Oktoberfest

Wiesn-Spanner filmt auf Klo mit vier Kameras

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München - Auch im zweiten Teil der Woche hatte die Polizei auf dem Oktoberfest wieder viel Arbeit: Es gab fliegende Krüge, einen beißenden Randalierer und einen perversen Spanner.

Festnahme eines Spanners

Ein 65-jähriger Österreicher, der in Deutschland wohnt, schlich sich am Donnerstag, gegen 17 Uhr, unbemerkt in eine Damentoilette eines großen Wiesenzeltes. Von einer Sitzkabine aus filmte er die Frauen in den benachbarten Kabinen.

Eine aufmerksame 21-jährige Oktoberfestbesucherin bemerkte die Hand des Mannes, in welcher er eine ungefähr USB-Stick große Kamera hielt und damit unter der Kabinentür filmte. Sie informierte den Wachdienst des Zeltes. Bei dem stark alkoholisierten Mann wurden durch die herbeigerufenen Polizeibeamten insgesamt vier Minikameras gefunden. Der völlig uneinsichtige Täter wurde angezeigt und die Kameras sichergestellt. Ein Betretungsverbot für das Oktoberfest wurde beantragt.

Polizist durch Biss verletzt

Ein 26-jähriger Wiesnbesucher aus Unterfranken randalierte gegen 22.10 Uhr alkoholisiert vor einem Wiesnzelt. Dies fiel dem Sicherheitsdienst auf und sie hielten den Mann fest. Durch die hinzugerufenen Beamten der Wiesnwache wurde gegenüber dem 26-Jährigen mehrfach ein Platzverweis ausgesprochen. Der Mann wollte darauf partout nicht reagieren.

Auf dem Weg zum anschließenden Gewahrsam im Behördenhof biss der Randalierer einen Polizeibeamten durch die Lederjacke in den Oberarm. Der Beamte erlitt glücklicherweise nur einen Bluterguss. Den beisswütigen Unterfranken erwartet nun eine Anzeige wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Engländer wirft Krüge in die Menge

Ein 32-jähriger britischer Staatsangehöriger aus dem Osten Englands warf gegen 21 Uhr plötzlich und unmotiviert zwei Maßkrüge in die Menschenmenge eines großen Wiesnzeltes. Dabei traf er zwei Männer an Kopf und Rücken und verletzte diese leicht.

Nach einigen Ermittlungen der Kriminalpolizei konnten alle Beteiligten ermittelt und vernommen werden. Den Werfer erwartet eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Bei den Verletzten handelte es sich um einen 50-jährigen Belgier und einen 43-jährigen Mann aus Irland. Beide hielten sich als Touristen in München auf.

Griff unter den Rock - Krug auf dem Kopf

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag gegen 19.20 Uhr in einem großen Wiesnzelt. Ein spaßig gemeinter Griff unter den Rock seiner amerikanischen Wiesn-Bekanntschaft endete für einen 20-jährigen Deggendorfer äußerst schmerzhaft.

Die "Rockbesitzerin" drehte sich mit samt Maßkrug um und das Trinkgefäß landete wuchtig auf den Kopf des kecken Burschen. Die Amerikanerin hatte bei der Drehung so viel Schwung, dass auch noch ein unbeteiligter Dritter einen Schlag auf die Wange abbekam.

Natürlich handelt es sich hierbei um eine Straftat der gefährlichen Körperverletzung. Nach Zahlung einer vierstelligen Eurosumme konnte die Amerikanerin die Wiesnwache wieder verlassen. Bei der Amerikanerin handelt es sich um eine 24-jährige Frau, die derzeit im Landkreis Freising wohnt.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

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