der Gruppe auch in U5

In der U-Bahn der Linie 5 zeigte sich die Gruppe weiterhin äußerst aggressiv. Durch lautes Schreien und Pöbeleien wurden weitere Fahrgäste aufgeschreckt und alarmierten eine Streife der U-Bahnwache, die sich zeitgleich in einem anderen Waggon befand. Diese konnten die Personen in dem besagten Waggon antreffen. Die Aufforderungen an die Personen, das Schreien und Pöbeln einzustellen und ihre Fahrkarten überprüfen zu lassen, wurden ignoriert. Darauf wurde die Gruppe aufgefordert die U-Bahn am U-Bahnhof Lehel zu verlassen. Dies musste mit Zwang durchgesetzt werden, da sie sich dagegen vehement wehrten. Zur Unterstützung der U-Bahnwache wurden drei alarmierte Polizeistreifen hinzugezogen. Da die Geschehnisse in der U1 noch nicht bekannt waren, wurden die drei Tatverdächtigen nach den polizeilichen Maßnahmen, unter anderem einer Identitätsfeststellung, entlassen.

Männer offenbar tatsächlich Asylbewerber

Bei den bisher bekannten Personen handelt es sich um drei Afghanen, die in München und im Münchner Umland wohnen. Das Fachkommissariat 24 (Gewalt gegen Personen) hat die Ermittlungen hierzu aufgenommen.

Laut Informationen von tz.de handelt es sich bei den drei Männer tatsächlich um Asylbewerber. Die beiden Jüngeren (19 und 20 Jahre) sollen bereits abgelehnt worden sein; das Aufnahmeverfahren des 25-Jährigen soll noch laufen. Sie stammen offenbar aus verschiedenen Asylunterkünften in München und dem Münchner Umland. Für welche Vergehen sich die drei Männer womöglich verantworten müssen und welche Strafe ihnen droht, lesen Sie auf unserem Partnerportal tz.de.

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidium München

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