Schwere Unfälle und sogar ein versuchter Mord

Polizei mit viel Arbeit zum Oktoberfest-Start

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München - Taschendiebe, schwere Unfälle, ein Sturz von der Brüstung und sogar ein versuchtes Tötungsdelikt - am ersten Wiesn-Wochenende hatte die Polizei alle Hände voll zu tun.

Wiesn-Besucher gerät unter Bus

Am Samstag, 19. September, gegen 23.30 Uhr, fuhr ein Linienbus die Bayerstraße stadtauswärts. Zum selben Zeitpunkt stieg ein 47-jähriger Däne mit seinen zwei Bekannten aus einer Rikscha aus und begab sich in Richtung Bahnhof. Aus bislang unbekannten Gründen kam der 47-Jährige zum Sturz und fiel nach vorne auf die Fahrbahn.

Trotz sofortiger Notbremsung durch den 38-jährigen Busfahrer konnte ein Zusammenstoß nicht vermieden werden. Der Fußgänger wurde mit der Frontschürze des Busses erfasst und unter den Bus gezogen. Ein Überrollen mit der Vorderachse konnte gerade noch vermieden werden.

Der 47-jährige Fußgänger erlitt schwerste Verletzungen. Er kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Durch die Staatsanwaltschaft München I wurde ein Gutachter zur Unfallstelle beordert. Der Bus wurde sichergestellt. Der Busfahrer erlitt einen Schock und musste durch das Kriseninterventionsteam betreut werden. Während der Unfallaufnahme musste die Bayerstraße zwischen Bahnhofsplatz und der Paul-Heyse-Straße für die Dauer von etwa vier Stunden in stadtauswärtiger Richtung gesperrt werden. Der Verkehr wurde abgeleitet.

Sturz aus Festzelt

Am Samstag, 19.09.2015, gegen 20.40 Uhr, befand sich eine 38-Jährige im Hochparterre eines Festzelts. Als sie sich nach hinten lehnte, stürzte sie aus etwa 1,80 Meter Höhe aus einem offenstehenden Fenster nach draußen.

Dort schlug sie mit dem Rücken auf dem Boden auf. Die 38-Jährige erlitt eine Platzwunde am Hinterkopf sowie ein Schädel-Hirn-Trauma. Die Wiesnbesucherin wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht.

Australier stürzt über Brüstung

Am Samstag, 19.09.2015, gegen 20.40 Uhr, befand sich ein 22-jähriger australischer Wiesngast in einem Festzelt. Von Zeugen konnte beobachtet werden, dass der Australier über eine Brüstung etwa fünf Meter tief auf den Boden fiel.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte und der Polizei war der Wiesnbesucher zwar ansprechbar, konnte jedoch zum Unfallhergang keine Angaben machen. Ein Fremdverschulden ist bisher auszuschließen. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung

Australier kollidiert mit Taxi - schwerst verletzt

Am Samstag, 19.09.2015, gegen 23.35 Uhr, lief ein 28-jähriger Australier, der sich nach einem Wiesnbesuch offensichtlich in einem erheblich alkoholisierten Zustand befand, auf dem rechten der drei fahrenden Fahrstreifen der Ludwigstraße in stadtauswärtiger Richtung. An der Kreuzung zum Professor-Huber-Platz rannte er plötzlich nach links auf den mittleren Fahrstreifen, um offensichtlich die Fahrbahn der Ludwigstraße zu überqueren.

Zum gleichen Zeitpunkt befuhr ein 35-jähriger Taxifahrer die Ludwigstraße stadtauswärts, in der Absicht die Kreuzung zum Professor-Huber-Platz geradeaus zu überqueren. Er erkannte den von rechts kommenden Fußgänger nicht rechtzeitig und erfasste diesen mit der Frontseite des Fahrzeugs. Der 28-Jährige prallte auf die Motorhaube und mit dem Kopf in die Windschutzscheibe. Anschließend wurde er auf die Fahrbahn geschleudert.

Der Australier erlitt dabei schwerste Verletzungen und musste mit dem Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte besteht akute Lebensgefahr. Die Ludwigsstraße musste stadtauswärts bis 0.30 Uhr komplett gesperrt werden. Es kam zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen. Am Taxi entstand ein Schaden von etwa 5.000 Euro.

Mordkommission ermittelt

Am Sonntag, 20.09.2015, kurz nach 1 Uhr, kam es auf dem Oktoberfestgelände im Bereich eines Rettungsweges neben der Käfer Wiesnschänke zu einer tätlichen Auseinandersetzung.

Hierbei erlitt ein 33-jähriger Deutscher eine Stichverletzung im Oberkörperbreich sowie eine oberflächliche Schnittverletzung am Hals. Aufgrund der Verletzungen waren eine stationäre Behandlung sowie eine sofortige Operation im Krankenhaus erforderlich. Derzeit besteht keine Lebensgefahr mehr. Der Geschädigte befindet sich jedoch weiterhin in intensivmedizinischer Behandlung.

Der Auseinandersetzung war nach derzeitigem Ermittlungsstand ein Streit in der Käfer Wiesnschänke vorausgegangen. Vor dem Zelt trafen die Beteiligten wieder aufeinander und der 33-jährige Geschädigte kam seinem Freund zu Hilfe, als dieser aus der anderen Gruppe angegangen wurde. Hierbei zog er sich die oben genannten Verletzungen zu.

Die Ermittlungen übernahm die Mordkommission München, da aufgrund des Sachverhaltes von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen wird.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

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