Videoüberwachung und Rucksackverbot auf der Wiesn 

Bundespolizei gut gerüstet - die wichtigsten Tipps

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München – Am Samstag beginnt das 183. Oktoberfest. Die Bundespolizei ist für die kommenden 17 Wiesntage mit Videoüberwachung und Rucksackverbot gut aufgestellt. Die wichtigsten Tipps für einen gelungenen Wiesnbesuch:

Für die 182. Erinnerung an das Hochzeitsfest von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen - als am 17. Oktober 1810 ein Pferderennen als Vorläufer der heutigen Wiesn am damaligen Stadtrand von München stattfand, erfährt die Bundespolizeiinspektion München wieder von zahlreichen Dienststellen aus dem gesamten Bundesgebiet personelle Unterstützung

Knapp 175 zusätzliche Beamtinnen und Beamten, sowohl Einzeldienstbeamte aus den Bereichen der Taschendiebstahlsfahndung, des Diensthundewesens oder der Kriminaltechnik, aber auch Verbandskräfte der Bundesbereitschaftspolizei sowie Beamte oder Einheiten von Spezialkräften werden bis 3. Oktober das Stammpersonal im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich verstärken.

Hohe Zahl an Fahrgästen

Die Bundespolizei sorgt für die Sicherheit in der An- und Abreise der Gäste des bekanntesten und größten Volksfestes der Welt. Mit voraussichtlich zwei Millionen Fahrgästen plant die Deutsche Bahn; allein mit der S-Bahn rund 100.000 mehr als sonst

"Bestmögliche Sicherheit für alle Reisenden", erwartet Jürgen Vanselow. Der Polizeidirektor ist Leiter der Bundespolizeiinspektion München und in den kommenden 17 Festtagen für die Sicherheit in den unmittelbar zur Theresienwiese angrenzenden DB-Bahnhöfen und -Haltepunkten sowie in Zügen und S-Bahnen rund um München zuständig.

"Wir haben uns gut und intensiv vorbereitet. Unser Schwerpunkt liegt auf der sicheren Lenkung aller Reisenden sowie auf präventiver und repressiver Kriminalitätsbekämpfung. Aufgrund der zurückliegenden Ereignisse wurden alle Sicherheitsmaßnahmen nochmals einer eingehenden Prüfung unterzogen. Wir haben an der einen oder anderen Stellschraube gedreht und das schon seit Jahren gut funktionierende Konzept weiter angepasst. Ich sehe unsere Einsatzkräfte für das Oktoberfest gut gerüstet" so Jürgen Vanselow.

Augenmerk auf Videoüberwachung

Ein ganz besonderes Augenmerk kommt der bestens bewährten Videoüberwachung in Bahnhöfen, Haltepunkten und S-Bahnen zu. Damit konnten bereits bei zurückliegenden Oktoberfesten etliche Straftaten wie Taschendiebstähle oder auch Gewaltdelikte aufgeklärt werden. 

Vanselow weist gerade im Bereich der Taschendiebstähle darauf hin, dass Wiesngäste selbst sehr viel für ihre Sicherheit tun können. "Wertsachen verschlossen in verschiedenen Innentaschen, nah am Körper tragen - Handtaschen stets verschlossen halten - Geldbörsen und Handys nie aus der Hand legen und Fremden keinen Einblick gewähren", sind nur vier Tipps des Inspektionsleiters, denen folgend unliebsame Überraschungen vermieden werden können.

Neu für die Wiesgäste sind Beamte der Bundespolizei, die mit Bodycams ausgerüstet sind. Die Beamten sind gut sichtbar gekennzeichnet und schalten die mobilen Körperkameras, die derzeit erprobt werden, nur ein, wenn es die Situation erfordert.

Rucksack- und Taschenverbot

Das erstmals gültige Rucksack- und Taschenverbot auf dem Festgelände wird sich auch auf den Münchner Hauptbahnhof und den Haltepunkt Hackerbrücke auswirken. Jürgen Vanselow bittet die Wiesnbesucher deswegen: "Machen Sie sich bitte bereits vor der Abfahrt zu Hause Gedanken darüber, welche Taschen auf der Anreise wirklich notwendig sind. Die Abgabestellen sind auch an Bahnhöfen und Haltepunkten begrenzt." 

Eindringlich weist er darauf hin: "Keinesfalls Rucksäcke oder Taschen herrenlos zurückzulassen! Entsorgen Sie Taschen, die Sie nach ihrer Ankunft in München nicht mehr brauchen, bitte fachgerecht. Sie helfen uns damit, notwendige polizeiliche Maßnahmen einzugrenzen". Trotz der großen Zahl an Schließfächern im Münchner Hauptbahnhof sind die Aufbewahrungsmöglichkeiten, insbesondere zu Schwerpunktzeiten rasch erschöpft.

Polizei auch an der Hackerbrücke präsent

An einem der Einsatzschwerpunkte, der Hackerbrücke, wird auch wieder der "LauKw" (amtsdeutsch Lautsprecherkraftwagen) im Einsatz sein. An dem von den Wiesnbesuchern liebevoll "weißblauer Partybus" getauften Fahrzeug machen Bundespolizisten mit Ansagen auf mögliche Sicherheitsprobleme, wie Störungen am Bahnsteig oder im S-Bahnverkehr aufmerksam. 

Die Bundespolizei bittet Fahrradfahrer während des Oktoberfestes keine Fahrräder an der Hackerbrücke abzustellen bzw. dort anzuschließen! Außerdem weist sie darauf hin, über die Hackerbrücke keine Glasflaschen oder gar Maßkrüge mitzuführen! Aus Sicherheitsgründen ist ein Bahnsteigzutritt damit nicht möglich.

Empfehlungen für eine reibungslose Reise

Um Stauungen am Bahnsteig zu vermeiden, empfiehlt die Bundespolizei den Haltepunkt Hackerbrücke möglichst rasch zu verlassen. Wer nur ein oder zwei Stationen weiterfährt und dort am Bahnsteig auf seine weiter ins Umland verkehrende S-Bahn wartet, der hilft mit, die Lage an der Hackerbrücke zu entschärfen und schafft insbesondere an den Schwerpunktzeiten Platz für nachströmende Abreisende.

Am Hauptbahnhof empfiehlt die Bundespolizei den Fußweg zur Theresienwiese. In nur knapp zehn Minuten kann man so oft schneller als mit S- oder U-Bahn, wo es immer wieder zu Verzögerungen beim Ein- und Ausstieg kommt, auf der Festwiese sein. Die Wege sind ab dem Hauptbahnhof bzw. zurück ab der Theresienwiese sehr gut ausgeschildert. Markierungen auf den Gehwegen helfen zusätzlich zur schnelleren Orientierung.

Viel Geduld auf dem Heimweg

Insbesondere auf dem Heimweg wird erfahrungsgemäß viel Geduld von Bahnreisenden und Wiesnheimfahrern an Bahnsteigen und in Zügen nötig sein. Wenn Züge überfüllt sind, dürfen sie aufgrund von Sicherheitsbestimmungen nicht abfahren. Der Rat des Münchner Bundespolizeichefs: "Verlassen Sie sich nicht auf den letzten Zug, der München Richtung Heimat verlässt. Wählen Sie lieber eine frühere Alternative".

Auch während des Oktoberfestes wird es zu Personenkontrollen von Reisenden in den Münchner Bahnhöfen kommen. Polizeidirektor Vanselow bittet deshalb vorab um Nachsicht: "Wir werden bemüht sein, Einschränkungen aufgrund polizeilicher Maßnahmen auf das erforderliche Maß zu beschränken". 

Und er ergänzt: "Sie werden unter anderem im Hauptbahnhof und an der Hackerbrücke, aber auch in vielen S-Bahnen, die blauuniformierten Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei sehen. Sollten Sie etwas Verdächtiges wahrnehmen oder Hilfe benötigen, gehen Sie bitte direkt auf die Kolleginnen und Kollegen zu".

Auch in den sozialen Netzwerken aktiv

Die Münchner Bundespolizei ist auch während der Wiesn in den sozialen Netzwerken aktiv. Wir informieren auf dem Twitter-Account: bol_by über aktuelle Themen rund um das Oktoberfest; aber auch über Polizeieinsätze im Bereich der Bahnanlagen (und das nicht nur im Gefahren- oder Störungsfall). 

Schon jetzt verweisen wir auf einen Twitter-Marathon, den wir für den mittleren Wiesnsamstag, den 24. September, von 16 bis 24 Uhr unter den Hashtags #SicherZurWiesn und #SicherWiederHoam planen.

Die Münchner Bundespolizei freut sich auf die Wiesn und wünscht allen Besuchern des 183. Oktoberfestes eine "schöne und sichere 2016er Wiesn".

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München

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