Polizeieinsätze auf Oktoberfest

Spucken, schlägern, klauen - volles "Programm" auf Wiesn!

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

München - Das größte Volksfest der Welt hielt die Polizei auch im ersten Teil der neuen Woche auf Trab. Es gab unter anderem einen "Spuck-Angriff", eine Massenschlägerei und sexuelle Belästigungen:

Australier bespuckt und Maßkrug geworfen

Am Dienstag gegen 22 Uhr geriet eine Gruppe 20- bis 28-jähriger Deutscher mit zwei Australiern in einem Festzelt in Streit. Ein 20-Jähriger aus der einen Gruppe bespuckte im Verlauf der Auseinandersetzung einen der beiden Australier, woraufhin dieser seinen Maßkrug in dessen Richtung warf. Der Maßkrug verfehlte den jungen Mann und traf eine andere Person aus der Gruppe am Nasenbein. Der Maßkrug prallte ab und traf dann noch eine weitere Person an der Schläfe.

Eine der getroffenen Personen musste in ein Krankenhaus gebracht werden und verblieb dort aufgrund der Nasenbeinverletzung zur Beobachtung. Der weitere Getroffene konnte nach ambulanter Behandlung nach Hause gehen.

Bei Eintreffen der Polizeibeamten verhielt sich der 24-Jährige, der den Australier bespuckt hatte, äußerst unkooperativ und aggressiv und leistete beim Verbringen in die Haftzelle erheblichen Widerstand gegen einen 27-jähirgen Polizeibeamten. Der Polizist erlitt durch die massive Gegenwehr eine Kratzwunde am Hals. Da sich der junge Mann weiterhin nicht beruhigte und die Polizeibeamten fortwährend beleidigte, wurde er im Anschluss in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Der 34-jährige Australier wurde nach Erhebung einer Sicherheitsleistung entlassen.

Haftbefehle gegen rumänische Diebe

Bereits am Montag gegen 20 Uhr fielen Polizeibeamten der Taschendiebfahndung zwei Rumänen auf, die in einem Festzelt weder daran interessiert waren, Platz zu nehmen noch etwas zu essen oder zu trinken. Vielmehr suchten diese den Boden wohl nach herrenlosen Gegenständen ab. Als sie einen auf einer Bank liegenden Regenschirm entdeckten, nahmen sie diesen unvermittelt an sich und verließen das Festzelt.

Danach begaben sie sich in das nächste Festzelt, wo sie ebenfalls fündig wurden. Einer der jungen Männer nahm eine Trachtenjacke an sich, zog diese über und beide verließen daraufhin das Zelt. Die beiden 20- und 37-jährigen Männer konnten am Haupteingang des Oktoberfestes durch Polizeibeamte der Taschendiebfahndung vorläufig festgenommen werden. Gegen beide Diebe wurde Haftbefehl erlassen.

Massenschlägerei zwischen Heranwachsenden

Am Samstag, 17.09.2016, gegen 22.30 Uhr, kam es zwischen zwei Gruppen (zehn Personen und fünf Personen) aufgrund Anrempelns zu einer Schubserei auf dem Festgelände. Ein 21-jähriger Italiener wurde durch einen Fauststoß getroffen und stürzte daraufhin zu Boden. Mindestens drei der bislang unbekannten Täter der anderen Gruppe traten daraufhin mehrmals auf die am Boden liegende Person ein. Im Anschluss flüchteten die Täter in Richtung Goetheplatz.

Der 24-Jährige musste in ein Krankenhaus gebracht werden, da er eine Platzwunde am Kopf, vermutlich einen Nasenbeinbruch und den Verlust zweier Zähne zu beklagen hatte. Er wurde am Montag aus der stationären Behandlung wieder entlassen.

Zeugenaufruf: Personen, die den Vorfall in der Schaustellerstraße beobachtet haben und sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Afghane begrapscht 50-Jährige

Am Montag zwischen 19 Uhr und 21 Uhr war eine 50-jährige Frau zum Feiern mit Freunden in einem Bierzelt. Als sie bemerkte, dass ihr ein 26-jähriger Mann zunächst an die Hüfte griff, entfernte sie sich von diesem. Kurze Zeit später langte der 26-jährige Afghane erneut in Richtung Hüfte und Po der Frau, was allerdings Taschendiebfahnder der Münchner Polizei beobachten konnten. Der 26-Jährige wurde vorläufig festgenommen und kam anschließend in Gewahrsam.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser