Drohanruf in München-Pasing

Nach Räumung von Bahnhof und Arcaden - Kripo ermittelt

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Der Pasinger Bahnhof wird geräumt (Symbolfoto).

München - Nach einem Drohanruf hat die Polizei im Münchner Stadtteil Pasing den Bahnhof und das Einkaufszentrum Pasing-Arcaden geräumt. Es war "eine reine Vorsichtsmaßnahme".

Update - Sonntag 16.10 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Am Samstag, 30.07.2016 gegen 15.40 Uhr, ging bei der integrierten Leitstelle München eine telefonische Mitteilung ein. Darin wurde sowohl der Bahnhof Pasing, als auch die Pasing Arcaden im Zusammenhang mit einem möglichen Anschlag genannt. Die integrierte Rettungsleitstelle informierte umgehend die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München über diesen Sachverhalt. Nach Beurteilung des Anrufs wurde unter Einbeziehung der Bundespolizei, sowie des Managements der Pasing Arcaden gegen 17.10 Uhr entschieden, dass eine Räumung der im Anruf genannten Bereiche erfolgen soll. 

Bei dieser Maßnahme handelte es sich, aufgrund der Vorfälle vom vergangenen Freitag um eine Vorsichtsmaßnahme. Die Sperrung und Räumung des Bahnhofs Pasing erfolgte durch die Bundespolizei mit Unterstützung von Kräften des Polizeipräsidiums München. Laut Bundespolizei war die Räumung des Bahnhofs um 17.45 Uhr bereits beendet. Der Bahnverkehr an der betreffenden Strecke wurde durch die Bundespolizei bereits um ca. 17.25 Uhr veranlasst. Im Bereich der Pasing Arcaden erfolgten Lautsprecherdurchsagen an die Kunden und die Beschäftigten, mit der Bitte die Pasing Arcaden ruhig zu verlassen. Uniformierte Polizeikräfte, sowie das dortige Sicherheitspersonal unterstützten diese Maßnahme. Die komplette Räumung, inklusive Tiefgarage war um kurz vor 18.00 Uhr beendet.

Im Anschluss wurden die öffentlich zugänglichen Bereiche der Örtlichkeiten nach verdächtigen Gegenständen, unter Einbeziehung von Spezialisten sowie Sprengstoffhunden, abgesucht. Bei der Absuche konnten keinerlei verdächtige Gegenstände aufgefunden werden.

Der Pasinger Bahnhof wurde durch die Bundespolizei um 18.30 Uhr freigegeben. Die Pasing Arcaden wurden um 19.20 Uhr für Kunden und Beschäftigte wieder eröffnet.

Die Räumung der betroffenen Bereiche ist ruhig und sehr geordnet verlaufen. Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr. Den polizeilichen Maßnahmen wurde ein großes Maß an Verständnis entgegengebracht.

Aktuell ermittelt die Kriminalpolizei zu den Hintergründen des Anrufs. Falls sich im Rahmen der Ermittlungen ergibt, dass es sich hierbei um einen vorsätzlich provozierten Großeinsatz der Polizei, aufgrund einer Fehlinformation handeln sollte, wird der noch zu ermittelnde Anrufer sowohl mit straf-, als auch mit kostenrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen.

Update - 19.45 Uhr:

Nach etwa zwei Stunden ist der Spuk nun vorüber, die Arcaden und der München-Pasing wurden wieder freigegeben, wie die Polizei mitteilte. Ein verdächtiger Gegenstand wurde weder am Bahnhof noch in den Pasinger Arcaden gefunden. 

"Kurz vor 16 Uhr hat ein Mann den Notruf 112 angerufen. Er sagte, er kenne jemanden, der eine Bombe gebaut und das Einkaufszentrum Pasing Arcaden als Ziel genannt hätte. Dann hat der Anrufer leider aufgelegt. Wir haben das sehr ernst genommen und sicherheitshalber das Einkaufszentrum geräumt. Mit Sprengstoffspürhunden suchten wir alles ab", sagte Kriminaloberkommissar Florian Hirschauer gegenüber der Bild.

Warnung der Polizei an "Trittbrettfahrer"

Die Münchner Polizei weist immer wieder darauf hin, dass die Verursacher von Fehleinsätzen kräftig zur Kasse gebeten werden. Wer absichtlich und grundlos einen Einsatz auslöse, müsse nicht nur mit strafrechtlichen Folgen rechnen, sondern auch erheblichen finanziellen Konsequenzen:

Erstmeldung - 18.30 Uhr:

Nähere Informationen lagen zunächst nicht vor. Auch auf Twitter kündigte die Münchner Polizei die Räumung an.

Wie die Polizei weiter mitteilte, ging ein telefonischer Hinweis ein, die Hintergründe würden geprüft. Wie lange die Pasing Arcaden noch gesperrt bleiben und zum Hintergrund ist bislang nichts bekannt.

Der direkt neben dem Einkaufzentrum liegende Pasinger Bahnhof war zwischenzeitlich komplett gesperrt. Züge und S-Bahnen wurden soweit möglich am Bahnhof Pasing vorbeigeleitet. Wie die Bahn meldet, ist die Sperrung aber inzwischen wieder aufgehoben worden. Zuerst hatte die Bahn gemeldet, man müsse von einer zweistündigen Sperrung ausgehen

Fahrgäste müssen sich allerdings auf erhebliche Folgeverzögerungen und kurzfristige Zugausfälle einstellen.

mh

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